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Die Führerscheinänderungen 2013 im Überblick

sunlight t 65 aussenEs ist einmal wieder soweit: der Führerschein wird „überholt" und alle Besitzer, vor allem Neulinge haben zukünftig einiges zu beachten. Nicht nur, dass der nach der Prüfung ausgestellte Führerschein nicht mehr ein Leben lang Gültigkeit behält. Auch neue Führerscheinklassen sorgen auf den ersten Blick vielleicht etwas für Verwirrung. Im Folgenden haben wir für Sie alle Änderungen und Neuerungen einmal zusammengefasst.

Im Überblick

01Was ist neu ab dem 19.01.2013: Die wesentlichste Änderung dieser Neuregelung: der Führerschein ist nicht mehr ein Leben lang gültig, sondern muss alle 15 Jahre erneuert werden. Dies bezieht sich aber nur auf das Dokument selbst, nicht aber die Prüfungen.

02Gibt es eine Umtauschpflicht: Eine Pflicht zum Umtausch gibt es derzeit nicht, allerdings sind die alten Führerscheine nur noch bis zum 19.01.2033 gültig. Spätestens hier muss man sich also einen neuen Führerschein holen.

03Warum gibt es diese Neuregelung: Gemäß dem Bundesverkehrsamt ist der Hauptzweck dieser Neuregelung die Sicherstellung aktueller Namen und Lichtbilder auf dem Führerschein. Auch die Fälschungssicherheit wird damit erhöht.

04Wie sieht der neue Führerschein aus: Wer seinen Führerschein schon nicht mehr im Papierformat hat, wird kaum eine Änderung merken. Der neue Führerschein bleibt im Scheckkartenformat und wird mit zwei bedruckten Seiten ausgestellt.

05Welche neuen Führerscheinklassen oder Neuregelungen gibt es: Neu ist hier die Führerscheinklasse B96. Diese ist speziell für Wohnwagenfahrer interessant. Ist sie doch eine kostengünstige Alternative zur Führerscheinklasse BE, welche zum uneingeschränkten Ziehen von Anhängern dient.

06Weitere betroffene Führerscheinklassen: Doch für den ein oder anderen mag diese Änderung auch Nachteile mit sich bringen. Gerade in der Land- und Forstwirtschaft. Für die Klasse T muss die aktuelle Tätigkeit in der Landwirtschaft nachgewiesen werden.

07Schlüsselzahlen: Die Schlüsselzahlen geben über gesundheitliche Beeinträchtigungen Aufschluss, sofern diese die Fahreignung beeinflussen. Brillenträger werden hier beispielsweise zukünftig die Ziffer 01 auf ihrem Führerschein finden.

Was ist neu ab dem 19.01.2013?

Wer ab dem 19.01.2013 seinen Führerschein ausgestellt bekommt – egal ob Führerscheinneuling oder Fahrerlaubnisverlängerung - muss diesen alle 15 Jahre neu beantragen. Dabei gilt die Regelung nur für das Dokument selbst, den scheckkartengroßen Führerschein also. Prüfungen, ärztliche Untersuchungen oder Gesundheitstests sind davon nicht betroffen. Konkret heißt das, dass Führerscheinbesitzer, die ihren Schein nach dem 19.01.2013 erhalten, zukünftig eben alle 15 Jahre zur Führerscheinstelle müssen und sich dort gegen eine Gebühr von 24 Euro (inkl. Bearbeitungsgebühren, Herstellungskosten, Registrierung der Daten im zentralen Fahrerlaubnisregister beim Kraftfahrtbundesamt) einen neuen Führerschein ausstellen lassen müssen. Neu sind auch verschiedene Fahrerlaubnisklassen.

Ab dem 19.01.2013 ausgestellte Führerscheine müssen alle 15 Jahre neu beantragt werden (3. EU Führerscheinrichtlinie)
Erneute Prüfungen oder ärztliche Untersuchungen sind für normale Führerscheinklassen nicht notwendig
Gebühren in Höhe von 24 Euro fällig
Herstellung zentral in der Bundesdruckerei Berlin

Gibt es eine Umtauschpflicht?

