Das Hochdach
Mehr Luxus und Komfort geht innerhalb eines Wohnmobils kaum. Das Hochdach ist die Königsdisziplin im Bereich der nachträglich eingebauten Dächer. Denn mit dieser Dachform erreicht man das größtmögliche Platzangebot im Segment der Sonderdächer. Durch den Verbau eines Hochdaches werden alle Anforderungen an Raumangebot und Komfort im Wohnraum eines Campers erfüllt. Noch dazu ist das Hochdach die sicherste Variante der Sonderdächer. Durch seine feste Bauweise schützt es Sie und Ihre Familie ungleich besser vor nächtlichen Besuchern, die Ihnen und Ihrer Habe nicht gut gewogen sind. Ein Hochdach ist also bestens geeignet für einen Camper, der wenig im Straßenverkehr eingesetzt wird. Denn trotz der vielen Vorteile birgt das Hochdach auch Nachteile, über die Sie nachdenken sollten.
Die Vorteile des Hochdaches auf einen Blick
- Unglaubliches Platzangebot
- Raum für Luxus und Komfort
- Mehr Sicherheit durch feste Bauweise
Die Nachteile des Hochdaches
Stopp bei Tiefgaragen
Durch den recht hohen Aufbau schränkt ein Hochdach nicht nur die Urlaubsroute selbst, sondern auch die Park- und Abstellmöglichkeiten ein. So können Tiefgaragen damit nicht mehr angesteuert werden. Auch in Waschanlagen passt Ihr Wohnmobil damit nicht mehr. Bei der Parkplatzsuche bleibt somit nur noch die offene Straße zur Verfügung.
Doch letztlich sind dies Aspekte, die man bei der Planung der Reisen berücksichtigen und entsprechend nach Ausweichmöglichkeiten suchen kann, sodass die Einschränkungen überschaubar bleiben.
Verschiedene Formen und Verarbeitungsvarianten
Beliebt ist die Alkovenform. Diese Variante verschafft durch den Überbau über dem Fahrerhaus zusätzliche, recht geräumige Schlafplätze. Jedoch wirkt sich diese Form bedingt durch die in den Wind ragende Nase ungünstig auf die Aerodynamik aus. Wenn man auf diesen Platz verzichten kann, bieten sich flache Hochdächer eher an.
Das flache Hochdach
Sie kommen lediglich einer Verlängerung der Windschutzscheibe gleich und verändern die Windströmung kaum. Die meisten Hochdächer sind werkseitig bereits gut isoliert. Durch die Sandwich-Bauweise, durch die die Innenschale mit der Außenschale durch PUR Schaum miteinander verbunden wird, entfallen für Sie weitere Arbeiten an der Isolation. Die einzige Arbeit außer dem Einbau des Daches selbst, ist hierbei vielleicht das Hochdach, wenn Sie es mögen, mit einem Veloursstoff auszukleiden. Doch dies hätte bei einem voll isolierten Hochdach bestenfalls kosmetische Aspekte.
Isolieren empfiehlt sich immer
Kostengünstiger ist das Hochdach ohne Innenauskleidung. Die Innenverkleidung für ein solches Hochdach selbst herzustellen, ist sehr aufwendig. Daher empfiehlt es sich, im Zubehörhandel eine GFK-Innenschale zu kaufen und diese nachträglich in das Hochdach einzupassen. Somit erreichen Sie ebenfalls eine gute Isolierung. Die Kosten für diese nachträgliche Isolation lohnen in jedem Fall. Sollten Sie die zusätzlichen Kosten scheuen, so können Sie eine ebenfalls gute, aber günstige Isolierung erhalten, in dem Sie das Hochdach mit auf Schaumstoffträger geklebten Stoff auskleiden.
Dachausschnitt Varianten
Um das Dach einbauen zu können, benötigen Sie im Originaldach einen entsprechenden Dachausschnitt. Es gibt drei Varianten – den kleinen, den reduzierten und den großen Dachausschnitt. Sicherlich können Sie ein Hochdach auch in den kleinen Dachausschnitt einbauen. Doch dann wäre der Nutzen eines solch großen Daches dahin. Sie sollten daher mindestens auf den reduzierten Dachausschnitt zurückgreifen. Doch letztlich empfiehlt sich nur der große Dachausschnitt. Denn hierbei können Sie das komplette Platzangebot nach oben hin nutzen.
- Kleiner Dachausschnitt
- Reduzierter Dachausschnitt
- Großer Dachausschnitt
Welche Variante Sie auch immer wählen, so ist das Hochdach sicher trotz einiger Nachteile das komfortabelste Dach, das man beim eigenen Wohnmobilausbau einbauen kann.


