Stellplätze für Wohnmobil und Wohnwagen
Gerade das autarke Gefühl, an kein bestimmtes Ferienziel gebunden zu sein, ist es, was Reisemobilisten so schätzen. Man kann sich an den schönsten Plätzen der Welt niederlassen und dort eine grandiose Zeit erleben. Gefällt es einem nicht mehr, fährt man einfach weiter und sucht nach der nächsten Stelle, die einem zusagt. Pauschaltouristen müssen mit ihrer Ferienanlage vorlieb nehmen, Wohnmobilreisende haben die freie Auswahl an Ländern und Orten. Doch die Urlaubstour sollte gut geplant sein. Bestimmt macht es immens viel Spaß, einfach ins Blaue zu fahren und zu schauen, wo man übernachten kann. Für Individualisten ist dies sicherlich das Größte. Doch gerade Familien beispielsweise sollten im Vorfeld planen, wo der beste und geeignetste Stellplatz ist, damit sie diesen direkt anfahren können. Denn ein Stellplatz verheißt ja nicht nur einen sicheren Ort für die Übernachtung, sondern in der Regel auch die nötigen Erfordernisse wie Frischwasserauffüllstationen, Fäkalienentsorgung oder Landstrom. All dies werden Sie in freier Natur kaum finden.
Hinzu kommt, dass Campingplätze in der Regel sehr viel sicherer sind als freie Plätze an der Straße oder auf Parkplätzen, so das Wildcampen in dem jeweiligen Land überhaupt erlaubt ist. Denn dadurch, dass sich auf Campingplätzen viele Camper aufhalten, trauen sich Langfinger seltener an diese Orte, um dort Beute zu machen. Auf abgelegenen Parkplätzen in der freien Natur passt ein Wohnmobil eher schon einmal ins Beuteschema und wird entsprechend auseinandergenommen. Schlecht, wenn Sie sich in diesem Fall noch im Reisemobil aufhalten. In solch einem Fall hilft in der Regel nur noch, nicht den Helden zu spielen und die Räuber machen zu lassen, damit man nicht Gefahr läuft, durch eine Kurzschlusshandlung des Täters verletzt zu werden. Sicherlich muss auch auf Campingplätzen mit Langfingern gerechnet werden, aber die Gefahr ist deutlich geringer als auf freien Stellplätzen, weil Campingplätze meist geschlossene Systeme, manche sogar mit Security, sind und die Anwesenheit der Nachbarcamper drum herum dann eher abschreckend wirkt. Schließlich könnte ja ein benachbarter Camper aufmerksam werden und die Polizei alarmieren. Für Familien mit Kindern ist es schon aus diesem Grund empfehlenswert, zumindest über Nacht den Schutz eines Campingplatzes zu nutzen.
Doch wie findet man nun den geeigneten Stellplatz? Europa hat viele schöne Länder und Städte zu bieten. In welche Richtung die Tour führen soll, hängt gewiss von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Für die Planung der Plätze stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Besorgen Sie sich, wenn Sie ein Freund des gebundenen Buches sind, den ADAC-Stellplatzführer. Der ADAC hat insgesamt 3.400 Stellplätze in fast ganz Europa zusammengetragen und bewertet. Hier finden Sie Stellplätze in Deutschland, aber auch in allen anderen begehrten Urlaubsregionen wie zum Beispiel Schweden, Portugal, Österreich, Schweiz oder auch Slowenien. Besonders interessant an dem ADAC-Stellplatzführer ist der Serviceteil. Sie können also nicht nur die Campingplätze entlang Ihrer Route, die Sie fahren möchten, festlegen, sondern sich gleichzeitig schlaumachen über den jeweiligen Campingplatz. Der ADAC hat Informationen zusammengetragen über die Preise für die einzelnen Übernachtungen, die Freizeitangebote vor Ort oder auch die Kategorisierung des Platzes. Denn inzwischen gibt es ja sogar schon 5-Sterne-Campingplätze. Außerdem erfahren Sie Wissenswertes hinsichtlich der Ausflugsziele rund um den ausgesuchten Campingplatz. Doch der Service des ADAC geht noch einen Schritt weiter. Gerade für Anfänger, die sich erstmalig mit dem Hobby Reisemobil beschäftigen, ist dieser ADAC-Guide besonders interessant. Denn hier können Sie nachlesen, wie Sie Ihr Wohnmobil zum Beispiel richtig beladen. Ebenso informiert der Guide über die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen des Landes, in das Sie gerne reisen möchten.
Wenn Ihnen Campingplätze nicht zusagen und Sie doch lieber außerhalb dieser Stellplätze übernachten möchten, so sollten Sie einen Blick werfen in den Bordatlas, der für das Jahr 2009 neu aufgelegt wurde. Hier können Sie die schönsten Plätze in ganz Europa außerhalb von Campingplätzen nachlesen. Die Autoren haben über 4.500 offizielle Standplätze zusammengetragen, an denen Sie ebenso sicher stehen können. Anhand von Übersichtskarten können Sie sich anschauen, wo die einzelnen Stellplätze liegen. Auch in diesem Guide werden die Sehenswürdigkeiten rund um die Orte genannt, sodass man gleich planen kann, was man sich auf jeden Fall anschauen möchte. In diesem Stellplatzführer finden Sie ebenfalls wichtige Informationen rund um den ausgesuchten Stellplatz. Denn nicht nur Sehenswürdigkeiten sind interessant, sondern auch, wo der nächste Landstromanschluss ist oder wo man Frischwasser auffüllen kann. Der Bordatlas gibt hinsichtlich dieser wichtigen Themen detailliert Auskunft. Der Vorteil an Büchern ist natürlich, dass Sie diese während der Tour mitnehmen und im Handschuhfach verstauen können. Gerade für die Anfahrten ist dies nicht unwichtig. Sie können sich aber ebenso gut auch im Netz schlaumachen. Sämtliche Angebote liegen natürlich auch online vor. Und da die meisten Fahrzeuge heutzutage über ein Navigationssystem verfügen, ist auch die Anfahrt kein Problem, da das Navi Sie sicher ans Ziel bringt. Ob Sie nun ein gebundenes Buch oder die elektronische Variante bevorzugen, spielt letztlich keine Rolle. Denn beide Arten geben Ihnen detailliert Auskunft über die schönsten Stellplätze innerhalb Europas, sodass Sie in Ruhe auswählen können, wohin die nächste Tour gehen soll.