Generell gibt es derzeit keine Umtauschpflicht. Das bedeutet, dass sich Besitzer des alten Führerscheins (Papierform) und des bisherigen Scheckkarten-Führerscheins (2. EU Führerscheinrichtlinie - Einführung 1999: Scheckkartenformat mit Buchstabensystem) zumindest bis zum 19.01.2033 keine Sorgen machen müssen. Denn solange gelten die alten Papiere noch. Erst nach 30 Jahren greift die Umsetzung einer EU-Richtlinie nach welcher das Nebeneinander unterschiedlicher nationaler Regelungen beendet werden soll. Wer im Ausland unterwegs ist und auf Nummer sicher gehen möchte, sollte jedoch lieber den Scheckkarten-Führerschein beantragen. Grundsätzlich müssen aber alle vor dem 19.01.2013 ausgestellten Führerscheine bis 2033 umgetauscht werden.

Neuregelung gilt für ab dem 19.01.2013 ausgestellte Führerscheine
Alle alten Führerscheine bleiben bis 19.01.2033 gültig

Wer seinen alten jedoch verliert, bekommt zukünftig automatisch den neuen Schein in scheckkartenform und muss diesen alle 15 Jahre neu ausstellen lassen. Auch hier ist das persönliche Erscheinen auf der KFZ-Stelle nötig. Mitzubringen sind der bisherige Führerschein, ein biometrisches Lichtbild (35 x 45 mm) ohne Kopfbedeckung und ein gültiger Personalausweis oder Reisepass.

Warum gibt es diese Neuregelung?

Laut Bundesverkehrsamt soll diese Führerscheinneuregelung dazu dienen, dass Namen und vor allem auch Lichtbilder auf den Führerscheinen regelmäßig aktualisiert werden. Auch die Fälschungssicherheit wird damit erhöht. Polizeibeamte müssen viele verschiedene Dokumente erkennen, welche teilweise bislang sehr leicht gefälscht werden konnten. Durch die Einführung des einheitlichen Führerscheins wird nicht nur einem Fälschen entgegen gewirkt. Damit sollen auch Besitzer eines unrechtmäßigen Führerscheins aufgedeckt werden.

Die 3. EU Führerscheinrichtlinie setzt zudem die mit der 2. EU Führerscheinrichtlinie begonnene EU-weite Harmonisierung in großen Teilen des Fahrerlaubnisrechtes fort und ersetzt diese ab dem 19.01.2013.

Wie sieht der neue Führerschein aus?

Der neue Schein wird im Scheckkartenformat mit zwei bedruckten Seiten geliefert. Auf der Vorderseite findet man das Ausstellungsland, wichtige persönliche Daten und das biometrische Passbild. Die Rückseite gibt Auskunft darüber, welche Fahrzeugklassen der Besitzer bewegen darf. Um die Fälschungssicherheit zu erhöhen können die EU-Mitgliedsstaaten Hologramme und Mikrochips auf dem Führerschein unterbringen. Die Gestaltung und die Inhalte sind dann europaweit einheitlich. Der Führerschein ist nicht mit einem Chip ausgestattet. So können alle Angaben ohne Zuhilfenahme technsicher Hilfsmittel ausgelesen werden.

Inhalte des neuen Führerscheins

  • 1. Name
  • 2. Vorname
  • 3. Geburtsdatum und -ort
  • 4a. Ausstellungsdatum
  • 4b. Ablaufdatum
  • 4c. Ausstellungsbehörde
  • 5. Führerscheinnummer
  • 9. Sämtliche Fahrerlaubnisklassen des Inhabers
  • 10. Datum der Fahrerlaubniserteilung der jeweiligen Klasse
  • 11. Gültigkeitsdatum befristet erteilter Faherlaubnisklassen
  • 12. Beschränkungen und Zusatzangaben (einschließlich Auflagen) in verschlüsselter Form
  • 13. Feld für Eintragungen anderer Mitgliedstaaten nach Wohnsitzwechsel ins Ausland
  • 14. Weiteres Feld für eine Eintragung des Erteilungsdatums (s. Nr. 10)

Welche neuen Führerscheinklassen oder Neuregelungen gibt es?

Neu ist die B 96 Führerscheinklasse, welche ohne großen Aufwand und relativ geringe Kosten erlangt werden kann. Diese gilt für Kraftfahrzeuge unter 3,5 t in Verbindung mit einem Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg. Wichtig: das Gesamtgewicht der Fahrzeugkombination darf 4250 kg nicht überschreiten. Diese neue Klasse soll vor allem Wohnwagenbesitzern und Wohnmobilisten zu Gute kommen. So dürfen Besitzer zukünftig Wohnmobile bis 3,5 t samt Anhänger bewegen. Auch junge Familien mit Caravan können profitieren: bislang durften diese mit der Führerscheinklasse B nur Gespanne bis 3,5 t bewegen. Geräumige Wohnwagen in Verbindung mit Kombis oder Vans als Zugwagen waren damit undenkbar. Mit dem B 96 wird die Gewichtsgrenze nun um 750 kg erhöht und lässt neue Kombinationen zu. Wer noch die alte Klasse 3 besitzt, benötigt den B 96 nicht, da er eh schwerere Gespanne bewegen darf.

