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Duschen im Wohnmobilausbau

Klassische feste Nasszelle versus moderne Außendusche

ArgostimebadWer über den eigenen Ausbau nachdenkt, wird sicher vielleicht früher oder später die Frage stellen: soll ein Waschbereich mit Toilette und Dusche integriert werden oder nicht. Die Campermeinungen bzgl. des Duschens im Wohnmobil gehen weit auseinander. Wer auf der Seite der Befürworter steht, findet hier einige Tipps und Anregungen wie ein Waschbereich im Basisfahrzeug integriert werden kann. Natürlich hängt die Umsetzbarkeit hier auch stark vom gewählten Basisfahrzeug ab. In einem VW T5 oder Opel Vivaro wird eine Dusche wohl eher weniger Platz finden - hier kann vielleicht eine mobile Toilette untergebracht werden. Bei Kastenwagenvarianten wie dem Fiat Ducato sieht es hier natürlich schon anders aus. Hier ist nicht nur die nötige Stehhöhe vorhanden, auch der Platz ist ausreichend, sodass ein gewisser Raum für die Dusche abgezweigt werden kann.

Im Überblick

Auf was man vorab achten sollte

Ist man gerade an der Planung des eigenen Wohnmobilausbaus und denkt über den Einbau eines Waschbereiches nach, sollte man vorab unbedingt die mögliche Zuladung des Basisfahrzeuges ermitteln und in die Planung mit einbeziehen. Wer gerade noch 100 kg übrig hat, sollte sich lieber eine Alternative zum festinstallierten Duschbereich ansehen. Ebenso wichtig, ist natürlich der zur Verfügung stehende Platz. Stehhöhe – welche für das Duschen sicherlich eine Grundvoraussetzung ist – ist natürlich nur bei entsprechend großen Basisfahrzeugen oder einem Hochdach gegeben. Neben dem Platz nach oben, spielt aber auch die Grundfläche des Waschbereiches eine Rolle. Kann eine separate Duschwanne integriert werden? Hat ein extra Waschbecken Platz? Kann in der Dusche noch bequem geduscht werden? Da das Einweichen des Innenraums möglichst verhindert werden sollte, damit spätere Feuchtigkeitsschäden verhindert werden, empfiehlt sich die Integration eines Duschbereichs mit festen Stellwänden und einer Tür. Ein einfacher Duschvorhang wird hier nur schwer für die nötige Dichtigkeit sorgen. Wobei wir schon beim nächsten Thema wären: der Abdichtung des Duschbereichs. Gerade hier sollte große Sorgfalt angewendet werden. Man möchte schließlich nicht nach ein paar Jahren einen schrottreifen Wohnmobilausbau haben.

Die verschiedenen Möglichkeiten bei einer Dusche im Wohnmobilausbau

Grundsätzlich gibt es hier zwei Möglichkeiten: die klassische Dusche mit Nasszelle im Wageninneren und moderner Lösungen außerhalb des Fahrzeuges. Bei der ersten Variante kann man vollkommen ungestört, auch mit Warmwasser und beheizter Umgebung duschen. Dafür läuft man Gefahr einen Wasserschaden im Fahrzeug zu erzeugen - gerade wenn die Nasszelle nicht fachgerecht abgedichtet ist. Die zweite Lösung ist zwar weniger persönlich, ist dabei aber flexibler nutzbar und vor allem günstiger. Auch ein Wasserschadenim Fahrzeuginneren ist hier ausgeschlossen.

Traditioneller Komplettausbau mit Nasszelle

Wer ausreichend Zuladung, Platz und Ressourcen mit bringt, kann über den Einbau einer kompletten Nasszelle nachdenken. Fertigbauteile sucht man hier allerdings vergebens. Am besten ist es Boden und Wände zu verkleiden und natürlich alle Fugen wasserdicht zu verschließen. Hier kann auch auf Wandverkleidungen für den Sanitärbereich zurückgegriffen werden. Im Handel gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Plastikbodenwannen, welche in der Nasszelle integriert werden können. Je nach Platz und Vorlieben kann man bei der Dusche auf einen gewöhnlichen Duschvorhang oder Schiebetüren zurückgreifen.

