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Kreditformen und Wissenswertes rund um das Thema Kredit

Wir haben für Sie nicht nur alle gängigen Kreditformen zusammengestellt, sondern auch ein Kreditglossar erarbeitet mit dessen Hilfe Sie sich einfach und schnell durch das Sprachdickicht der Banken manövrieren können. Wer mit dem Gedanken spielt einen Kredit aufzunehmen, weiß, dass ein Kredit die Gebrauchsüberlassung von Geld- oder Sachmitteln für einen bestimmten Zeitraum mit der Zahlung von Zinsen ist. Wir beschäftigen uns hier ausschließlich mit Privatkrediten für Privatpersonen und Unternehmer und lassen Bankkredite, bei welchen eine Geldschöpfung stattfindet, außer Acht.

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Wie läuft das Ganze ab?

Nach dem der Kreditnehmer sich das Institut seiner Wahl ausgesucht hat, kann er dort meist einen Onlinenantrag für die gewünschte Kreditsumme und die Kreditlaufzeit stellen. Hier werden bereits persönliche Daten, Beruf und Einkommen und weiteres abgefragt. Nach der Überprüfung der Angaben, dem Bonitätscheck und evtl. weiteren Prüfungen seitens des Kreditgebers, wird der Antragssteller über die Entscheidung informiert. Nach der ordnungsgemäßen Übermittlung der vollständigen und unterschriebenen Unterlagen, wird der Kreditbetrag auf dem Konto des Kreditnehmers gut geschrieben. Dieser muss nun über die vereinbarte Laufzeit die fälligen Monatsraten bezahlen, bis der Kreditbetrag zzgl. Zinsen beglichen ist.

Kredit

Gängige Kreditformen

Hier finden Sie die gängisten Kreditformen und die Erklärung im Überblick.

Akzeptkredit

Gehört zu den sogenannten Kreditleihen. Der Kreditgeber stellt dem Kreditnehmer seine eigene Kreditwürdigkeit zur Verfügung, was eine hervorragende Bonität des Kreditnehmers voraussetzt.

Annuitätsdarlehen

Hier ist eine immer gleich bleibende Rate vorgesehen. Diese setzt sich aus einem Tilgungs- und einem Zinsanteil zusammen. Je weiter sich die Darlehenssumme verringert, desto geringer wird damit auch der Zinsanteil.

Avalkredit

Das Kreditinstitut übernimmt eine Garantie für den Kunden. Im Gegenzug muss der Kunde dem Kreditinstitut eine Avalprovision zahlen (ein bis 2,5 Prozent pro Jahr).

Baufinanzierung

Darlehen, die zum Bau von Immobilien verwendet werden. Üblich ist eine lange Laufzeit, die Auszahlung richtet sich nach dem Baufortschritt.

Bauspardarlehen

Innerhalb eines Bausparvertrages können Bauspardarlehen gewährt werden. Der Betrag ergibt sich aus der Differenz zwischen Bausparsumme und Bausparguthaben.

Betriebsmittelkredit

Betriebsmittelkredit für den Erwerb von Betriebsmitteln (kurzfristiger Finanzbedarf). Beispiel: Finanzierung des Umlaufvermögens.

Blankokredit

Blankokredite werden ohne Kreditversicherungen abgeschlossen, wobei eine gute Bonität des Kunden Voraussetzung ist.

Dispositionskredit

Kurzfristiger Kredit, der dem Kunden auf seinem Kontokorrentkonto (auch Girokonto) bereitgestellt wird. Im Grunde bedeutet der „Dispo" eine Kontoüberziehung, für die es keine festen Rückzahlungsvereinbarungen gibt. Die Höhe des Dispositionskredits richtet sich nach der Höhe der regelmäßigen monatlichen Einkünfte und beträgt in der Regel das Dreifache der monatlichen Einkünfte.

Lieferantenkredit

Zahlungsaufschub, welcher ein Lieferant seinem Kunden innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens einräumt. Absicherung des Kredites durch einen Eigentumsvorbehalt des Lieferanten.

Ratenkredit

Ratenkredite werden über einen bestimmten Zeitraum hinweg in gleich bleibenden Raten zurückgezahlt und umfassen einen festen Darlehensbetrag.

Tilgungsfreie Darlehen

Darlehen wird erst am Ende der Kreditlaufzeit beispielsweise durch eine fällige Lebensversicherung getilgt. Während der Laufzeit sind lediglich die vereinbarten Zinsen zu zahlen. Oftmals werden statt der Tilgungsbeiträge Beiträge für Lebensversicherungen oder Bausparverträge entrichtet. Auch: Fälligkeitsdarlehen oder Festdarlehen.

Unternehmerkredit

Existenzgründer (gewerblich und freiberuflich) können sich über einen Unternehmerkredit der KfW finanzieren. Der Kredit dient zur langfristigen Finanzierung von Investitionen in Deutschland, wobei die Zinssätze festgeschrieben sind.

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Wissenswertes - Glossar

Im Anschluss finden Sie die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Kredit kurz und bündig erklärt, so dass auch Sie sich schnell im Banken Fachjargon zu Recht finden.

