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Die Bodenplatte für einen ebenen Untergrund

Bodenplatte im WohnmobilKein Boden im Laderaum eines Transporters ist plan. Die Hersteller der Basisfahrzeuge bauen Blechsicken ein, um damit eine höhere Stabilität des Fahrzeuges zu erlangen. Außerdem vermeiden diese Sicken Schwingungen im Fahrzeug. Ebenso kann es sein, dass, wenn Sie ein Gebrauchtfahrzeug erworben haben, das Blech des Bodens von vorherigen Transporten Dellen aufweist. Auch kann er verbogen sein. Ein solcher Boden ist jedoch für ein Wohnmobil ungeeignet. Auf einen solchen Boden kann man letztlich keine Einrichtungsgegenstände stabil verankern. Abhilfe schafft eine Bodenplatte. Durch das Auflegen einer solchen Bodenplatte schaffen Sie eine plane und ebene Fläche. Als am besten geeignet hat sich dazu eine solide Holzplatte (OSB, Mehrschicht) bewährt. Das Holz muss natürlich wasserfest sein, denn es kann beim Kochen immer mal etwas danebengehen. Sperrholzplatten, die wasserfest und fest verleimt sind, eignen sich am besten als Bodenplatte. Tipp: Bodenplatte aus Holz (OSB, Mehrschicht), die wasserfest und fest verleimt ist mit einem schicken Bodenbelag aus PVC oder Teppich versehen.

Warum ist eine Bodenplatte nötig

Fahrzeugboden/-blech von Werk aus uneben (Sicken für die Stabilität)
Mögliche Gebrauchsspuren wie Dellen oder Verbiegungen
Befestigungsmöglichkeit für Mobiliar und Sitzbank
Achtung: einige Sitzbanksysteme müssen ohne Bodenplatte verbaut werden

Anbringen der Bodenplatte

Um alle Eventualitäten auszuräumen, können Sie unter die Bodenplatte eine Siebdruck- oder Multiplexplatte legen. Somit vermeiden Sie jedwedes Aufquellen des Holzes. Damit die Bodenplatte einen sicheren Halt hat, muss sie mit dem Fahrzeug verschraubt werden. Es empfiehlt sich daher die Platte mit sechs oder besser noch mit acht Verschraubungen zu fixieren. So hält sie sicher und hat außerdem noch eine positive Auswirkung auf die Steifigkeit der Karosserie. Als Schrauben eignen sich am besten Senkkopfschrauben oder Schlossschrauben in M8. Sie werden in dem Boden versenkt und drücken sich später nicht durch den Bodenbelag. Empfehlenswert sind Muttern, die sich selbst sichern. Sie haben den Vorteil, dass sie nicht so fest wie andere Muttern angezogen werden müssen und sich dennoch nicht eigenständig aufdrehen können. Hiermit vermeidet man durch ein zu festes Anziehen, dass sich Wellen im Blech formen.

Alternative: oft werden die Bodenplatten auch schwimmend verlegt. Das bedeutet, dass die diese nicht flächig mit dem Fahrzeugboden verbunden , sondern vielmehr punktuell verklebt werden. Der Vorteil dieser Vorgehensweise: die Bodenplatte kann die normalen Bewegungen und Verwindungen des Fahrzeuges aufnehmen ohne dabei selbst Schaden zu nehmen.

Aluboden im WohnmobilAm besten gehen Sie von unten vor. Wenn Sie vom Unterboden des Fahrzeuges aus ins Innere bohren, vermeiden Sie wichtige Dinge wie die Brems- oder Kraftstoffleitung unbeabsichtigt anzubohren. Diese Methode bietet einen weiteren Vorteil. Die Bohrungen sollten an den Stellen stattfinden, an denen sich sonst die Sitze aufhalten. Wenn Sie nun von oben durch die Bodenplatte bohren, sind diese Befestigungspunkte nicht mehr sichtbar. Vom Unterboden aus ist dies wiederum kein Problem. Zum sicheren Halt der Schrauben verwenden Sie am besten unter dem Wagen große Unterlegscheiben. Um eine Rostbildung in den Bohrlöchern zu vermeiden, müssen diese noch abgedichtet werden. Zu diesem Zweck geben Sie großzügig auf die Unterlegscheiben Karosseriedichtmasse. Beim Verschrauben verteilt sich die Dichtmasse dann in alle Ritzen.

Mit Unterbodenschutz Rost vorbeugen

Sind alle Schrauben fest angezogen, verteilen Sie ebenso großzügig Unterbodenschutz auf den Schrauben. Der Unterboden ist somit wieder gegen Rost gefeit. Doch auch das Blech auf dem nun die Bodenplatte ruht, muss weiterhin vor Rost geschützt werden. Denn es kann immer mal passieren, dass Ihnen im Wohnraum ein Glas Wasser umfällt und sich die Flüssigkeit über den Boden verteilt. Damit diese Flüssigkeit nicht durch die Ritzen zwischen Bodenplatte und Seitenverkleidung unter die Bodenplatte und somit direkt auf das Blech Ihres Wohnmobils laufen kann, um dort unbemerkt für Roststellen zu sorgen, müssen diese Fugen abgedichtet werden. Aus diesem Grunde sollten diese Ritzen vor dem Einbau der Einrichtung behandelt werden. Am besten eignet sich zur Abdichtung dieser Fugen Silikon. Sie erhalten das Silikon angefüllt in Kartuschen in gut sortierten Baumärkten. Mit diesem Werkstoff füllen Sie die kleine Fuge zwischen Seitenwänden und Bodenplatte großzügig auf. Damit das aufgetragene Dichtmittel eine ansehnliche Form bekommt, streichen Sie es mit dem Finger glatt. Tauchen Sie, damit Sie nicht am Silikon kleben bleiben, Ihren Finger vorher in Spülmittel. Dieses bildet einen Film zwischen Haut und Dichtmittel, sodass Sie es problemlos glatt streichen können. Nach getaner Arbeit haben Flüssigkeiten keine Chance mehr, unbemerkt unter der Bodenplatte versickern zu können.

Fazit

Meist eignet sich der serienmäßige Boden im Fahrzeug nicht für den Wohnmobilausbau. Gerade der schwarze Gummiboden der ot zu finden ist, bietet keinen Halt und keine Festigkeit für die Verschraubung der Möbel. Am besten verwendet man hier eine 10 mm starke OSB oder Mehrschichtbodenplatte. Möchte man den Boden isolieren, kann das Isolationsmaterial einfach unter der Bodenplatte befestigt werden. Heutzutage werden Bodenplatten weniger verschraubt, sondern vielmehr verklebt. Durch eine schwimmende Verlegung kann die Bodenplatte die Verwindungen des Fahrzeuges besser aufnehmen. Möchte man die meist unschöne Oberfläche der Bodenplatte verbergen, eignen sich Bodenbeläge aus PVC oder Teppich. Der Fantasie sind hier aber keine Grenzen gesetzt und auch Laminat oder Kork können je nach Wunsch und Vorstellung zum Einsatz kommen. Natürlich muss der Belag der Belastung eines Wohnmobils und der verstärkten Nutzung und evtl. Verschmutzung stand halten können. Nur so hat man lange Freude an der Bodenplatte und dem Belag in seinem Wohnmobilausbau.

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