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Die Pumpsysteme im Wohnmobil

Nachdem die Planung bezüglich des Frischwassertanks abgeschlossen ist, müssten Sie sich nun Gedanken über das geeignete Pumpsystem machen, mit dem Sie das Frischwasser aus dem Tank in die Wasserleitung und somit in die Hähne Ihrer Installationen bekommen. Hier gibt es grundsätzlkich zwei Varianten: die druckgesteuerten Pumpen die das Wasser wie daheim befördern und die drucklosen Pumpen, die das Wasser nur bei Betätigung des Schalters und damit Schließung des Stromkreislaufes zum Spülbecken bringen. Beide Pumpenarten haben ihre Vor- und Nachteile, benötigen aber unterschiedliche Armaturen.

Pumpsysteme gibt es in verschiedenen Ausführungen, angefangen von einfachen Tauchpumpen bis hin zu selbstansaugenden Automatikpumpen. Entscheidend für den Einbau ist, auf wie viel Komfort Sie Wert legen. Sicherlich liefern die Tauchpumpen, die sich preislich im unteren Segment befinden, nicht eine solche Leistung wie die Automatikpumpe. Reicht es Ihnen, die Pumpe von Hand zu betätigen, damit Wasser aus dem Hahn fließt? Oder soll das Wasser, wie von zuhause gewohnt, direkt ohne Umschweife aus der Armatur laufen? Hiernach wird sich richten, welches Pumpsystem für Sie in Frage kommt. Gleichwohl spielt, wie bei allen Einbauten, auch hier wieder Ihr Geldbeutel eine große Rolle.

Druckgesteuerte Pumpen wie Druckpumpen
Drucklose Pumpen wie Tauchpumpen

Entscheiden Sie selbst

Neben dem Wasserkomfort im Wohnmobilausbau sollten Sie bei Ihrer Entscheidung auch noch weitere Punkte mit in Betracht ziehen. Tauchpumpen sind einfacher, dafür aber auch deutlich günstiger. Ist eine Pumpe einmal kaputt, kann diese schnell, einfach und vorallem kostengünstig getauscht werden. Druckpumpen hingegen sind deutlich teurer und laufen nicht immer reibungslos. Muss die Pumpe hier einmal ersetzt werden, muss man schon tiefer in die Tasche greifen. Tauchpumpen erhalten Sie oft schon ab 10 EUR, bei den Druckpumpen müssen Sie meist schon ein Vielfaches hinlegen.

Druckgesteuerte Pumpen

Wasserpumpe Druckpumpe Frischwasser WohnmobilausbauGrundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um das Wasser aus dem Frischwassertank in die Leitungen und aus dem Hahn zu bekommen. Zum einen drucklose und zum anderen druckgesteuerte System. Druckgesteuerte Pumpen sind die komfortabelste Lösung. Das macht sich allerdings auch im Preis bemerkbar. Denn solche Systeme sind meist teurer als einfache Tauchpumpen. Das Besondere: Frischwasser steht bei diesem System ständig zur Verfügung und kann sogar auf mehrere Zapfstellen aufgeteilt werden.

Im Überblick

Arbeitsweise einer druckgesteuerten Pumpe

Bei einem druckgesteuertem System handelt sich um Automatikpumpen, die das Wasser ständig in der Leitung halten, indem sie dieses automatisch selbst ansaugen. Dabei arbeitet die Pumpe durch den 12-Volt-Anschluss elektrisch. Klar, der Stromkreis ist hier dauerhaft geschlossen, das Wasser wird ständig in der Leitung gehalten. Möchte man nun Hände waschen, muss man lediglich wie daheim den Wasserhahn betätigen. Tauchpumpen hingegen halten das Wasser nicht in der Leitung, sie benötigen auch keine dauerhafte Stromversorgung. Erst wenn der Schalter betätigt und damit der Stromkreislauf geschlossen wird, arbeitet die Pumpe und saugt das Wasser nach oben.

Besondere Hähne bei Automatikpumpen

Folglich benötigen Sie bei Druckpumpen Hähne, die sich absperren lassen, damit nicht ständig Wasser nachläuft. Diese Automatikpumpen sind seitens der Hersteller bereits mit einem Rückschlagventil und meist auch mit einem Druckschalter ausgestattet. Der Druckschalter tritt immer dann in Aktion, wenn der Druck in der Leitung unter einen bestimmten Wert absinkt. Um zu verhindern, dass die Pumpe bereits bei minimalem Druckabfall zu pumpen beginnt, bauen Sie am besten einen Druckausgleichsbehälter ein.

Vorteile druckgesteuerter Systeme

Die Automatikpumpe erinnert fast an das Wassersystem in der Wohnung zuhause. Ihr großer Vorteil ist, dass gleich mehrere Armaturen mit Wasser versorgt werden können. Ebenso ist dieses System hervorragend dafür geeignet auch die Warmwasserbereitung, den Durchlauferhitzer oder die Therme mit im Wasserversorgungssystem zu bedienen. Mit der Automatikpumpe erwerben Sie, wenn Sie so wollen, den Rolls-Royce unter den Wasserpumpen und müssen somit nicht auf den gewohnten Komfort verzichten.

