Feedback

Das Aufstelldach

Wenn Sie sich für diese Dachvariante entscheiden, schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn zum einen ermöglicht das Aufstelldach die gewünschte Stehhöhe im Wohnraum Ihres Wohnmobils. Und zum anderen sorgt es für mehr Platz an Bord. Damit fungiert das Aufstelldach als Alternative zwischen dem eher einfachen Hubdach und dem großen Hochdach.

Die Vorteile eines Aufstelldaches

Das Aufstelldach bietet einige Vorteile, welche bei der Überlegung für die Dachauswahl unbedingt miteinbezogen werden sollten. Das große Plus ist natürlich die dazu gewonnene Stehhöhe. Gerade wer länger in seinem Wohnmobil unterwegs ist, wird die Möglichkeit aufrecht stehen zu können, gerne nutzen.

Zusätzliches Bett

Darüberhinaus ermöglicht ein Aufstelldach den Einbau eines zusätzlichen Bettes. Hierbei muss man jedoch berücksichtigen, dass die Stehhöhe bei aufgestelltem Dach im Bereich des Bettes eingebüßt wird. Doch da Betten meist zu Zeiten aufgesucht werden, in denen man sich nicht mehr im Wohnraum aufhält, sollte dies nicht unbedingt ein Nachteil sein.

Kein Problem in Parkhäusern

Ein weiterer Punkt für diese Dachvariante ist, dass die Höhe des Basisfahrzeuges weitgehend erhalten bleibt, wenn das Dach zugeklappt wird. Somit sind Probleme mit dem Parken in Garagen oder Parkhäusern oder der Besuch von Waschanlagen schlicht nicht vorhanden.

Ein weiterer Vorteil bei zugeklapptem Dach ist, dass Ihr Camper in der Basis als PKW erhalten bleibt. Das bedeutet, dass Sie Zugang zu den Standplätzen haben, die für Wohnmobile gesperrt sind. Auch braucht Sie die Querstange, die in Parkhäusern in einer Höhe von zwei Metern angebracht sind, um die Durchfahrt für Wohnmobile zu verhindern, nicht stören.

Varianten des Aufstelldaches

alt

Aufstelldächer gibt es in verschiedenen Varianten: für den kurzen oder den langen Radstand. Hierbei gibt Ihr Basisfahrzeug die Version vor. Ebenso können Sie wählen zwischen der Variante, die vorne und der, die hinten aufgestellt wird.

Im Überblick

  • Aufstelldach für kurzen Radstand
  • Aufstelldach für langen Radstand
  • Aufstellung vorn
  • Aufstellung hinten

Die Küche ist entscheidend

Bei dieser Entscheidung ist wichtig, wohin Sie in Ihrem Camper die Küche verbauen möchten. Bei einer seitlich angebrachten Küche und einem Sitzbereich im Heck des Reisemobils empfiehlt sich ein Aufstelldach, das vorne aufstellbar ist. Möchten Sie lieber eine Heckküche einbauen, so sollte das Aufstelldach eher hinten aufstellbar sein, da Sie dann die Stehhöhe in diesem Bereich benötigen.

Aufstelldach nur im Sommer

Schlussendlich sollten Sie aber im Kalkül haben, dass Aufstelldächer sich nur für den Sommerbetrieb eignen. Denn ein großer Teil des Daches besteht schlicht aus Zeltstoffbahnen. Die Zeltstoffbahn schützt zwar vor Wind und Regen, isoliert aber nicht den Innenraum. Daher müssten Sie im Winterbetrieb sehr viel heizen, um den Wohnraum angenehm warm zu halten. Eine alternative Abhilfe sind Isoliermatten. Aber diese Matten sind letztlich doch nur ein Kompromiss und isolieren keinesfalls in dem Umfang wie dies eine gute Isolierung tut.

Funktionsweise

Das Aufstelldach besteht im Wesentlichen aus einer Kunststoffdachschale an welche Scharnierbeschläge angebracht sind. Diese Scharniere sind entweder hinten oder vorne am Fahrzeug angeschlagen. Der Anschlag ist abhängig von der Version. Das Dach selbst wird dann mithilfe von Gasdruckfedern oder eines federunterstützten Gestänges geöffnet. Aufstellen lässt sich das Dach nur an einer Schmalseite. Dies kann die hintere oder auch die vordere Kante sein. Wird das Dach nun aufgestellt, entfaltet sich die bereits erwähnte Zeltstoffbahn und komplettiert die Dachkonstruktion.

Weiter zum Hochdach.