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Abwassertank im Wohnmobil

KanisterDas erzeugte Abwasser darf laut Gesetzgeber nicht einfach in der freien Natur abgelassen werden. Ebenso wenig dürfen Sie das Abwasser in einen öffentlichen Gully laufen lassen. Auch hier gelten klare gesetzliche Vorgaben. Bei einer Verklappung von Abwasser in nicht sachgemäße Behälter drohen empfindliche Bußgelder. Diese Maßnahmen dienen dem Schutz der Umwelt und sind insofern absolut sinnvoll. Aus diesem Grund müssen Sie einen Abwassertank in Ihr Wohnmobil einbauen und natürlich auch Entleeren wenn dieser voll ist.

Große Auswahl im Handel

Der Handel hält eine reichhaltige Auswahl an Tanks bereit. Die robusten Kunststofftanks gibt es in vielen verschiedenen Abmessungen, sodass auch für Ihren Camper das richtige Maß sicherlich dabei sein wird. Machen Sie sich im Fachhandel schlau, welcher Abwassertank für Ihr Fahrzeug in Frage kommt. Bei den Abwassertanks unterscheidet man zwischen dem Unterflurabwassertank und einem Tank im Fahrzeuginneren. Beide Varianten haben ihre Berechtigung und entsprechende Vor- und Nachteile. Beispielsweise ist die Geruchsbelästigung bei einem Unterflurabwassertank fast nicht vorhanden, dafür muss dieser Tank inkl. Leitungen besonders ausgestattet werden (isoliert, beheizt), sollte der Campingbus auch im Winter eingesetzt werden. Ein Tank im Inneren benötigt keinerlei Ausschnitte oder Durchführungen nach außen, sodass ihr Fahrzeug unberührt bleibt, dafür sind die Tanks meist mit einem geringeren Fassungsvermögen ausgestattet.

Arten von Abwassertanks

Wie beim gesamte Wohnmobilausbau kommt es hier darauf an, wo und mit welchem Zweck Sie Ihren Camper nutzen möchten. Wer gerne mal über das Wochenende verreist, benötigt keinen 100 Liter Unterflurabwassertank. Wer hingegen gerne autark mehrere Tage steht, der sollte den Abwassertank doch etwas größer dimensionieren. Nicht zu vergessen dabei: das zusätzliche Gewicht. Neben dem Gewicht der Einrichtung, der Sitzbank, dem Gepäck und natürlich Ihnen selbst und den Mitreisenden, spielt natürlich auch der Füllgrad Ihrer Tanks eine entscheidende Rolle. Hier sollten Sie darauf achten, dass die zulässige Zuladung auch bei gefüllten Tanks (Frisch- und Abwasser) nicht überschritten wird. Bekanntlich wiegt ein Liter Wasser ein Kilogramm, sodass hier schnell einiges an Gewicht zusammen kommt.

Abwassertank im Fahrzeuginneren

Wenn Sie in Ihrem Wohnmobil aufgrund der baulichen Vorgaben einen Abwassertank nicht unter dem Fahrzeugboden verbauen können oder wollen, so müssen Sie für den Tank ein Plätzchen im Inneren des Fahrzeuges suchen. Hierbei gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Allen gemein ist eben die Unterbringung im Fahrzeuginneren. Klar, dadurch ist das Platzangebot beschränkt. Gerade bei Campingbussen wie dem VW T5 oder Opel Vivaro ist der Platz im Inneren nicht unbegrenzt. Es heißt also Wasserkanister geschickt unterbringen und mit dem vorhandenen Wasser auch haushalten können.

