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Gas im Wohnmobil

Tischer 285 S AußenSo manches Gerät im Wohnraum Ihres Wohnmobils benötigt Energie. Es liegt auf der Hand, dass alle diese Geräte nicht ständig über das Bordnetz gespeist werden können, denn das hält auch die beste Batterie auf Dauer nicht aus. Daher benötigen Sie eine zweite Energiequelle, welche die elektrischen Geräte versorgt. Oft wird hierfür eine Gasanlage im Wohnmobil installiert. Eine Gasanlage eignet sich hervorragend als Energieträger. Zudem ist Gas leicht zu transportieren, nimmt nicht viel Platz weg und ist fast allen Ortes erhältlich. Damit sind Sie autark von externen Stromquellen.

Gasgeräte bzw. –Verbraucher

Die Energieverbraucher, welche in Ihrem Wohnmobil mit Gas betrieben werden, sind in erster Linie der Kühlschrank und der Kocher. Diese Geräte werden üblicherweise im Caravanbereich mit Gas betrieben. Bei der Winterausstattung zählt natürlich auch die Heizung dazu. Denn hier sorgt Gas für wohlige Temperaturen im Innenraum des Wohnmobils. Auch die Warmwasserbereitung gehört zu den Gasverbrauchern. Schließlich möchte man auch im Wohnmobil nicht auf warmes Wasser zum Spülen oder Duschen verzichten. Hier bieten sich vor allem Thermen, wie man sie auch in Haushalten findet, welche mit Gas heizen, an. Ein weiterer Einsatzbereich von Gas, ist oftmals die Küche. Hier werden Gaskocher und Gasgrills mit - wie der Name schon sagt - Gas betrieben. Denn wer möchte im Urlaub schon auf die warme Küche verzichten. Auf dem Markt beliebt sind auch sogenannte Koffergrills, die im nichtbenutzen Zustand handlich und klein verstaut werden können.

Verschiedene Gasarten

Für den Campingbereich sind zwei Flüssiggase interessant. Zum einen Propan, welches in grauen Gasflaschen erhältlich ist und zum anderen Butan, welches in blauen Campingflaschen verkauft wird. Propan hat den Vorteil, dass es aufgrund des niedrigeren Siedepunktes, auch im Winter genutzt werden kann.

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Gesetzliche Vorschriften

Für den Einbau einer Gasanlage gelten verschiedene gesetzliche Vorschriften. Neben der zweijährlichen Gasprüfung (bei Neuinstallation oder Änderungen ist das Vorfahren bei einem Sachverständigen auch außerhalb dieses Rhythmus nötig) ist beispielsweise auch die Anzahl der zu transportierenden Flaschen geregelt. So dürfen in einem Gaskasten max. eine Gebrauchs- und eine Vorratsflasche bis je 16 kg untergebracht werden. Weitere Vorschrift: der Gaskasten muss zum Innenraum abgedichtet sein. Das bedeutet, dass dieser nicht nur eine Rückwand benötigt, sondern alle Fugen mit Hilfe von Silikondichtmittel verschlossen werden müssen. Am tiefsten Punkt des Gaskastens muss eine Entlüftung mit einer Mindestgröße von 100 cm2 angebracht werden. Vorsicht gilt bei Geräten, welche ihre Abgase nach unten abführen: hier ist die Anbringung der Entlüftung im Boden nicht zulässig. Eine Tür zum Innenraum wiederum darf vorhanden sein. Von dieser Regelung ausgenommen ist der Gasflaschenkasten. Hierbei handelt es sich um einen speziell angefertigten Kasten, welcher eine 2 cm2 Öffnung im Boden und einen luftdichten Deckel hat. Hier darf nur eine max. 3 kg schwere Gasflasche untergebracht werden. Die Entnahme ist nur von oben möglich. Der Druckregler (30 mbar) wird hinter der Gasflasche installiert und führt das Gas durch einen max. 40 cm langen Schlauch zu den einzelnen Verbrauchern.

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Mehr Sicherheit durch Schnellschlussventil

Wenn mehrere Verbraucher an die Gasflasche angeschlossen sind, muss je Verbraucher ein entsprechend gekennzeichnetes Schnellschlussventil installiert werden. Dieses dient zur zusätzlichen Sicherheit (neben dem Flaschenventil und dem evtl. Hauptabsperrventil).

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Die Gasleitungen selbst dürfen nicht aus einem bloßen Schlauch bestehen. Dieser ist höchstens über eine kurze Strecke von der Gasflasche zum Verteilerblock zulässig. Von dort müssen feste Leitungen verlegt werden, wobei sich hier der Einsatz von Stahlgasrohr empfiehlt. Dieses kann mit Hilfe von Gasdichtpaste und Gasverschraubungen optimal abgedichtet werden. Die Gasleitung sollte mind. alle 100 cm mit einer Gasrohrschelle befestigt werden, um ungewolltes Verrutschen o. ä. zu vermeiden.

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Besondere Vorschriften bei Heizung und Co.

Wer eine gasbetriebene Heizung oder einen gasbetriebenen Kühlschrank besitzt, muss die Abgasführung hier zwingend nach außen einbauen. Kocher, Gasleuchten und Backofen hingegen dürfen ohne einen separaten Abgaskamin genutzt werden. Wichtig ist die Vorschriften gemäß DIN 721 zu beachten (Anforderungen an die Sicherheitsbelüftung in bewohnbaren Freizeitfahrzeugen). Hier finden Sie Auskunft über die nötigen Lüftungsquerschnitte in Abhängigkeit von der Art und der Anzahl der eingebauten Geräte.

Durch die Umstellung von 50 mbar auf 30 mbar Gasanlagen kann es sein, dass der niedrigere Betriebsdruck durch eine Erhöhung der Gasmenge zum Verteilerblock ausgeglichen werden muss. Hier können Leitungen mit einem Durchmesser von 10 mm statt wie bisher 8 mm verwendet werden. Das bedeutet, dass die Verbindung der Gasflasche zum Verteilerblock vergrößert werden darf. Ab dem Verteilerblock bis hin zu den einzelnen Verbrauchern, muss aber weiterhin die Leitung mit einem Durchmesser von 8 mm verwendet werden.

Hinweis: Seit 01.01.2003 dürfen Neufahrzeuge und neu zugelassene Fahrzeuge nur noch mit 30 mbar Gasanlagen ausgestattet werden. Ältere Fahrzeuge können die 50 mbar Anlage erhalten.

Passenden Druckregler finden

Normgemäß muss der Druckregler einen so großen Durchfluss haben, dass bei gleichzeitigem Betrieb aller Verbraucher die Durchflussmenge stets größer ist als der Verbrauch. Für die Berechnung addieren Sie den Verbrauch aller angeschlossenen Verbraucher und erhalten somit den Gesamtverbrauch in g/h. Daraus leitet sich die Durchflussmenge des Druckreglers ab (diese muss über dem berechneten Wert liegen).

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