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Die Brennstoffzelle im Wohnmobil

EFOY BrennstoffzelleDie Brennstoffzelle zählt neben der Gewinnung von Strom aus dem Sonnenlicht als Energielieferant der Zukunft. Brennstoffzellen werden seit Jahren als Antrieb für PKW getestet. Neben dem Hybrid- und Elektroantrieb ist die Brennstoffzelle eine hervorragende Alternative zum herkömmlichen Kraftstoff.

Auch im Bereich der Wohnmobile gibt es inzwischen Brennstoffzellen. Sie sorgen für eine angenehme und autarke Stromgewinnung für die 12-Volt-Stromanlage. Bislang hielt sich das Gerücht, die Generatoren, die mit einer Brennstoffzelle betrieben werden, seien laut. Aber auch hier ist die Technik dieser noch recht jungen Technologie inzwischen weitergegangen.

Was dieser Artikel für Sie bereithält:

01Vor- und Nachteile einer Brennstoffzelle: neue Technologien bringen natürlich in der Regel viele Vorteile mit sich. Beispielsweise weisen Brennstoffzellen einen hohen Wirkungsgrad auf. Aber es gibt auch Nachteile.

02Arbeitsweise einer Brennstoffzelle: Hier erklären wir Ihnen wie eine Brennstoffzelle arbeitet, das heißt wir geben Ihnen eine Antwort auf die Frage wie eine Brennstoffzelle Energie für Ihren Wohnmobilausbau bereitstellt.

03Marktübersicht: Brennstoffzelle ist nicht gleich Brennstoffzelle. Auch hier gibt es verschiedene Anbieter mit verschiedenen Modellen. Vor einem Kauf sollte man sich einen guten Marktüberblick verschaffen.

Die Vorteile einer Brennstoffzelle im Wohnmobilausbau

Bevor wir auf die Arbeitsweise einer Brennstoffzelle eingehen und Ihnen eine Marktübersicht vorstellen wollen, möchten wir Ihnen hier einmal die Vor-, aber auch die Nachteile einer Brennstoffzelle auflisten. Diese sollten Sie bei der Entscheidung für Ihren Wohnmobilausbau auf jeden Fall berücksichtigen.

Der große Vorteil der Brennstoffzelle gegenüber der herkömmlichen Stromgewinnung ist sicherlich der hohe Wirkungsgrad. Man kann davon ausgehen, dass er, gemessen an den traditionellen Stromerzeugern, mit einem Wirkungsgrad von rund 65 % sicher punktet. Ein weiterer Vorteil ist der flexible Einsatz dieser Zellen. Außerdem unterliegen sie einem höchst geringen Verschleißwert. Die meisten Brennstoffzellen produzieren als Abfallprodukt lediglich Wasser und Kohlendioxid. Somit gehören sie zu den umweltfreundlichen Energielieferanten.

Vorteile im Überblick

Hoher Wirkungsgrad von rund 65%
Flexibler Einsatz
Geringer Verschleißwert
Umweltfreundlichkeit

Geringe Geräuschkulisse

Heute kann man davon ausgehen, dass ein Generator gemessen aus einem Meter Abstand rund 30 bis 39 dB erzeugt. Ein handelsüblicher Computer ist nicht leiser.

Umweltfreundlich

Darüber hinaus ist die Energiegewinnung durch eine Brennstoffzelle umweltfreundlich. Die einzigen Abfallprodukte, die bei dem chemischen Vorgang durch welchen Stron erzeugt wird entstehen, sind Wasserdampf und Kohlendioxid.

Kompakte Bauart

Eine Brennstoffzelle kann aufgrund ihrer Bauweise bequem im Wohnmobil eingebaut werden und so sicher die Bordbatterie mit Strom speisen. Mit rund 8 Kilogramm ist eine Brennstoffzelle sicherlich ein Leichtgewicht und passt sich wegen der kompakten Bauweise ideal an die Bedürfnisse innerhalb eines Campers an.

Die Nachteile einer Brennstoffzelle im Wohnmobilausbau

Der Nachteil einer Brennstoffzelle ist sicherlich der zum Einsatz kommende Brennstoff. An Kraftstoffe haben sich die Menschen gewöhnt. Es gehört zum alltäglichen Leben, an die Tankstelle zu fahren und seinen PKW mit Benzin oder Diesel vollzutanken. Letztlich werden aber die fossilen Brennstoffe irgendwann einmal aufgebraucht sein. Folglich gilt es, Alternativen zu schaffen. Doch die Berührungsängste hinsichtlich des Wasserstoffs, der als Energielieferant in Brennstoffzellen tätig ist, sind groß.

