Berechnung der Heizleistung für Ihr Wohnmobil
Die Heizleistung über die die Heizung in Ihrem Wohnmobil verfügen soll, hängt in erster Linie von der Größe Ihres Campers ab. Ein kleiner Bus braucht weniger Heizleistung als ein großer LKW. Ein Camper auf Busbasis kommt in der Regel mit einer Nennwärmeleistung von rund 1.550 Kilokalorien pro Stunde aus. Dies entspricht einer Leistung von 1.800 Watt. Wenn Sie jedoch ein ausgedehntes Wintercampen einplanen, werden Sie mit dieser kleinen Heizung keine Freude haben. Denn diese Nennleistung reicht gerade aus, um den kleinen Busraum an kühlen Tagen im Frühling oder im Frühherbst zu beheizen. Um jedoch den Wohnraum bei klirrendem Frost schön kuschelig warm zu bekommen, ist eine höhere Leistung nötig.
- Camper auf Busbasis: Nennwärmeleistung von 1.550 Kilokalorien
Heizleistung abhängig von der Größe des Wohnmobils und der Jahreszeit
Wenn Sie also eher der Wintercamper sind, sollten Sie immer gemessen an der kleinen Busbasis, auf die nächstgrößere Heizung zurückgreifen, damit Sie es auch bei Minusgraden so richtig gemütlich warm haben. Hier empfiehlt sich eine Nennleistung von 2.400 Kilokalorien pro Stunde. Heizungen mit dieser Leistung sind nicht wesentlich teurer als die kleine Heizung. Aber sie garantieren Ihnen eine ausreichende Wärme bei kalten Temperaturen.
- Wintercamper: Nennwärmeleistung von 2.400 Kilokalorien (Camper auf Busbasis)
Andere Bedingungen bei Unterflurheizungen
Wenn Sie in Erwägung ziehen die Heizung unterflur anzubringen, so gilt eine andere Rechnung. Der Unterboden Ihres Basisfahrzeuges wird in der Regel nicht beheizt. Sicherlich bekommt er die Restwärme aus dem Wageninneren ab, doch das reicht kaum aus, um von einer Heizleistung zu sprechen. Wenn Sie nun unterflur eine kleine Heizung, wie etwa jene mit einer Wärmenennleistung von 1.550 Kilokalorien pro Stunde einbauen, werden Sie die Heizleistung im Wageninneren kaum spüren. Diese Heizung ist viel zu klein, um von außen durch den Boden hindurch den Wohnraum heizen zu können.
- Empfohlen: mindestens 2.400 Kilokalorien pro Stunde
Fahrzeuggehäuse nimmt Wärme
Die Gehäuseabkühlung des Basisfahrzeuges wird verhindern, dass eine ausreichende Heizleistung in den Innenraum gelangt. Praktisch gesehen heizt man mit einer zu kleinen Heizung, die außen am Wagenboden angebracht ist, letztlich nur die Umgebung des Wagenbodens. Ein „mehr nach draußen heizen“ geht kaum. Hinzu kommt, dass die kleinen Heizungen nicht für den Verbau unter dem Wagenboden konzipiert sind. Das Gehäuse der Heizungen ist den Belastungen durch Wind, Wetter, Frost und Schnee nicht gewachsen. Die Abdichtungen könnten bei Frost schnell porös werden, sodass ein Wasserschaden fast unumgänglich ist. Wenn denn die Heizung unterflur angebracht werden soll, so sollten Sie auf eine Heizung zurückgreifen, die eine Nennwärmeleistung von mindestens 2.400 Kilokalorien pro Stunde hat. Diese Leistung reicht in der Regel aus, soviel Wärme zu produzieren, dass sie durch den Wagenboden hindurch problemlos in den Innenraum gelangen kann, um es im Innenraum so richtig wohlig warm werden zu lassen.
Größeres Basisfahrzeug, höhere Nennwärmeleistung nötig
Ist Ihr Wohnmobil größer als ein Bus, so werden Sie mit der kleinen Heizung nicht auskommen. Bei Basisfahrzeugen, die größer als ein Bus sind, sollten Sie eine Heizung mit mindestens 2.400 Kilokalorien pro Stunde Nennwärmeleistung einbauen. Fahren Sie gar ein Wohnmobil auf LKW oder Reisebusbasis, so sollte es schon die Heizung mit 2.800 Kilokalorien pro Stunde sein, um auch diesen großen Raum so kuschelig als möglich zu bekommen.
Die Wahl der Größe der Heizung hängt also in erster Linie davon ab, wie viel Raum sie beheizen muss und natürlich auch davon bei welchen Temperaturen Sie sich wohlfühlen.