Wie erlange ich den neuen B 96?

Um den B 96 zu erhalten ist keine Prüfung notwendig. Stattdessen muss eine mind. 7-stündige Fahrschulung absolviert werden. Möglich sind hier eintägige Gruppenschulungen (bspw. in Fahrsicherheitszentren von Automobilclubs) oder Einzelstunden beim Fahrlehrer. Wer sich für eine Gruppenschulung entscheidet wird mit max. 7 weiteren Personen in die Welt des Anhängerfahrens eingewiesen. Dabei teilen sich max. 4 Teilnehmer ein PKW-Caravan-Gespann in der 3,5 Stunden dauernden praktischen Übung in welcher u. a. Gefahrenbremsungen, Hindernisausweichen, Rangieren und Einparken geübt wird. Von der verbleibenden Zeit sind 2,5 Stunden für die Theorie und eine Stunde für eine Fahrt im öffentlichen Straßenverkehr in Begleitung des Fahrlehrers – hier muss natürlich jeder selbst fahren. Ist die Schulung abschlossen, erhält man eine Teilnahmebestätigung mit welcher man bei der Führerscheinstelle die Eintragung im Führerschein veranlassen kann.

Weitere betroffene Führerscheinklassen

Für Personen, die in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren, kann der Umtausch des Führerscheins Nachteile mit sich bringen. Wer nicht schon die zum 01.01.1999 eingeführte Fahrerlaubnisklasse T besitzt, sondern nur die Klasse 3 muss auch weiterhin in der Land- oder Forstwirtschaft tätig sein, um die Klasse T erteilt zu bekommen. Wer also nichts mehr der Land- oder Forstwirtschaft zu tun hat, wird die neue Klasse T nicht erhalten können. Ist man jedoch weiterhin dort tätig, kann die Eintragung gegen eine Gebühr von 24 Euro problemlos beantragt werden.

Führerscheinklasse 2 - zeitliche Befristungen verpflichtend

Besitzer der Führerscheinklasse 2 müssen sich zukünftig auch an die europaweit eingeführten zeitlichen Befristungen bei LKW- und Busfahrerlaubnissen halten. Inhaber der Klasse 2, welche diese bis zum 31.12.1998 erworben haben, dürfen nur noch bis zu ihrem 50. Lebensjahr Fahrzeuge der Klasse C oder CE führen. Wer weiterhin schwere Lastkraftwagen bewegen möchte, sollte mind. 2 Monate vor dem 50. Geburtstag einen Verlängerungsantrag stellen. Hier sind nicht nur ein Lichtbild, der Personalausweis und der Führerschein notwendig, sondern auch ein ärztliches Zeugnis und eine Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung des Sehvermögens vorzulegen. Die Gebühr bei Verlängerung beläuft sich auf 37,50 Euro.

Gesonderte Prüfung für Trikes und Dreiradroller

Auch Fahrer von Trikes und Dreiradrollern mit und ohne Anhänger müssen in Zukunft eine gesonderte Prüfung ablegen. Denn diese Fahrzeuge fallen nun mehr nicht mehr unter die PKW-Klasse, sondern werden mit Motorrädern gleichgestellt. Das Ziehen eines Anhängers ist damit nicht mehr möglich. Geplant ist diese Änderung aber nur für Führerscheinneulinge. Wer seinen PKW-Führerschein vor dem 19.01.2013 erhalten hat, darf auch weiterhin Trikes und Dreiradroller sogar mit Anhänger bewegen. Wer einen A1 besitzt darf dreirädrige Kraftfahrzeuge bis 15 kW führen. Leistungsstärkere Trikes benötigen die Klasse A.

