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Geeignete Werkstoffe für den Möbelbau

Für die Möbel im Wohnmobil gelten andere Regeln als für Möbel, die Sie sich zuhause in den Vier Wänden befinden. Ihre Wohnung bewegen Sie nicht, Ihren Camper schon. Folglich spielt das Gewicht, das die Möbel mitbringen, eine große Rolle für Ihr Wohnmobil. Ein hohes Gewicht reduziert die Nutzlast. Daraus folgt, dass je schwerer die Möbel sind, um so weniger Gewicht können Sie bei Ihren Reisen mit an Bord nehmen. Wichtig ist, dass auch das Gewicht der Personen, die mitfahren, auf Kosten der Nutzlast geht. Daher fallen Werkstoffe wie sie im normalen Möbelbau verwendet werden, durch das Raster.

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Wichtig

Gewicht der Möbel verringert die Nutzlast
Auch die mitfahrenden Personen gehen auf Kosten der Nutzlast

Gewicht des Werkstoffes berücksichtigen

Werkstoffe, die für den Wohnmobilmöbelbau ungeeignet sind, sind Spanplatten, die man furniert, folienkaschiert oder auch roh kaufen kann,  Tischlerplatten, Leimholz oder Sperrholz- und Hartfaserplatten. Auch wenn diese Materialien bei der Herstellung von Wohnmöbeln zum Einsatz kommen, sind sie für das mobile Heim nicht empfehlenswert. Der Grund ist einfach: deise Werkstoffe sind sehr schwer. Jeder, der schon einmal einen Wohn- oder Schlafzimmerschrank aus Massivholz aufgestellt hat, wird dies kennen. In Ihrer Wohnung spielt das Gewicht der Möbel keine Rolle, in Ihrem Camper jedoch durchaus. Denn es reduziert sich durch das hohe Gewicht nicht nur die Nutzlast, sondern es ändert sich dadurch auch das Fahrverhalten Ihres Fahrzeuges. Zudem gilt, je mehr Gewicht der Motor bewegen muss, um so höher ist der Kraftstoffverbrauch. Auch die Beschleunigung hat unter dem erhöhten Gewicht zu leiden.

Nicht geeignete Werkstoffe

Spanplatten (furniert, folienkaschiert, roh)
Leimholz
Sperrholz
Hartfaserplatten

Wichtig ist eine feste Verbindung

Werkstoffe beim Möbelbau im WohnmobilEin weiterer Aspekt, der gegen den Einsatz von im Möbelbau üblichen Werkstoffen spricht, ist die Tatsache, dass das Holz in einem Fahrzeug anderen Bedingungen ausgesetzt ist denn in einer Wohnung. Spanplatten sind zum einen ungemein schwer. Zum anderen lassen sich Spanplatten an Verbindungsstellen nicht in dem Maße miteinander verbinden, wie es in einem Fahrzeug vonnöten ist. Die Vibrationen, die beim Fahren entstehen, würden die Verbindungen zwischen zwei Spanplatten auf eine längere Zeit hin gesehen auflösen. Somit könnte es passieren, dass Ihnen Ihre Möbel einfach auseinanderbrechen, da sich die Verbindungen zwischen den Werkstoffen aufgelöst haben.

Empfohlene Werkstoffe

Es ist also empfehlenswert bei der Planung der Möbel für Ihren Camper diese Aspekte mit in die Überlegungen einzubeziehen. Am besten geeignet für Campermöbel sind Tischlerplatte, MDF-Platten und Sperrholz. In Maßen verarbeitet können auch Leimholz oder Hartfaserplatten verwendet werden. Gegen den Einsatz üblicher Schreiner-Werkstoffe im Möbelbau insbesondere hinsichtlich der Spanplatte spricht vor allem, dass sich die Kanten nur schwer furnieren lassen. Denn die Schnittkanten sind bei diesem Material erfahrungsgemäß ziemlich rau und porös. Doch man kann sich vorstellen, dass es nicht so richtig schön aussieht, wenn die Kanten der Möbel unbehandelt bleiben und man statt auf eine schön furnierte Abschlussleiste auf das raue Rohholz schaut.

Hartfaserplatten brechen leicht

Hartfaserplatten sollten auch nur bedingt zum Einsatz kommen. Dieser Werkstoff hat die unangenehme Eigenschaft schnell zu brechen. Ebenso ist er sehr empfindlich hinsichtlich aller Flüssigkeiten. Doch gerade in der Küche, in der die Möbel schließlich auch zum Einsatz kommen, kann schnell mal etwas über- oder auslaufen. Zudem bereiten Hartfaserplatten Probleme in der Oberflächenbehandlung. Auch die Kanten dieser Platten fasern sehr schnell aus. Daher ist es ratsam, Hartfaserplatten so wenig wie möglich bei Ihrem Möbelbau zu verarbeiten.

Gut investiertes Geld

Doch es gibt mit Sperrholz und den MFD- und Tischlerplatten genügend Alternativen. Sicherlich müssen Sie eine Stange Geld für diese Werkstoffe berappen. Tischlerplatten in einer Stärke von 13 oder 16 Millimetern sind schon recht teuer. Auch wasserfest verleimtes Sperrholz bekommt man nicht geschenkt.

