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Unterflurtank für das Frischwasser

Die zweite Möglichkeit um Frischwasser im Wohnmobil mit sich zu führen ist ein sogenannter Unterflurtank. Dieser wird - wie der Name bereits sagt - unterhalb des Fahrzeuges eingebaut.

Vorteile eines Unterflurtankes

Zuerst einmal nimmt er im Innenraum des Wohnmobils keinen Platz weg. Zum Zweiten kann man ihn, da er von außen gut zu erreichen ist, hervorragend nachfüllen. Frischwassertanks, die unter dem Wagen eingebaut werden, sind ungemein dickwandig und somit sehr robust. Das müssen sie auch sein, sollen sie doch gefeit sein gegen die Einflüsse, die die Natur auf einen außen liegenden Tank nehmen kann. Wichtig ist aber auch, dass Sie einen Tank kaufen, der den hygienischen Anforderungen entspricht. Dieses gilt sowohl für Unterboden- als auch für Überflurtanks.

Auch hier hygienefreundlicher Kunststoff

Frischwassertanks müssen aus einem hygienisch einwandfreien und für Trinkwasser zugelassenen Material bestehen. Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften, doch die eigene Gesundheit sollte hier schon das Maß aller Dinge sein.

Die Nachteile eines Unterflurtankes

Ein Frischwassertank, der am Unterboden des Fahrzeuges angebracht ist, bringt auch Nachteile mit sich. Diese sollten Sie unbedingt in Ihre Überlegungen und der Wahl des passenden Wassertankes berücksichtigen.

Wenig Platz auch unter dem Fahrzeug

Auch am Unterboden ist in der Regel nicht allzu viel Platz vorhanden. Schließlich führen hier Kabelstränge her. Ebenso ist die komplette Auspuffanlage bis hin zum Motor unter dem Wagen verbaut. Auch die Bremsleitungen, die die Hinterachse mit der nötigen Bremskraft versehen, gehen unter dem Fahrzeug entlang. Das Wohnmobil ist auf zwei Achsen gelagert, die die Verbindung zwischen den beiden Vorder- und den beiden Hinterrädern schaffen. Hier ist also auch nicht wirklich viel Platz für einen Tank.

Bei Wind und Wetter draußen

Hinzu kommt, dass der Tank sich gegen Wind und Wetter behaupten muss. Im Sommer ist dies sicherlich kein Problem. Im Winter hingegen kann es schnell passieren, dass der Tank und das darin enthaltene Frischwasser einfrieren. Verbauen Sie Ihren Frischwassertank zu nahe am Auspuff, werden Sie Probleme bekommen mit den ungemein heißen Abgasen, die durch die Auspuffanlage befördert werden. Hier hilft dann nur ein Hitzeschild weiter.

Geringere Bodenfreiheit - Gefahr durch Bodenwellen

Außerdem stellt die Bodenfreiheit ein Problem dar. Sicherlich kennen Sie das Problem von Fahrzeugen, die über eine tief heruntergezogene Frontschürze verfügen. Tuningfans mögen diese Modifikation am Auto sehr gerne. Die Spoiler sind oft so tief heruntergezogen, dass das Fahrzeug kaum noch über Bodenfreiheit verfügt. Der Fahrer muss sein Auto, wenn Sie so wollen, über jede Bodenwelle herübertragen, damit die Frontschürze nicht abgerissen wird. Ein solcher Fahrer weiß das allerdings und reagiert entsprechend, sobald er eine kleine Unebenheit auf der Straße bemerkt. Die Fahrer, die ein Wohnmobil führen, machen sich naturgemäß über eine solche vorsichtige Fahrweise keine Gedanken. Warum auch. Doch mit einem Tank, der zu wenig Bodenfreiheit übrig lässt, könnte Ihnen das Gleiche passieren wie einem Fahrer eines Tuningfahrzeuges, wenn denn die Frontschürze abreißt. Dann kann es passieren, dass eine einzige Bodenwelle Ihrem Tank den Garaus macht.

Beschädigung durch Steinschlag

Ebenso kann es immer wieder einmal passieren, dass Steinschlag den Unterflurtank trifft. Es lässt sich gar nicht vermeiden, dass beim Fahren immer wieder kleine Steine aufgewirbelt werden, die dann auch gegen den Frischwassertank knallen und diesen auf Dauer beschädigen.

Sicherlich ist der Einbau eines Unterflurtankes keine schlechte Idee. Doch der Verbau des Frischwassertankes ins Innere des Wohnmobils hat auch seine Vorzüge. Wenn Sie auf Ihren Reisen nur asphaltierte Strecken fahren und genügend Platz unter dem Wagen haben, ist der Unterboden-Frischwassertank sicherlich eine gute Alternative. Wenn Sie hingegen viele Strecken durch das Gelände planen, sollten Sie einen Überflurtank in Erwägung ziehen.