Abwasserkanister und Abwassersack

Wenn Sie unter der Spüle, unter der Sie ganz sicher eine Vorrichtung zum Auffangen des Abwassers benötigen, einen Platz für einen Abwasserkanister einplanen, sind Sie schon auf der sicheren Seite. Diese Methode eignet sich ebenfalls für das Handwaschbecken in der Nasszelle.Hier wird in der Regel die gesamte Wasseranlage direkt unter der Spüle untergebracht. Klar der Wasserkanister ist mit einer Tauchpumpe und einer entsprechenden Leitung zum Wasserhahn versehen, der Abwasserkanister hingegen hat einen Abfluss, welcher das verbrauchte Wasser wieder auffängt. Zwar ist das Fassungsvermögen dieser Kanister beschränkt, in der Regel liegt dieses bei ca. 19 Litern, dafür können sie aber auch leicht transportiert werden wodurch das Auffüllen und Entleeren erleichtert wird. Auch die Reinigung der Kanister geht relativ einfach von der Hand und zudem können diese im Fall der Fälle schnell und kostengünstig ersetzt werden. Natürlich können die Kanister während der Fahrt dank dem Gewinde auch mit einem Deckel sicher verschlossen werden, sodass ein Wasserschaden im Inneren ausgeschlossen werden kann.

Ebenso sinnvoll ist ein Abwassersack, den es im Zubehörhandel zu kaufen gibt. Diese Säcke sind gummierte, flexible Behälter. Sie können an den unterschiedlichsten Stellen verbaut bzw. eingesetzt werden. Sie können entweder unter dem Fahrzeug an den dafür vorgesehenen Abwasserstutzen befestigt werden oder aber im Fahrzeuginneren ähnlich einem Kanister untergebracht werden. Ebenso gibt es Varianten, die bei Ankunft auf dem Campingplatz ausgepackt und draußen aufgestellt werden. Durch ein Verbindungsrohr am Fahrzeugboden kann der Sack an das Wassersystem angeschlossen werden und sammelt das Abwasser sicher außerhalb des Fahrzeuges - die Geruchsbelästigung geht gegen null. Auch die Entleerung gestaltet sich dank des transportablen Sacks relativ einfach - auch man sich erst einmal daran gewöhnen muss das wabbelnde Etwas zur Entsorgungsstation zu tragen.

Einfache Lösungen sind nicht immer die Besten

Natürlich funktioniert nach wie vor auch die gute, alte Methode eines simplen Eimers unter der Spüle, welcher das Abwasser auffängt. Diese Methode hat aber durchaus ihre Nachteile. Sicherlich verwenden Sie beim Spülen Tenside, also Waschmittel und Seifen, um fetthaltige Reste vom Geschirr entfernen zu können. Das Abwasser ist also ein Laugengemisch mit Seifenanteilen. Mücken zum Beispiel stehen, aus welchen Gründen auch immer, auf dieses Seifengemisch. Sie können also davon ausgehen, dass, wenn Sie zu dieser Lösung greifen und den Eimerinhalt nicht schnellstens entsorgen können, in absehbarer Zeit von den unliebsamen Tierchen Besuch bekommen. Dies ist mit ein Grund, warum Abwasser in fest geschlossenen Systemen gesammelt wird. Sollten Sie weder in noch unter Ihrem Camper Platz haben zum Einbau eines Abwassersystems, müssen Sie nicht verzweifeln. Auch über diesen Fall hat sich die Industrie Gedanken gemacht.

Kein Platz für ein Abwassersystem

Für solche Zwecke gibt es transportable Abwassertanks. Diese sinnvolle Einrichtung hat unter dem Tank Rollen, mit denen der Abwassertank bewegt werden kann. Muss nun Abwasser abgeleitet werden, rollen Sie den Tank einfach unter den Abwasserschlauch, der sich unter dem Boden Ihres Fahrzeuges befindet. Das Abwasser fließt in den Tank. Ist der Tank dann voll, rollen Sie ihn einfach zur nächsten Entleerstation und entsorgen dort Ihr Abwasser. Sicherlich ist der Unterflurabwassertank die bessere Alternative. Doch es gibt eben auch Grundrisse, in denen sich ein Unterbodentank nicht einbauen lässt. Für diese Fälle sind die alternativen Abwasserbehälter, die im Wageninneren benutzt werden können, durchaus sinnvoll.

Der Unterflurabwassertank am Wohnmobil

115720 0 wassertank 45 literAm wenigsten Platz nimmt ein sogenannter Unterflurabwassertank weg. Dieser Tank wird, wie der Name schon sagt, unter dem Fahrzeug eingebaut. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die baulichen Vorgaben Ihres Basisfahrzeuges dieses zulassen. Im Zubehörhandel erhalten Sie eine Vielzahl an Tankvarianten in den unterschiedlichsten Abmessungen. Sicherlich werden Sie hier fündig.