Berührungsängste mit dem eingesetzten Brennstoff H2
Hoher Preis

Man weiß nicht, was passieren kann, wenn ein Tank leckschlägt und Wasserstoff austritt. Wasserstoff kann Explosionen auslösen. Die Vorbehalte sind hoch. Doch die Tanks, die für die Lagerung des Brennstoffes Wasserstoff gebaut werden, sind derart sicher, dass selbst bei einem Crash nichts passieren kann. Neuartige Verbundstoffe machen dies möglich.

Der zweite große Nachteil ist der Preis, den man für die Gewinnung von Strom durch Brennstoffzellen zahlen muss. Man kann davon ausgehen, da es sich um eine neue Technik handelt, die gerade versucht, sich im Markt zu etablieren, dass eine kW-Stunde Strom heute noch circa 40 Prozent teurer ist als eine kW-Stunde, die herkömmlich produziert wird. Letztlich ist die Anschaffung ein Rechenexempel.

Mit einer Brennstoffzelle sind sie autark vom Landstrom. Ebenso befreit es Sie von der Verpflichtung, das Fahrzeug bewegen zu müssen, um die Bordbatterie wieder aufladen zu können. Gleichwohl sprechen die Anschaffungskosten Bände. Dieser Luxus will bezahlt werden.

Die Arbeitsweise einer Brennstoffzelle

Die Arbeitsweise der Brennstoffzelle ist im Grunde denkbar einfach. Sie arbeitet nach einem Prinzip, das schon sehr lange bekannt ist, sich bislang aber zur Energiegewinnung noch nicht durchsetzen konnte: Chemische Energie wird in elektrische Energie umgewandelt.

Chemischer Prozess

Der Wasserstoff, der hierbei als Energielieferant genutzt wird, wird an der Anode in Elektronen und Protonen aufgespalten. Man kennt diese Wirkungsweise von der Elektrolyse. Die Protonen werden über einen Elektrolyten (Stromleiter) zur Kathode geleitet, während die Elektronen zuerst zu elektrischen Verbrauchern gelangen, ehe sie ebenfalls an der Kathode angekommen. Hier nun reagieren Wasserstoff- und Sauerstoffmoleküle zu Wasser, das als einziger Rückstoff dieses Vorgangs übrig bleibt.

Im Überblick

Aufspaltung von Wasserstoff H2
Leitung der Protonen p+ zur Kathode
Leitung der Elektronen e- über elektrische Verbraucher zur Kathode
Reaktion von Wasserstoff- und Sauerstoffmolekülen (2 H2 + O2)
Rückstoff: Wasser (2 H2O)

Exotherme Reaktion - Freisetzung von Wärme

Durch die Reaktion wird Wärme freigesetzt, also Energie erzeugt. Die Brennstoffzelle setzt sich immer mehr als Alternative zur Energiegewinnung durch. Auch im Wohnmobilbereich gibt es inzwischen Anbieter, die solche Zellen verkaufen. Im Freizeitbereich werden die Brennstoffzellen mit hochreinem Methanol betrieben. Den Betriebsstoff beziehen die Brennzellen üblicherweise aus Tankpatronen.

Geringer Verbrauch

Die Hersteller geben an, dass man wegen des geringen Verbrauchs mit einer 10-Liter-Tankpatrone gut und gerne 4 Wochen lang auskommt. Der Einkauf neuer Patronen ist in der heutigen Zeit ebenfalls kein Problem mehr. Die Versorgung ist bundesweit flächendeckend gesichert. Sie erhalten die Methanolpatronen an über 500 Verkaufsstellen und natürlich über die Online-Shops der Anbieter. Somit ist die Brennstoffzelle eine gute Alternative zur herkömmlichen Stromgewinnung im Wohnmobil.

Verschaffen Sie sich einen Marktüberblick über die Brennstoffzellen

Da es sich um einen recht jungen Markt handelt, ist die Zahl der Anbieter von Brennstoffzellen noch recht überschaubar. Inzwischen gibt es allerdings sogar ein Unternehmen, das an die Börse drängt. Einige namhafte Wohnmobilhersteller bieten bereits als weitere Ausstattungsvariante Brennstoffzellen an. Die Auswahl an Herstellern ist noch nicht üppig, aber Sie werden bei Ihren Recherchen sicherlich auf einige Anbieter stoßen. Lassen Sie sich am besten beraten und schauen Sie nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Im Wohnmobil Methanol statt Wasserstoff

Wichtig zu wissen ist vielleicht, dass die Brennstoffzellen, die für den Einbau in Wohnmobile vorgesehen sind, nicht mit Wasserstoff, sondern mit einer hochreinen Form des Methanols betrieben werden. Die Geräuschentwicklung des Brennstoffgenerators ist mit um die 30 dB als verschwindend gering anzusehen. Daher ist trotz des noch überschaubaren Angebots an Herstellern die Brennstoffzelle eine gute Alternative zur herkömmlichen Stromgewinnung in Ihrem Wohnmobil.

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