Anforderungen an die Leitungen

Da bei diesem System die Leitungen ständig unter Druck stehen, sind einige Anforderungen für einen korrekten Betrieb erforderlich. Hier müssen die Schläuche nicht nur druckfest sein, auch der Schlauchdurchemsser spielt eine Rolle. Durch den Dauerstrom sollte auch eine Sicherung installiert werden. Damit die Pumpe nicht ständig anspringt, kann auch ein Druckausgleichsbehälter installiert werden.

Druckfeste Schläuche

Für den Einbau einer Automatikpumpe zur Frischwasserförderung innerhalb Ihres Wohnmobils benötigen Sie druckfeste Wasserschläuche. Einfache Schläuche helfen hier nicht weiter, da das Leitungssystem ständig unter Druck steht. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass der Zuleitungsschlauch platzt.

Schlauchdurchmesser und Sicherung

Es empfiehlt sich, den Schlauch zwischen Tank und Pumpe mit einem größeren Durchmesser zu wählen als den Verbindungsschlauch von Pumpe zur Armatur. Im Allgemeinen geht man von einem Verhältnis von einem Schlauch in ½ “ zum anderen Schlauch in 3/8 “ aus. Mit diesem Verhältnis verhindern Sie, dass der Wasserdruck schnell absinkt, wenn an mehreren Armaturen gleichzeitig Wasser benötigt wird. Den 12-Volt-Anschluss der Pumpe schließen Sie am besten mit einem Leitungsquerschnitt von 2,5 Millimetern an. Die Sicherung sollte eine 10-A-Sicherung sein.

Druckausgleichbehälter und Leitungsmaterial

Der Druckausgleichsbehälter, der sinnvoll ist, damit nicht bei einem minimalen Druckabfall bereits die Pumpe ihre Tätigkeit aufnimmt, wird mittels eines Schlauchstücks über ein T-Stück mit der Druckwasserleitung verbunden. Das Leitungssystem selbst kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Gebräuchlich sind Schlauchleitungen aus PVC. Diese Schläuche sind hitzebeständig und hygienisch unbedenklich. Im Handel erhalten Sie für dieses System eine reichhaltige Auswahl an Zubehör. Zudem ist das System aus Kunststoffrohren schnell einzubauen. Man verbindet die einzelnen Rohre einfach und bequem mit Schnellkupplungen oder Steckverschraubungen. Auch hierfür erhalten Sie im Handel ein umfangreiches Repertoire an Zubehör.

Auch eine Möglichkeit ist das Leitungssystem aus Polypropylen-Rohren. Dieses Material ist ebenfalls wärmebeständig. Es ist ebenso schnell zu verlegen und wird mit Steckfittings miteinander verbunden.

Achtung bei Kupferrohren

Lange Zeit galten Kupferrohre als das Nonplusultra in der Verlegung von Wasserleitungen. Kupferleitungen tun nach wie vor ihren Dienst, denn die Technik ist äußerst robust. Ein Nachteil der Kupferleitungen ist aber, dass sie bei Minusgraden im Winter, gerade wenn das Wohnmobil nicht geheizt wird, zum Platzen neigen. Daher sollten Sie, wenn Sie Kupferrohre verlegen, darauf achten, im Winter bei Nichtbenutzung des Campers alle Leitungen rechtzeitig leerlaufen zu lassen, damit dieser kapitale Schaden erst gar nicht auftreten kann.

Zwar sind Druckpumpen im Gebrauch komfortabler als die einfacheren Tauchpumpen, dafür muss man bei der Installation der Wasseranlage auch einiges beachten. Zwar ziehen die Pumpen nicht massig Strom, dennoch sind sie ein Verbraucher der ständig an der Bordbatterie hängt. Wenn die Pumpen ihren Dienst aufnehmen, macht sich dies meist auch in der Geräuschkulisse bemerkbar - hier spielen Tauchpumpen einen Vorteil aus, sind diese in der Regel doch sehr laufruhig.

Drucklose Pumpen für den Wohnmobilausbau

TauchpumpeEin druckloses System ist sicherlich die einfachste und günstigste Variante, um Frischwasser aus den Armaturen zu bekommen. Hierbei handelt es sich um simple Vorrichtungen, die im einfachsten Betrieb per Hand betrieben werden. Durch die Arbeitsweise ist der Aufbau eines Druckes innerhalb der Pumpe nicht erforderlich, da das Wasser durch die Pumpbewegung aus dem Tank herausgesaugt wird. Diese einfache Tauchpumpe ist zweckmäßig, aber wenig komfortabel. Dafür sind die Pumpen nicht sehr störungsanfällig und günstig in der Wiederbeschaffung.

