Die Innenverkleidung beim Wohnmobil
Auch für die Innenverkleidung stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Wenn die originale Verkleidung, die im Fahrzeug verbaut war, noch gut in Schuss ist, spricht nichts dagegen diese wieder zu verwenden. Wenn Ihnen hingegen eine individuelle Verkleidung vorschwebt, ist für Sie vielleicht eine Kunststoffverkleidung sinnvoll. Diese gibt es bereits fertig und ausgeformt bei den Zubehörhändlern.
Tipp: Individuelles Design mit Kunststoffverkleidungen
Anbringen der Innenverkleidung
Beim Verbau sollten Sie allerdings darauf achten, dass an den Stellen an denen die Verkleidung mit dem Blech in Berührung kommt Filz oder Schaumstoff untergelegt wird. Sonst kommt es bei Bewegungen der Karosserie zu erheblichen Quietschgeräuschen, die sehr lästig sein können. Natürlich können Sie die Verkleidungen auch selbst bauen. Hierfür eignen sich am besten Hartfaserplatten. Der Zubehörmarkt hält diese Platten bereits mit ansprechenden Dekors bereit. Dies gilt ebenso für Sperrholzplatten. Diese Dekorplatten sind in der Regel pflegeleicht, sodass nicht viel Arbeit entsteht beim Säubern der Verkleidung.
Verkleidung selbst gestalten
- Hartfaserplatten
- Sperrholzplatten
Echtholz als schöne Verkleidung für die Wände im Wohnraum Ihres Campers mag verlockend klingen, doch von der Verwendung muss abgeraten werden. Die Erfahrung zeigt leider, dass so schön diese Verkleidungen im Anfang auch aussehen mögen, das Echtholz der Beanspruchung, die ein Camper tagtäglich ausgesetzt ist, nicht lange standhält. So edel das Interieur zu Beginn aussieht, so unansehnlich wird es im Laufe der Zeit.
Auch bei der Innenverkleidung redet der TÜV mit
Sie müssen in jedem Fall Abstand von solchen Brettern nehmen, die mit Nut und Feder zusammenhalten. Diese Variante der Innenverkleidung wird keinesfalls vom TÜV abgenommen. Denn sie ist durch den einfachen Zusammenhalt nicht splittersicher. Man mag sich nicht vorstellen, was bei einem Unfall passieren kann, wenn nach und nach die Bretterverkleidung splitternd von der Wand reißt. Die Verletzungsgefahr ist eindeutig zu hoch.
Die neue Verkleidung selbst bauen
Wenn Ihr Basisfahrzeug bereits mit einer Verkleidung versehen war, können Sie die Maße dieser Verkleidung als Maßstab nehmen. Legen Sie die Teile der alten Verkleidung einfach auf den Werkstoff, der die neue Verkleidung bilden soll. Übertragen Sie mittels eines Filzstiftes die Kontur des jeweiligen Verkleidungsstückes auf die neuen Paneele. Dann zeichnen Sie noch die Befestigungspunkte an und schon können Sie die neue Verkleidung aussägen. Verwechseln Sie dabei bitte auf keinen Fall die Vorder- mit der Rückseite. Ansonsten erhalten Sie im Ergebnis zwei sich spiegelnde Verkleidungen, die Sie nicht verwenden können. Zum Aussägen eignet sich am besten ein feingezahntes Metallsägeblatt, das in eine Stichsäge eingesetzt wird. Nachdem die Verkleidungsteile ausgesägt sind, sollten Sie die Kanten, um glatte Flächen zu erhalten, mit einer Feile entgraten.
Tipp: Maße der alten Verkleidung auf neuen Werkstoff übertragen
Wenn Ihnen keine alte Verkleidung zur Verfügung steht, Sie aber trotzdem eine solche selbst anfertigen möchten, kommen Sie nicht umhin die Maße für die neue Verkleidung auszumessen. Zwar gibt es Standardmaße, doch nicht jedes Fahrzeug ist in seinen Abmessungen gleich. Daher müssten Sie auch bei Standardmaßen immer nachmessen, ob diese auch für Ihr Fahrzeug gelten. Verkleidungen aus Hartfaser lassen sich am besten mit Schraubdübeln anbringen. Üblicherweise wird die Verkleidung jedoch mit Senkkopf-Blechschrauben befestigt. Als Unterlegscheiben dienen hierbei Kegelscheiben.
Vorgehen
- Falls vorhanden Maße der alten Verkleidung auf neuen Werkstoff mit einem Filzstift übertragen
- Sonst Maße sorgfältig ausmessen
- Befestigungspunkte einzeichnen
- Verkleidung mit eienr Stichsäge und Metallsägeblatt ausägen (Vorsicht: nicht Vorder- und Rückseite verwechseln)
- Kanten mit einer Feile glätten
- Befestigung mit Senkkopf-Blechschrauben und Kegelscheiben
Nachteile
Doch diese Methode birgt Nachteile. Zum einen müssen zur Befestigung erst einmal Bohrlöcher in das Blech Ihres Basisfahrzeuges gebohrt werden. Hierbei entstehen zwingend Bohrspäne. Es muss also darauf geachtet werden, dass diese Bohrspäne rückstandsfrei nach dem Bohren entfernt werden, da sie sonst für Rostbefall sorgen können.
Ein weiterer Nachteil dieser Methode ist, dass sich diese Schrauben leicht lösen. Insbesondere an Stellen an denen sie starken Erschütterungen ausgesetzt sind, wie es zum Beispiel im Bereich der Tür der Fall ist, drehen sie sich gerne aus der Bohrung heraus und werden lose. Wenn Sie dies bemerken ist das sicherlich kein Problem, denn Sie können die Schrauben wieder nachziehen. Außerdem entstehen an den Stellen, an denen zwei Verkleidungen aneinanderstoßen, meist unschöne Fugen. Um hier ein einheitliches Bild zu schaffen, können Sie diese Stellen mit einem Doppel-U-Profil verbinden. Nach Abschluss dieser Arbeiten erstrahlt der Wohnraum Ihres Wohnmobils durch die neue Innenverkleidung in einem neuen Licht.