Ablösesumme: Betrag, der an die Kreditvergebende Bank gezahlt werden muss, um den Kredit vollständig zurückzuführen.

Amortisation: Termingerechte Tilgung einer geschuldeten Geldsumme – Grundlage ist ein festgelegter Tilgungsplan mit Kreditraten und Zahlungsterminen.

Annuität: Monatsraten eines Kredites, welche über die gesamte Laufzeit gleich hoch sind – Raten enthalten Zins- und Tilgungsanteil.

Aval: die Bank übernimmt eine Bürgschaft, d.h. sie gewährt ihre eigenen Kreditwürdigkeit statt eines Geldbetrages.

Bearbeitungsgebühr: entstehende Kosten für einen Kredit, welche in die zu zahlenden Raten mit eingerechnet und bei der Berechnung des effektiven Zinssatzes berücksichtigt werden. Fälligkeit: einmalig. Abhängig von Kreditbetrag und Laufzeit.

Bonität und Bonitätsprüfung: Zahlungsfähigkeit bzw. Kreditwürdigkeit einer Person = Basis für die Krediteinräumung. Bei der Bonitätsprüfung entscheidend: frei verfügbares Einkommen, Dauer des Beschäftigungsverhältnisses, Schufa-Auskunft.

Bruttokreditbetrag: Höhe des Kredites, welche vom Kunden beantragt wurde zzgl. einmaliger Kosten. Bei einem Ratenkredit gilt: Bruttokreditbetrag = Nettokreditbetrag + Bearbeitungsgebühr.

Bürgschaft: Vertrag zwischen dem Bürger und dem Gläubiger eines Dritten. Damit verpflichtet sich der Bürge für die Erfüllung der Verbindlichkeiten des Gläubigers einzustehen.

Darlehen: siehe Kredit

Effektiver Jahreszins/Effektivzins: Zinssatz, der für einen Kredit auf das gesamte Jahr gerechnet insgesamt bezahlt werden muss. Inhalte: Zinsen für den überlassenen Kredit, Bearbeitungsgebühr, Kreditnebenkosten. Gemäß der Preisangabenverordnung müssen alle Banken den effektiven Jahreszins angeben. Die Höhe des Effektivzinses unterscheidet sich je nach Institut. Diese hängt u. a. von der Kreditsumme, der Laufzeit und der Bonität des Kreditnehmers ab.

Einkommensnachweis: Belege über das regelmäßige Einkommen des Kreditnehmers, in der Regel die Gehaltsabrechnungen oder der Rentenbescheid. Ab bestimmten Beträgen werden auch Kontoauszüge verlangt, die den Eingang des Gehaltes bzw. der Rente nachweisen.

Einzugsermächtigung: Erteilte Erlaubnis des Kontoinhabers für die automatische Abbuchung von Beträgen via Lastschrift von seinem Konto. Einzugsermächtigung kann widerrufen werden. Dient dazu regelmäßig fällig Zahlungen einzuhalten.

Fälligkeit: Festgelegter Termin an dem die zu zahlenden Monatsrate fällig ist, also bezahlt werden muss.

Festzins: Vertraglich festgelegter Zinssatz für eine bestimme Laufzeit, in welcher dieser nicht verändert werden kann.

Finanzierung: Unter einer Finanzierung versteht man den Eigentumserwerb an einem Gut wie beispielsweise einem Fahrzeug über einen Kredit. Erst wenn der Vertrag ausgelaufen und der Betrag vollständig beglichen ist, gehört das Gut dem Kunden.

Finanzierungsplan: Dient der Ermittlung der Gesamtkosten für eine Finanzierung und stellt fest wie hoch der dafür nötige Kredit sein muss. Der Finanzierungsplan zeigt also die Differenz zwischen den Gesamtkosten und dem Eigenkapital auf.

Forderung: Anspruch des Kreditgebers gegenüber dem Kreditnehmer mit allen Pflichten und Rechten.

Gesamtkreditbetrag: Summe des Nennbetrages, der Bearbeitungsgebühren und der Zinsen. Diese Summe muss während der Kreditlaufzeit in monatlichen Raten zurückgezahlt werden. Dividiert man den Gesamtkreditbetrag durch die Laufzeit (Anzahl der Monate), erhält man die Höhe der Monatsraten.

Girokonto: siehe Kontokorrentkonto

Gläubiger: Kreditgeber mit Anspruch auf Zahlung von Zinsen und der Rückzahlung des Kredites durch den Kreditnehmer.

Insolvenz: Zahlungsunfähigkeit einer Privatperson oder eines Unternehmens. Die betreffende Person ist dauerhaft nicht mehr in der Lage laufende Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Abwicklung der Insolvenz: Insolvenzverfahren (in Deutschland)

Insolvenzverfahren: Abwicklung der Insolvenz mit dem Ziel alle Gläubiger mit den verbliebenen Vermögenswerten des Schuldners zu bedienen. Die Verteilung erfolgt meist anteilig zur Höhe der offenen Forderung. Rechtliche Basis: Insolvenzverordnung.

In Kürze stehen Ihnen hier noch weitere Begriffe zur Verfügung.

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