Wer hier wenig Platz zur Verfügung hat (beispielsweise eine Grundfläche von 90 x 80 cm) muss schon etwas mit der Anordnung tricksen, damit die einzelnen Komponenten noch bequem genutzt werden können. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich aber auch hier eine Plastikduschwanne (auf die ideale Höhe für den Wasserabfluss achten), ein kleines Waschbecken (klappbar) mit Spiegel und eine Toilette integrieren. Am besten ist es noch eine Belüftungsmöglichkeit bspw. mit Hilfe einer Dachluke zu schaffen. Zur Grundausstattung einer jeden Dusche gehören neben drei Stellwänden und einer Rollladenschiebetür natürlich auch die Duschwanne, die Duscharmatur und ein Duschvorhang. Wer auch warm duschen möchte kann einen Warmwasserboiler samt Wasserfilter und Leitungen installieren. Nicht vergessen: auch das Abwasser muss in einem geeigneten Tank aufgefangen werden.

Unkonventionell: mobile Toilette und Außendusche

Solardusche-20LiterMöchte man nicht unbedingt jeden Tag im Campingurlaub duschen, sondern für den Notfall gewappnet sein, sollte man sich die Variante mit integrierter Porta Potti Toilette und einer Außendusche einmal genauer ansehen. Die Toilette kann hier bspw. unter dem Bett, in einem Schrank oder einem angepassten Holzkasten untergebracht werden. So stört die Toilette nicht nur nicht im Gesamtbild des Fahrzeuges, sondern kann je nach Ausführung platzsparend integriert und sogar mit Hilfe eines Deckels (bei der Kastenvariante) noch als Ablage genutzt werden. Für den Notfall kann zudem eine Außendusche mitgeführt werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Solardusche - günstige Alternative

Im Handel bereits erhältlich sind sogenannte Solarduschen. Diese benötigen einen Wasseranschluss und erwärmen das eingeführte Wasser mit Hilfe von Kollektoren bis auf 70 Grad Celsius. Wer eine kostengünstigere Alternative sucht, kann auch eine Solardusche der einfacheren Art verwenden.

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Hier wird ein spezieller schwarzer Behälter mit Wasser gefüllt und vor Gebrauch etwa 2-3 Stunden in die Sonne gehängt. Ist das Wasser temperiert kann mit Hilfe einer Duschbrause das erwärmte Wasser zum Duschen genutzt werden.

Fantasievolle Eigenkonstruktionen als Duschmöglichkeit

Ebenfalls denkbar sind Eigenkonstruktionen. Kanister oder ähnliche Behälter für das Duschwasser, eine handelsübliche Gartendusche, welche mit Hilfe eines Duschvorhanges blickdicht gemacht wird (beispielsweise kann hier ein Hula-Hopp-Reifen mit Hilfe von Vorhangringen und einem Duschvorhang in eine Duschkabine verwandelt werden), oder eine Duschvorrichtung, die am Heck des Fahrzeuges integriert oder angebracht ist (hier kann mittels einer T-Schiene bei aufgeklapptem Heck ein Duschvorhang eingezogen werden) und so ebenfalls störende Blicke verhindert. Das Wasser kann mittels Kanister und Druckpumpe in die Duscharmatur gepumpt werden. Natürlich kann auch eine Außenwassersteckdose eingebaut werden, an welche die Wasserversorgung des Wohnmobilausbaus angeschlossen wird. Beispielsweise kann auch eine Duschbrauche am Spülbecken festgeschraubt und durch das Fenster nach außen geführt werden. Eine Minidusche kann auch unter der Kofferraumklappe installiert werden. Wer hier mit einer Folie den Innenraum vor Wasser schützt, kann sich so seinen eigenen kleinen Waschbereich schaffen.

Wildcamper Feeling Wildcamper Wohnmobilausbau Bausatz

Für Camper die in Ihrem Urlaub die Möglichkeit haben wollen eine Toilette oder Dusche zu nutzen, sollte gerade kein Campingplatz oder ähnliches zur Verfügung stehen, finden sich am Markt bereits einige knifflige Lösungen. Wer lieber selbst bastelt, kann hier ebenfalls die tollsten Lösungen entwickeln. Und wer doch lieber eine Komfortnasszelle im Wohnmobilausbau bevorzugt, sollte auf jeden Fall auf die Zuladung, die Dichtigkeit der Duschkabine und eine ausreichenden Belüftungsmöglichkeit achten. Inspiration kann man sich natürlich bei allen Wohnmobil- und Wohnwagenherstellern holen.

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