Im Überblick

Arbeitsweise einer drucklosen Pumpe

Die Arbeitsweise beim drucklosen System ist ein recht einfaches Prinzip. An der Stelle, an der Wasser entnommen werden soll, meistens am Waschtisch- oder dem Spülbeckenrand, wird beispielsweise eine Handpumpe montiert. Der Anschlussstutzen der Pumpe wird mit dem Wassertank verbunden. Hierfür verwendet man einen für Trinkwasser geeigneten Schlauch. Ist die Installation komplett, wird das Frischwasser von Hand durch mehrere Pumpbewegungen aus dem Tank in die Leitung und somit in die Armatur gepumpt. Nach drei bis vier Mal pumpen fließt bereits das Wasser. Alternativ können Tauchpumpen mit Elektroanschluss verbaut werden. Durch Umlegen eines Schalters wird hier der Stromkreislauf geschlossen und die Pumpe saugt das Wasser an - das Wasser fließt also, sobald der Schalter geschlossen wird - das Anpumpen mit der Hand entfällt hier.

Nachteile einer drucklosen Pumpe

Bei kurzen Ausflügen ist solch ein druckloses System sicherlich eine kostengünstige Alternative. Doch wenn Sie mit Ihrem Camper  auf große Fahrt gehen, wird es schnell an seine Grenzen stoßen. Stellen Sie sich vor Ihre Hände sind ölverschmiert, da Sie einen Ölwechsel vornehmen mussten. Nun stehen Sie vor Ihrer Pumpe und müssen erst einmal mit einer verschmutzen Hand den Pumpmechanismus in Gang bringen, bevor Sie über fließendes Wasser verfügen können. Diese Pumpbewegung muss in etwa drei- bis vier Mal ausgeführt werden, damit das Wasser fließen kann. In der Zwischenzeit haben Sie die Armatur schon ganz ordentlich verdreckt. Alternativ kann eine elektrische Tauchpumpe mit Fußschalter verbaut werden. So können sie die Pumpe mithilfe eines Fußtrittes betätigen und ihre schmutzigen Hände sofort waschen.

Wenn Sie mit Kindern reisen, bietet sich dieses System kaum an. Kinder werden des Öfteren mit schmutzigen Händen oder Füßen heimkommen. In solchen Fällen ist das drucklose System aus der Erfahrung heraus einfach viel zu unpraktisch.

Vorteile von drucklosen Systemen

Wenn Sie hingegen Ihren Camper auch als Zweit- oder Firmenwagen nutzen, kann ein solches System wiederum einen großen Vorteil bieten. Denn es ist aufgrund der Bauweise leicht demontierbar, sodass Sie es schnell ausbauen können, ohne vorher erst einmal umständlich eine elektrische Pumpe abklemmen zu müssen. Auch bei elektrischen Varianten ist der Anschluss sehr leicht. Die Pumpe kann nicht nur leicht demontiert werden, sondern ist auch in der Wiederbeschaffung sehr günstig.

Anforderungen an die Leitungen

An die Leitungen bei den einfachen, drucklosen Pumpsystemen werden keine besonderen Anforderungen gestellt. Hierfür reichen trinkwassergeeignete Schläuche als Verbindung zwischen Armatur und Tank absolut aus. Die einfachen Pumpsysteme erfordern kein ausgeklügeltes Leitungssystem, da die einzige Verbindung zwischen Frischwassertank und Wasserhahn aus einem Schlauch besteht. Wichtig ist es nur, bei diesem Schlauch darauf zu achten, dass er aus einem hygienisch unbedenklichen Material und somit für die Verteilung von Trinkwasser geeignet ist.

Pumpen für drucklose Pumpsysteme

Die einfachste Variante bei drucklosen Pumpsystemen ist die Handpumpe. Diese Version der Pumpe gibt es auch als Fußpumpe, wie sie auf Toiletten in Sportbooten gerne verbaut wird. Diese Pumpe ist sicherlich die einfachste und günstigste Variante der drucklosen Pumpen, tut aber ihren Dienst, wenn man keine zu hohen Erwartungen an Komfort und Leistung stellt.

Mögliche Pumpen

Handpumpen
Fußpumpen
Elektrische Tauchpumpen

Die elektrische Tauchpumpe

Zu den einfacheren drucklosen Systemen zählt auch die elektrische Tauchpumpe. Sie arbeitet ähnlich wie die manuelle Tauchpumpe. Der Unterschied hierbei ist, dass diese Pumpe elektrisch betrieben wird. Man verwendet dieses Prinzip oft bei der Wasserentnahme aus Kanistern. Die Arbeitsweise ist denkbar einfach. Hierbei wird ein Wasserschlauch zusammen mit einem 12-Volt-Kabel in den Tank oder den Kanister gehängt. Den Strom für die Pumpentätigkeit liefert das wasserdicht abgeschlossene, zweiadrige 12-Volt-Kabel. Folglich ist hier kein Pumpen per Hand nötig, da die Pumpe mit Hilfe des Stroms das Wasser herauf befördert. Beide Pumpsysteme sind simple Konstruktionen, die aber dennoch ihren Dienst tun, wenn man keine großen Ansprüche an Komfort und Leistung stellt.

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