Erweiterung der Motorradklassen zum Jugendschutz

Ebenso hat sich bei den Motorrädern einiges getan. Der wohl dahinter stehende Gedanke: Schutz der Jugend, um durch Leichtsinn und Übermut provozierte Unfälle zu reduzieren. So wurde die Motorradklasse nun um den AM, A1 und A2 erweitert, der für Leichtkrafträder gilt. Hier entfällt die bisherige Beschränkung auf 80 km/h. Die beschränkte Klasse A gibt es für Führerscheinneulinge nicht mehr. Hier konnten Motorradfans den Führerschein der Klasse A erwerben und durften zwei Jahre lang nur Motorräder mit beschränkter Leistung (34 PS) fahren. Nach zwei Jahren entfiel diese Sperre automatisch und es konnten ohne weitere Beantragung oder Prüfung auch größere Maschinen bewegt werden.

Diese Klasse wird nun durch den A2 ersetzt, welcher das Führen von Motorrädern bis zu 48 PS und einem Leistung/Leergewicht-Verhältnis von nicht mehr als 0,2 kW/kg erlaubt. Der PS-Aufstieg ohne Prüfung entfällt: so muss man nach Ablauf der zwei Jahre eine praktische Fahrprüfung ablegen. Erst nach deren Bestehen, dürfen Zweiräder mit mehr als 48 PS bewegt werden.

Dem vorgeschaltet ist der A1. Dieser berechtigt zum Führen von Leichtkrafträdern mit 125 ccm und 11 kW, sofern das Leistung/Leergewicht-Verhältnis von 0,1 kW/kg nicht überschritten wird. Im Gegenzug fäl,lt die bisher geltende bauartbedingte Beschränkung auf 80 km/h bei minderjährigen Fahrern weg.

Zusammenfassung der Klassen M und S

Die Führerscheinklassen M und S für zwei- und dreirädrige Kleinkrafträder und Leichtfahrzeuge bis 45 km/h und 50 ccm Hubraum (bzw. 4kW Nenndauerleistung bei Elektromotoren) werden zur Klasse AM zusammengefasst. Dazu kommt hier die Erlaubnis vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit den genannten technischen Werten fahren zu dürfen, solange das Leergewicht 350 kg (ohne Batterie bei Elektrofahrzeugen) nicht überstiegen wird.

Die neuen Führerscheinklassen im Überblick

Sehen Sie schnell und auf einen Blick welche Führerscheinklassen es nun gibt und welche ggf. für Sie interessant ist. Gerade Führerscheinneulinge sollten hier, sofern sie ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen bewegen wollen, einen Blick darauf werfen.

Klasse
Beschreibung
AM
Zwei- und dreirädrige Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h (bei Verbrennungsmotoren: Hubraum nicht größer als 50 ccm bzw. bei Elektromotoren: Nennleistung bis 4 kW).
A1
Krafträder mit einem Hubraum von nicht mehr als 125 ccm und einer Nennleistung von nicht mehr als 11 kW. Das Leistung/Leergewicht-Verhältnis darf 0,1 kW/kg nicht übersteigen. Auch: dreirädrige Kraftfahrzeuge bis 15 kW.
A2
Krafträder bis 35 kW Leistung mit einem Leistung/Leergewicht-Verhältnis, welches 0,2 kW/kg nicht übersteigt.
A
Alle Krafträder und dreirädrige Kraftfahrzeuge.
B
Kraftfahrzeuge ausgenommen Krafträder und dreirädrige Kraftfahrzeuge, die eine zulässige Gesamtmasse von nicht mehr als 3.500 kg aufweisen und nicht mehr als acht Sitzplätze außer dem Fahrersitz besitzen. Dies gilt auch für einen Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg oder einem schwereren Anhänger, sofern die zulässige Gesamtmasse der Kombination die Grenze von 3.500 kg nicht überschreitet.
BE
Kombination aus einem Zufahrzeug der Klasse B und einem Anhänger, wobei die zulässige Gesamtmasse des Anhängers 3.500 kg nicht übersteigen darf.
C1
Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3.500 kg, aber nicht mehr als 7.500 kg und nicht mehr als acht Sitzplätzen (außer dem Führersitz). Auch: Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg.
C1E
Kombination aus deinem Zugfahrzeug der Klasse C1 und einem Anhänger über 750 kg. Auch: Zugfahrzeug der Klasse B und einem Anhänger über 3.500 kg, wobei die zulässige Gesamtmasse der Kombination jeweils 12.000 kg nicht übersteigen darf.
C
Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3.500 kg und nicht mehr als acht Sitzplätzen (außer dem Führersitz). Auch: Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg.
CE
Kombination aus einem Zugfahrzeug der Klasse C und einem Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg.
D1
Kraftfahrzeuge bis zu einer Länge von 8 Metern, welche zu einer Beförderung von mehr als acht (aber nicht mehr als 16 Personen) außer dem Fahrzeugführer ausgelegt und gebaut sind. Auch: mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg.
D1E
Kombination aus einem Zugfahrzeug der Klasse D1 und einem Anhänger über 750 kg zulässiger Gesamtmasse.
D
Kraftfahrzeuge zur Beförderung von mehr als 8 Personen (außer dem Fahrzeugführer). Auch: mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg.
DE
Kombination aus einem Zugfahrzeug der Klasse D und einem Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg.
L
Zugmaschinen bis 40 km/h - mit Anhänger 25 km/h - die bauartbedingt für die Verwendung für land- und forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind bzw. für solche Zwecke eingesetzt werden. Auch: selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Futtermischwagen, Stapler und andere Flurförderfahrzeuge bis jeweils 25 km/h. Auch: mit Anhänger.
T
Zugmaschinen bis 60 km/h, selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Futtermischwagen bis 40 km/h, welche bauartbedingt für die Verwendung für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind oder eingesetzt werden. Auch: mit Anhänger.

