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Eine Gasheizung im Wohnmobil - oft ist Gas schon mit an Bord

Truma Combi 4 Heizung im WohnmobilausbauViele Wohnmobilbesitzer entscheiden sich für eine Gasheizung. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Gas wird in den meisten Reisemobilen als Energiequelle bereits mitgeführt. Es wird benötigt, um zum Beispiel den Kocher zu betreiben. Das meist verwendete Gas ist sicherlich das Propangas, welches es in Flaschen zu kaufen gibt. Für eine Gasheizung muss also keine zusätzliche Energiequelle eingebaut werden.

Vorschriften für den Einbau im Wohnmobil

Wie für alle gasbetriebenen Geräte gelten auch für die Gasheizung strenge Sicherheitsvorschriften. Diese Vorschriften dienen Ihrer eigenen Sicherheit. Denn Gas kann unter Umständen zu einem gefährlichen Element werden, wenn zum Beispiel die Abgase beim Verbrennen des Gases nicht nach außen geleitet werden. Das Einatmen des Kohlenmonoxids, das beim Verbrennungsprozess von Gas freigesetzt wird, kann äußerst üble Auswirkungen auf Leib und Leben haben. Auch nicht ungefährlich ist es, wenn Gas unbemerkt durch ein Leck in der Leitung austritt und ins Wohnmobilinnere gelangt. Da handelsübliches Gas geruchsneutral ist, werden Sie das Austreten nicht sofort bemerken. Das Einatmen jedoch kann zu gefährlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Schlussendlich ist Gas auch explosiv. Bemerken Sie einen Gasaustritt nicht und stellen zum Beispiel den Kocher an, kann ein Funke genügen, der eine Explosion auslöst. Man mag nicht darüber nachdenken, welche Folgen dies für das Wohnmobil und die Passagiere haben könnte. Aus diesen Gründen unterliegt der Einbau einer Gasheizung den äußerst strengen Vorschriften.

DVGW-Vorschrift für Gasheizungen

Die zu verbauende Heizung muss den Anforderungen der DVGW-Vorschrift genügen. Hier sind alle Regeln, die auf einen Betrieb mit Flüssiggas angewendet werden müssen, aufgezählt. Zu diesen Regeln gehört beispielsweise, dass für eine Wohnmobilheizung eine geschlossene Abgasführung vorgeschrieben ist. Die Abgase, die beim Verbrennen des Gases zwingend entstehen, müssen also komplett nach außen abgeführt werden, ohne die Möglichkeit zu haben, ins Wohnmobilinnere zu gelangen. Ebenso ist vorgeschrieben, dass die Brenner-Luftzuführung, der Verbrennungsraum und die Abgasführung zum Fahrzeuginnenraum absolut dicht sein müssen. Es darf keinerlei Möglichkeit bestehen, dass das Gas oder dessen Abgase in den Wohnraum gelangen könnten.

Allgemeine Bauartgenehmigung und Prüfsiegel

Eine weitere Vorschrift besagt, dass nachgewiesen werden muss, dass die zu verbauende Heizung in Fahrzeugen verwendet werden darf. Die Hersteller von Gasheizungen müssen also, bevor die Heizungen in den Handel gelangen, erst beim Kraftfahrt-Bundesamt vorstellig werden und die Geräte abnehmen lassen. Ist dieser Nachweis vollbracht, so erhält die Heizung vom Kraftfahrt-Bundesamt die sogenannte Allgemeine Bauartgenehmigung. Mit dieser Allgemeinen Bauartgenehmigung erhält die Heizung dann das Prüfsiegel, die Wellenlinie. Dieses Prüfsiegel muss auf jedem geprüften Gerät, das mit Gas betrieben wird, zu finden sein. Ist dies nicht der Fall, kaufen Sie ein solches Gerät bitte nicht. Die Vorschriften besagen, dass Sie in Ihr Wohnmobil nur Geräte einbauen dürfen, die sowohl die Bauartgenehmigung als auch die Wellenlinie besitzen. Somit kaufen Sie geprüfte Qualität, die Sie unbesorgt in Betrieb nehmen können. Hinzu kommt, dass Sie die Heizung, die beide Merkmale aufweist, sogar während der Fahrt betreiben dürfen. Die Bauartgenehmigung und das Prüfsiegel sind gleichsam die Erlaubnis dafür.