Schlussendlich aber kostet nun einmal der Ausbau eines Wohnmobils Geld. Doch der Ausbau soll schließlich auch ein paar Jahre halten. Dies gilt nicht nur für die technische Ausrüstung, in die Sie schon viel Geld investiert haben, sondern eben auch für die Inneneinrichtung. Es macht wenig Sinn hier nun mit dem Sparen anzufangen. Denn für Viele ist eine solide, robuste und gut verarbeitete Einrichtung wichtiger als ein technisch ausgeklügeltes Fahrzeug. Diese Überlegung macht spätestens dann Sinn, wenn Sie über einen Verkauf Ihres Campers nachdenken. Denn mit einer geschmackvollen und handwerklich gut verarbeiteten Inneneinrichtung erhöht sich entsprechend der Wiederverkaufswert Ihres Fahrzeuges. Dies ist ein Aspekt, der nicht unwichtig ist. Ebenso lässt es sich mit vernünftigen Werkstoffen entschieden besser arbeiten. Auch dies ist ein Grund an den Materialien nicht zu sparen.

Werkstoff und Wohnklima

fertigmoebelDer Hauptgrund für die Wahl guter Werkstoffe ist aber letztlich Ihr Wohlbefinden. Denn Sie reisen mit diesem Camper. Also sollten Sie sich darin wohlfühlen. Angenehme Materialien schaffen ein angenehmes Ambiente. Gute Werkstoffe sorgen dafür, dass während der Fahrt insbesondere in Kurven nichts quietscht oder klappert. Alles bleibt an seinem Platz, nichts bricht auseinander, nichts platzt ab. Durch geeignete Werkstoffe schaffen Sie sich und Ihren Lieben im Wohnraum Ihres Campers ein kuscheliges und angenehmes Wohnklima mit Möbeln, die Sie gerne benutzen und anschauen und von denen Sie mit Stolz sagen können, sie selbst hergestellt zu haben.

Oberflächenbeschaffenheit

Bei der Oberflächenbeschaffenheit der Werkstoffe, die Sie zum Möbelbau einsetzen möchten, sollten Sie darauf achten bereits versiegeltes Holz zu kaufen. Insbesondere gilt dies für Stellen, an die Sie später nach dem Zusammenbau des Möbels, nicht mehr herankommen, beispielsweise bei den Innenseiten der Schrankkanten. Der Schutz sollte vor dem Verleimen erfolgen, da später diese Stellen nicht mehr sichtbar, folglich auch nicht mehr imprägnierbar sind. Denn stellen Sie sich einmal vor: Sie sitzen am Esstisch und ein Glas roter Traubensaft kippt um. Wäre die Oberfläche des Tisches nicht versiegelt, liefe nun der gesamte rote Saft in das Holz. Diese Flecken lassen sich außer durch Abschleifen nicht mehr entfernen. Abschleifen können Sie das Holz nur bis einer bestimmen Materialstärke, da es ansonsten kommentarlos durchbrechen würde. Tipp: bereits versiegeltes Holz verwenden

Selbst versiegeln

Wenn Sie nicht versiegeltes Holz kaufen, so sollten Sie es anschließend versiegeln. Geeignet dafür sind Holzwachse, die eine angenehme Oberfläche schaffen. Wenn Sie Ihrem Holz eine dunklere Farbe geben möchten, bietet sich das Beizen an. Beizen ist ein chemischer Vorgang durch den das Holz die dunkle Farbe erhält. Danach muss es versiegelt werden. Das Mattieren ist ebenfalls eine geeignete Methode, um das Holz zu schützen. Auch mit speziellen Holzlacken erreicht man eine gute Versiegelung der Oberfläche.

Holzwachse
Beizen und Versiegeln
Mattieren
Holzlacke

Achten Sie bei der Wahl der Versiegelung darauf, dass sie abwaschbar ist. Denn gerade in der Küche und im Essbereich gilt, dass alle Materielien wasserverträglich sind. Sonst könnten Sie nicht über die Möbel putzen, was der Hygiene äußerst abträglich wäre. Daher sollten Sie beim Kauf der Versiegelung darauf achten, dass sie wasserunlöslich ist. Sonst haben Sie nicht lange Spaß an der Oberfläche Ihrer Möbel und müssen in relativ kurzer Zeit wieder ausbessern. Am besten lassen Sie sich von einem Schreiner oder kompetenten Mitarbeitern im Baumarkt beraten, welchen Werkstoff sie kaufen, ob behandelt oder unbehandelt. Möglicherweise spielt ja auch der Preis eine Rolle, sodass es für Sie günstiger ist, das Holz in Ihrer Heimwerkstatt selbst zu versiegeln. Vielleicht möchten Sie aber auch einfach keine Arbeit damit haben, da noch genügend Arbeitsstunden wegen des Ausbaus anstehen. Letztlich entscheiden Sie, welcher Werkstoff mit welcher Oberflächenbeschaffenheit Sie in Ihrem Wohnmobil verarbeiten möchten.

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