Mindestalter und Fahrprüfung

Wer einen Führerschein erhalten möchte, muss hierfür grundsätzlich eine theoretische und praktische Ausbildund und Prüfung ablegen. Bei de Klasse L entfällt die Praxis. Bei einer Erweiterung von B auf BE, C1 auf C1E, D auf DE und D1 auf D1E entfällt der theoretische Teil. Möchte man die Führerscheinklasse von A1 auf A2 bzw. von A2 auf A erweitern, muss man diese Fahrerlaubnis mind. 2 Jahre besitzen und muss nach einer theoretischen und praktischen Ausbildung nur noch eine praktische Prüfung ablegen.

  • 15 Jahre für Mofa-Prüfbescheinigung
  • 16 Jahre für die Klassen AM, A1, L und T
  • 17 Jahre für begleitetes Fahren mit B, BE
  • 18 Jahre für die Klassen A2, B, BE, C1 und C1E
  • 20 Jahre für Klasse A bei Vorbesitz von A2
  • 21 Jahre für Klassen C, CE, D, D1E sowie Trikes der Klasse A
  • 24 Jahre für die Klassen D,DE,A

Schlüsselzahlen

Auf dem Führerschein werden gesundheitliche Beeinträchtigungen in verschlüsselter Form vermerkt, sofern diese Auswirkungen auf die Fahreignung haben und somit die Erteilung der Fahrerlaubnis unter Auflagen oder mit Einschränkungen erforderlich machen. Mit diesen Schlüsselzahlen werden auch Zusatzangaben vermerkt, um Lücken zu schließen, sofern die Fahrerlaubnisklassen nicht mit dem Umfang der bisherigen Berechtigung inhaltsgleich sind. Diese Erweiterungen werden im Feld 12 vermerkt. Dreistellige Schlüsselzahlen gelten nur in Deutschland, zweistellige hingegen EU-weit.

  • 01: Sehhilfe erforderlich
  • 02: Hörhilfe erforderlich
  • 78: nur Fahrzeuge mit Automatikgetriebe
  • 79.02: nur drei- und vierrädrige Fahrzeuge der Klasse AM
  • 79.03: nur dreirädrige Fahrzeuge
  • 79.04: nur dreirädrige Fahrzeuge mit Anhänger bis 750 kg
  • 79.05: Krafträder mit einem Leistungsgewicht über 0,1 kW/kg
  • 79.06: Anhänger über 3.500 kg
  • 96: Gespanne bis 4.250 kg
  • 171: Busse bis 7.500 kg nur ohne Fahrgäste
  • 172: Busse nur ohne Fahrgäste
  • 174: alle Zugmaschinen bis 40 km/h
  • 175: KfZ bis 25 km/h bzw. 50 ccm
  • 184: Auflagen zum begleiteten Fahren

Wer sich überfordert fühlt oder seinen alten Führerschein nicht hergeben möchte, kann erst einmal erleichtert aufatmen. Bis 19.01.2013 gilt die Bestandswahrung. Das bedeutet alte Führerscheine und die damit ausgestellten Fahrzeugklassen bleiben bis dahin gültig. Wichtig ist, dass man bei der Umstellung darauf achtet, dass auch alle alten Besitzstände auf die neue Karte übertragen werden.

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