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Dampfsperre für das Wohnmobil

Opel Vivaro  Unter einer Dampfsperre versteht man den Schutz der Dämmung vor Dampf und Feuchtigkeit und dem daraus resultierendem Abfall der Dämmwirkung. Denn nachdem nun Ihr gesamtes Fahrzeug mit dem Dämmmaterial ausstaffiert ist, sollten Sie sich und Ihrem Fahrzeug noch etwas Gutes zukommen lassen und bevor Sie die Wandverkleidungen anbringen und die gesamten Wandflächen mit der sogenannten Dampfsperre ausstatten. Dies ist eine wirksame Vorbeugmaßnahme. Denn Feuchtigkeit kann sich schnell entwickeln zum Beispiel beim Kochen, aber auch durch die Atemluft oder durch nasse Garderobe.

Die Dampfsperre dient dazu, genau diese Feuchtigkeitsentwicklung in der Dämmung zu verhindern. Denn damit kann die feuchte Luft nicht durch die Wandverkleidungen hindurch in die Isolation gelangen. Damit diese Feuchtigkeit nicht in die Dämmschicht eindringen kann, behilft man sich eines simplen Tricks: handelsübliche Folie aus dem Baumarkt genügt. Wichtig ist, dass die Folie zwar von einer Seite die Feuchtigkeit abweist (vom Fahrzeuginneren), aber von der anderen Seite Feuchtigkeit hinaus verdunsten kann (von der Dämmung). So wird verhindert, dass Wasser in die Dämmung eindringt, aber vorhandene Feuchtigkeit dennoch austreten kann. Über Sinn und Nichtsinn streiten sich hier die Campergeister - hier muss wohl jeder selbst wissen, ob er auf eine Dampfsperre setzt oder auf diesen Schritt verzichtet.

Die Dampfsperre richtig anbringen

Nehmen Sie handelsübliche Klarsichtfolie in ausreichender Menge mit der Eigenschaft von einer Seite wasserabweisend zu sein und von der anderen Seite wasserdurchlässig. Dann spannen Sie diese Bahn für Bahn über das Dämmmaterial. Der Zubehörhandel hält für diesen Zweck auch andere Materialien wie Luftpolsterfolie oder Ölpapier bereit. Doch die Klarsichtfolie tut hier ebenso sicher ihren Dienst.

Die Folienbahnen sollten quer zu den senkrechten Blechrippen laufen, wobei Sie mit der ersten Bahn unten beginnen sollten. Jede weitere Bahn lassen Sie 10 Zentimeter über die vorangegangene überlappen. Denn da es immer mal wieder zwischen Dampfsperre und Isolierung zur Bildung von Kondenswasser kommen kann, wird mit dieser Technik der Anordnung der Folie verhindert, dass das Wasser, das nach unten läuft, zwischen die Bahnen geraten kann. Gleichzeitig wird hierdurch gewährleistet, dass Feuchtigkeit, die sich vielleicht in der Isolation gesammelt hat, durch Verdunsten in den Wohnraum gelangen kann. Die Folie selbst wird mit Klebeband lückenlos verklebt (auch an den Überlappungen). Nachdem die Dampfsperre installiert ist, können Sie mit dem Einbau der Verkleidungen beginnen.

Warum Sie im Wohnmobil eine Dampfsperre anbringen sollten

Durch die Dampfsperre wird verhindert, dass sich Kondenswasser in der Isolation ansammeln kann. Dieses Durchfeuchten des Dämmmaterials geschieht nicht sofort, doch über die Monate gesehen ist dies ein Aspekt, der nicht unberücksichtigt bleiben sollte. Denn wenn die Isolation erst einmal durchfeuchtet ist, führt dies schnell zu einer merklichen Einschränkung der Dämmung. Ein Abfall der Wärmedämmung ist dann unausweichlich. Letztlich führt sich die Isolierung, wenn keine Dampfsperre eingerichtet ist, in Folge unbemerkter Feuchtigkeitsansammlung langsam aber sicher ad absurdum, da der Sinn, nämlich den Wohnbereich Ihres Campers gegen Hitze und Kälte abzudämmen, verloren geht.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Dämmung bei einer erheblichen Durchfeuchtung an Gewicht zunimmt. Daraus ergibt sich zwingend, dass sich das Gewicht des Fahrzeuges erhöht. Dieses Gewicht wiederum nimmt einen erheblichen Anteil der Nutzlast in Anspruch. In einem solchen Fall kann es Ihnen passieren, dass, wenn Sie Ihr Fahrzeug wie gewohnt zuladen, die Nutzlast, ohne dass Sie davon Kenntnis haben, überschritten wird. Gerade in Urlaubszeiten wird in vielen Ländern die Einhaltung der Nutzlast kontrolliert. Überschreitet Ihr Fahrzeug die vorgeschriebene Nutzlast, werden Sie zur Kasse gebeten.