Feste Installation nötig

Selbstverständlich muss der Unterflurabwassertank fest installiert sein. Sie bekommen die meisten Tanks bereits mit einem stabilen Montageset, mit dem Sie den Tank unverrückbar unter dem Fahrzeugboden aufhängen können. Dies ist notwendig, damit Ihr Tank sich während der Fahrt nicht lösen und evtl. für einen Unfall sorgen kann.

Lüftung gegen Geruch

Die meisten Tanks sind ebenso mit einer Entlüftungsleitung versehen. Dies ist wichtig, damit es im Laufe der Zeit nicht zu einer Geruchsbelästigung durch die verschiedenen gesammelten Abwasser kommt. Denn wer möchte, wenn er zu seinem trauten Wohnmobil zurückkehrt von einer unangenehmen Geruchswolke empfangen werden.

Bodenfreiheit beachten

Wenn Sie sich für einen Unterflurabwassertank entscheiden, sollten Sie unbedingt darauf achten, wie viel Bodenfreiheit Ihr Fahrzeug hergibt. Kaufen Sie einen zu großen Tank, werden Sie damit nicht lange Spaß haben. Denn, wenn der Tank zu dicht über dem Boden hängt, kann es Ihnen passieren, dass Ihnen beim nächstbesten Stein oder bei der nächsten Bodenwelle, der Tank kommentarlos leckschlägt oder gar abreißt. Ein teurer Spaß, wenn man bedenkt, dass der Unterboden Ihres Wohnmobils Schaden nehmen könnte und dass Sie zudem gleich einen neuen Tank kaufen müssen. Ganz abgesehen von dem ausgelaufenen Abwasser in der Natur.

Frostgefahr im Winter

Haben Sie jedoch einen für Ihr Wohnmobil passenden Tank gefunden, der in den Abmessungen gut unter Ihr Fahrzeug passt, spart Ihnen das im Innenraum natürlich jede Menge Platz. Somit stehen Ihnen die Stauräume für andere Einbauten zur Verfügung. Wichtig bei der Überlegung einen Unterflurabwassertank einzubauen, ist auch die Frostgefahr. Der Tank, der unter dem Fahrzeug verbaut wird, ist natürlich Wind und Wetter ausgesetzt. Dies birgt, gerade im Winter, einige Tücken. Die meisten Unterflurabwassertanks sind aus Kunststoff gefertigt. Der Frost kann dem Kunststoff also nichts anhaben. Dafür aber dem Inhalt.

Anomalie des Wassers

Wenn Sie im Winter Ihren Camper mit einem prall gefüllten Abwassertank bei Minusgraden draußen stehen lassen, kann es schnell passieren, dass das Abwasser einfriert. Gemäß der Anomalie des Wassers, hat auch gefrorenes Wasser die Angewohnheit, seine Dichte zu verändern und sich auszudehnen. Bis zu einem gewissen Grad wird die Kunststoffummantelung des Tanks dieser Kraft sicher strotzen, doch irgendwann wird der Kunststoff nachgeben und reißen.

Bei Minusgraden vorsorgen

Die Folge wäre, dass ein neuer Tank her müsste. Ebenso kann das Entlüftungssystem durch Kondenswasser, das einfriert, einen Schaden nehmen. Daher müssen Sie zwingend darauf achten, wenn Sie Ihren Camper im Winter nicht in Betrieb nehmen und im Wohnraum heizen, dass alle Leitungen und Tanks mit Frostschutzmittel versehen und komplett geleert sind, damit ein solcher Schaden nicht entstehen kann.

Unterflurabwassertanks sind bestens geeignet, um im Innenraum Ihres Wohnmobils für mehr Platz zu sorgen und somit eine gute Alternative zu im Innenraum verbauten Tanks, wenn denn die Bauweise des Basisfahrzeuges einen externen Einbau zulässt.

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