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Druckgesteuerte Pumpen

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um das Wasser aus dem Frischwassertank in die Leitungen und aus dem Hahn zu bekommen. Zum einen drucklose und zum anderen druckgesteuerte System. Druckgesteuerte Pumpen sind die komfortabelste Lösung. Das macht sich allerdings auch im Preis bemerkbar. Denn solche Systeme sind meist teurer als einfache Tauchpumpen. Das Besondere: Frischwasser steht bei diesem System ständig zur Verfügung und kann sogar auf mehrere Zapfstellen aufgeteilt werden.

Was Sie unbedingt beachten sollten

Arbeitsweise

Bei einem druckgesteuertem System handelt sich um Automatikpumpen, die das Wasser ständig in der Leitung halten, indem sie dieses automatisch selbst ansaugen. Dabei arbeitet die Pumpe durch den 12-Volt-Anschluss elektrisch.

Besondere Hähne bei Automatikpumpen

Folglich benötigen Sie Hähne, die sich absperren lassen, damit nicht ständig Wasser nachläuft. Diese Automatikpumpen sind seitens der Hersteller bereits mit einem Rückschlagventil und meist auch mit einem Druckschalter ausgestattet. Der Druckschalter tritt immer dann in Aktion, wenn der Druck in der Leitung unter einen bestimmten Wert absinkt. Um zu verhindern, dass die Pumpe bereits bei minimalem Druckabfall zu pumpen beginnt, bauen Sie am besten einen Druckausgleichsbehälter ein.

Vorteile druckgesteuerter Systeme

Die Automatikpumpe erinnert fast an das Wassersystem in der Wohnung zuhause. Ihr großer Vorteil ist, dass gleich mehrere Armaturen mit Wasser versorgt werden können. Ebenso ist dieses System hervorragend dafür geeignet auch die Warmwasserbereitung, den Durchlauferhitzer oder die Therme mit im Wasserversorgungssystem zu bedienen. Mit der Automatikpumpe erwerben Sie, wenn Sie so wollen, den Rolls-Royce unter den Wasserpumpen und müssen somit nicht auf den gewohnten Komfort verzichten.

Anforderungen an die Leitungen

Da bei deisem System die Leitungen ständig unter Druck stehen, sind einige Anforderungen für einen korrekten Betrieb erforderlich.

Druckfeste Schläuche

Für den Einbau einer Automatikpumpe zur Frischwasserförderung innerhalb Ihres Wohnmobils benötigen Sie druckfeste Wasserschläuche. Einfache Schläuche helfen hier nicht weiter, da das Leitungssystem ständig unter Druck steht. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass der Zuleitungsschlauch platzt.

Schlauchdurchmesser und Sicherung

Es empfiehlt sich, den Schlauch zwischen Tank und Pumpe mit einem größeren Durchmesser zu wählen als den Verbindungsschlauch von Pumpe zur Armatur. Im Allgemeinen geht man von einem Verhältnis von einem Schlauch in ½ “ zum anderen Schlauch in 3/8 “ aus. Mit diesem Verhältnis verhindern Sie, dass der Wasserdruck schnell absinkt, wenn an mehreren Armaturen gleichzeitig Wasser benötigt wird. Den 12-Volt-Anschluss der Pumpe schließen Sie am besten mit einem Leitungsquerschnitt von 2,5 Millimetern an. Die Sicherung sollte eine 10-A-Sicherung sein.

Druckausgleichbehälter und Leitungsmaterial

Der Druckausgleichsbehälter, der sinnvoll ist, damit nicht bei einem minimalen Druckabfall bereits die Pumpe ihre Tätigkeit aufnimmt, wird mittels eines Schlauchstücks über ein T-Stück mit der Druckwasserleitung verbunden. Das Leitungssystem selbst kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Gebräuchlich sind Schlauchleitungen aus PVC. Diese Schläuche sind hitzebeständig und hygienisch unbedenklich. Im Handel erhalten Sie für dieses System eine reichhaltige Auswahl an Zubehör. Zudem ist das System aus Kunststoffrohren schnell einzubauen. Man verbindet die einzelnen Rohre einfach und bequem mit Schnellkupplungen oder Steckverschraubungen. Auch hierfür erhalten Sie im Handel ein umfangreiches Repertoire an Zubehör.

Auch eine Möglichkeit ist das Leitungssystem aus Polypropylen-Rohren. Dieses Material ist ebenfalls wärmebeständig. Es ist ebenso schnell zu verlegen und wird mit Steckfittings miteinander verbunden.

Achtung bei Kupferrohren

Lange Zeit galten Kupferrohre als das Nonplusultra in der Verlegung von Wasserleitungen. Kupferleitungen tun nach wie vor ihren Dienst, denn die Technik ist äußerst robust. Ein Nachteil der Kupferleitungen ist aber, dass sie bei Minusgraden im Winter, gerade wenn das Wohnmobil nicht geheizt wird, zum Platzen neigen. Daher sollten Sie, wenn Sie Kupferrohre verlegen, darauf achten, im Winter bei Nichtbenutzung des Campers alle Leitungen rechtzeitig leerlaufen zu lassen, damit dieser kapitale Schaden erst gar nicht auftreten kann.