Ein dritter, nicht wirklich wünschenswerter Aspekt ist der, dass sich der Kraftstoffverbrauch merklich erhöht. Denn Ihr Fahrzeug muss mehr Gewicht durch die Gegend bewegen und benötigt dafür folglich auch mehr Sprit.

Rost und Schimmel mit der Dampfsperre verhindern

Ein weiterer wesentlicher Aspekt für die Wichtigkeit der Dampf- oder auch Kondenswassersperre ist, dass das Isolationsmaterial, wenn es denn nach einiger Zeit schon recht durchfeuchtet ist, die Feuchtigkeit an die Wandverkleidung weitergibt. Eine andere Möglichkeit bleibt nicht. Da nun aber die meisten Wandverkleidungen auf der Rückseite keine Beschichtung aufweisen, kann man sich gut vorstellen, was denn dann auf die Dauer gesehen mit der mühevoll angebrachten und wohl ausgesuchten Wandverkleidung passiert: sie wird aufquellen. Die Wandverkleidung wird immer unansehnlicher, bekommt Beulen und Erhebungen. Zuhause in den vier Wänden käme dies einem kapitalen Wasserschaden gleich, der zur Folge hätte, dass man in dem Raum, der betroffen ist, zumindest neu tapezieren könnte. In Ihrem Camper müsste gleichwohl nicht nur eine neue Wandverkleidung angebracht, sondern die komplette Dämmung durch eine neue Isolierung ersetzt werden. Dies wäre dann ein teurer und ein unnötiger Spaß, den man sich durch den Einbau der simplen Dampfsperre durchaus ersparen kann.

Ersetzt man die Wandverkleidung und die Isolation nicht, kann es neben der Dellenbildung sogar zum Schimmelbefall kommen. Schimmel liebt die warme, feuchte Umgebung. Zwischen Wandverkleidung und Isolation wäre der ideale Ort für Schimmel, sich anzusiedeln und auszubreiten. Dann kommen zu den Beulen in der Wandverkleidung nach und nach auch noch Schimmelflecken hinzu. Hierbei gilt es zu bedenken, dass Schimmelflecken nicht nur nicht gut aussehen, sondern ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. Insbesondere sind die Atemwege von Kindern gefährdet. Allergikern können Schimmelsporen ebenso arg zu schaffen machen.

Ebenso wird durch die immer währende Feuchtigkeit die Karosserie Ihres Fahrzeuges angegriffen: Rost entsteht. Wer schon einmal an seinem PKW diesbezüglich Ausbesserungsarbeiten durchgeführt hat, weiß wie mühevoll eine Entfernung ist. Und hat der Rost einmal eine Angriffsstelle gefunden, ist es nur schwer dessen zerfressenden Fortschritt aufzuhalten. Um diese Unliebsamkeiten im Vorfeld auszuschließen, ist es ratsam, eine Dampfsperre einzubauen. Dies ist wahrlich keine teure Investition. Der Einbau der Sperre ist verhältnismäßig einfach, doch die Wirkung ist enorm. Mögliche Hohlräume können mit XPS (besser als Styropor, da dieses Feuchtigkeit aufnimmt) isoliert werden.

Diskussionspunkt Dampfsperre beim Wohnmobilausbau

Heutzutage gehen die Meinungen bzgl. der Dampfsperre beim Wohnmobil teils weit auseinander. Die eine Seite argumentiert gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und dem Schutz der Dämmung. Die andere Seite sieht grundsätzlich zu viele Kältebrücken im Fahrzeug als das die Dampfsperre, welche zudem durch das Anbringen einer Lattung oder Befestigung von Möbeln beschädigt und damit unwirksam gemacht wird, viel nutzen würde. Auch die Diskussion, ob wenige Bohr- oder Schraublöcher eine korrekt angebrachte Dampfsperre so beschädigen, dass deren Funktion nicht mehr gegeben ist, wird brennend geführt.

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, auf welcher Seite er mehr Sinn sieht und ob sich das Anbringen einer Dampfsperre lohnt. Alternativ können auch die heute am Markt gängigen X-trem Isolatoren (Trocellen) verwendet werden. Diese werden mit einem speziellen Kleber auf die Fahrzeugwand geklebt und machen dank ihres Materials das zusätzliche Anbringen einer Dampfsperre unnötig.

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