Gasheizungen mit und ohne Gebläse

Gasheizungen gibt es in zwei Varianten. Es gibt sie mit oder ohne Gebläse. Die preisgünstigere, aber auch weniger komfortable Heizung ist die ohne Gebläse, die sogenannte Konvektionsheizung. Diese Heizung arbeiten nach dem physikalischen Prinzip, dass warme Luft nach oben steigt. Konvektion bedeutet das Mitführen von Wärme in einem Luftstrom. Damit dieses Prinzip greifen kann, muss die Heizung jedoch im Raum völlig frei stehen. Somit geht wertvoller Wohninnenraum verloren. Der Gasbrenner, der frei im Innenraum steht, erhitzt einen Wärmetauscher. Der Wärmetauscher gibt nun in einer geringen Luftströmung die warme Luft an die Umgebung ab. So erwärmt sich nach und nach der Wohnraum. Ein Vorteil dieser Arbeitsweise ist natürlich der geringe Preis. Hinzu kommt, dass keine Energie in Form von Strom benötigt wird, um die Konvektionsgasheizung betreiben zu können. Dies freut sicherlich Ihre Bordbatterie. Es kann jedoch passieren, dass die erzeugte Wärme nicht ausreicht, um den kompletten Wohnraum in der gewünschten Wohlfühltemperatur zu erwärmen, weil der Radius um den Wärmetauscher einfach zu gering ist, um jede Ecke des Wohnmobils mit warmer Luft zu versorgen.

Die Gas-Gebläseheizung

Hier hilft ein Gebläse Abhilfe, das die warme Luft gleichmäßig im Raum verteilt. Der Zubehörhandel hält Gebläse für Konvektionsgasheizungen bereit. Doch spätestens dann stellt sich die Frage, ob die Anschaffung einer Gas-Gebläseheizung nicht im Vorfeld bereits sinnvoller gewesen wäre, da nunmehr der Spareffekt, den die Konvektionsheizung eigentlich erzielen sollte, nicht mehr vorhanden wäre. Die zweite Variante der Gasheizungen ist also die Gas-Gebläse-Heizung. Hierin ist das eben erwähnte Gebläse bereits eingebaut. Das Gebläse wälzt die Luft um. Hierdurch wird gewährleistet, dass die warme Luft weit besser im Wohnraum verteilt wird. Das Gebläse sorgt nicht nur für eine gute Verteilung der Warmluft. Ihm kommt noch eine andere Aufgabe zu. Es bedient durch einen getrennten Kanal den Brenner mit Luft. Somit steht der Flamme der Gasheizung ímmer genügend Sauerstoff zur Verfügung, um brennen zu können. Dadurch ist die Verbrennung des Gases geradezu optimiert.

Einen weiteren Vorteil hat diese interne Luftzufuhr in den Brennraum der Gasheizung. Die Flamme wird stets in die gewünschte Richtung gelenkt. Dadurch kann eine Gasheizung, anders als die Konvektionsheizung, die freistehend im Raum aufgestellt werden muss, sowohl liegend, stehend oder auch hochkant eingebaut werden. Die Lage ist für die Gas-Gebläseheizung nicht von Bedeutung. Eine Einschränkung gibt es allerdings. Sie darf nicht nach unten hängend eingebaut werden. Der Preis für eine Gas-Gebläseheizung liegt deutlich über der einfacheren Konvektionsheizung. Sie können ihn ruhig verdoppeln. Doch dieser Preis zahlt sich allemal aus durch den Komfortgewinn, den Sie dadurch erhalten. Der Luxus, Wärme in jedem Winkel des Wohnraums zu haben, ist diesen Preis wert. Hinzu kommt, dass Sie die Gas-Gebläseheizung Raum sparend verbauen können. Sogar die Möglichkeit, sie unterflur einzubauen, besteht.

Gasheizungen von Truma

Als bekannter Hersteller von Gasheizungen für das Wohnmobil gilt Truma. Das Unternehmen bietet verschiedene Ausführungen an, die sich nicht nur hinsichtlich ihrer Größe, sondern auch bzgl. ihrer Nennwärmeleistung unterscheiden. Beispiele bilden hier die Truma Combi 4 E, Truma Combi 6 E, die Truma Combi 4, Truma Combi 6 sowie die Truma S 3004/3004 P. Es gibt aber auch noch weitere Gasheizungen, die dem Camper hier zur Verfügung stehen. Neben dem Platz und der gewünschten Leistung spielt hier natürlich auch das Budget eine Rolle.

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