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Die Ausbauplanung beim eigenen Wohnmobil

peugeot boxerWer sich gerne ein eigenes Wohnmobil gestalten möchte, steckt meist voller Tatendrang und möchte sofort mit dem Ausbau beginnen. Doch wie so oft im Leben sollte man nichts überstürzen. Anstatt voreilig ohne Vorbereitung und Planung zu beginnen und in mitten der Arbeit festzustellen, dass etwas nicht klappt, sollte man sich vorab lieber die Zeit nehmen die Ausbauplanung sorgfältig durchzugehen.

Umso detaillierter, desto besser

Dabei wird Ihnen die Planung des Ausbaus im Vorfeld ein wenig Arbeit abverlangen. Doch je genauer Sie hierbei vorgehen, um so schneller und effektiver wird die Umsetzung vonstatten gehen. Denn bereits bei der Ausbauplanung sehen Sie, welche Werkzeuge Sie notfalls ausleihen oder kaufen müssen. Sie erkennen ebenfalls, welche Tücken der Wohnmobilausbau für Sie bereithält, an welcher Stelle Sie vielleicht Hilfe in Anspruch nehmen oder welche Arbeiten Sie komplett an Fachleute übergeben müssen. Je genauer die Ausbauplanung erfolgt, um so geringer sind die Möglichkeiten, unliebsame Überraschungen zu erleben, weil mitten in der Arbeit gerade ein zweites Paar Hände fehlt oder das benötigte Werkzeug nicht griffbereit ist.

Das A und O - die Ausbauplanung

Wichtig zum Zeitpunkt der Planung ist zum Beispiel, sich darüber Gedanken zu machen, mit wie vielen Personen Sie auf Reisen gehen möchten. Davon hängt die Anzahl der Betten ab. Hiermit hängt wiederum zusammen, an welchen Stellen Sie die Schlafplätze in Ihrem Camper unterbringen können. Wenn Sie mit Ihren Kindern reisen, benötigen Sie genügend Raum, damit sich Ihre Kleinen gerade an Regentagen ohne Enge im Wohnraum aufhalten können. Ebenso sollten Sie berücksichtigen, dass Ihre Kinder später einmal erwachsen sind und vielleicht nicht mehr den Wunsch verspüren mit Papa und Mama Wohnmobilreisen zu unternehmen, sondern lieber mit Freunden den Urlaub verbringen. Die Ausbauplanung mag ein lästiges Übel sein, wenn man voller Elan mit dem Aufbau beginnen möchte, um schnellstmöglich das Endergebnis betrachten zu können. Doch ohne sie geht es nicht. Je mehr Arbeit und Genauigkeit Sie in die Ausbauplanung stecken, um so zufriedener werden Sie mit dem Ergebnis sein: ein nach Ihren Wünschen und Vorstellungen selbst ausgebauten Camper.

Planung für den eigenen Ausbau mit allen Beteiligten

Möchte man sein Fahrzeug selbst ausbauen oder mit Bausätzen, Küchen- oder Schlafmodulen zum Camper umbauen, sollte man sich am besten mit allen Beteiligten an einen Tisch setzen und die wichtigsten Fragen gemeinsam erötern. So werden nicht nur die Meinungen und Wünsche aller zukünftiger Camper berücksichtigt. Meist ergeben sich daraus auch neue Ideen und Anregungen.

Die wichtigsten Fragen im Überblick

  • Wie viel Personen reisen mit dem ausgebauten Camper? Fahren bisweilen weitere Fahrgäste mit? Daraus ergibt sich die nötige Anzahl der Sitzplätze. Und dies spielt insbesondere bei der Nachrüstung einer Sitz-Schlafbank eine Rolle. Für manche Fahrzeuge gibt es einfach keine Sitzbank mit ABE (Allgemeiner Betriebserlaubnis), die während der Fahrt genutzt werden darf. Für andere sind die Nachrüstbänke recht teuer, was wieder ein Kostenfaktor ist.
  • Benötigt jeder Mitreisende ein Bett im Camper oder werden auch Hotels oder Zelte genutzt? Daraus kann die Anzahl der Schlafplätze und ggf. die Nachrüstung des Dachtyps abgeleitet werden.
  • Soll das Fahrzeug nur für den Campingurlaub oder auch im Alltag genutzt werden? Abhängig von richtet sich die Größe das ausbaubaren Fahrzeuges. Wer mit seinem Camper öfter größere Gegenstände transportieren möchte, kann an dieser Stelle auch darüber nachdenken, ob es ein Bausatz sein soll, der schnell wieder ausgebaut werden kann.
  • Möchte man nur Stehhöhe im Fahrzeug oder auch einen weiteren Schlafplatz? Ist man mehr im Sommer oder auch im Winter unterwegs? Von diesen Fragen hängt die Wahl des Hoch-, Schlaf- oder Hubdaches ab.
  • Soll das Fahrzeug vor dem Ausbau gedämmt werden?
  • Wie viel Stauraum benötigen Sie für Ihre Mitreisenden und Urlaubsziele?
  • Wie gut muss die Küche ausgestattet sein?
  • Wie viel Wasser und Strom benötigen Sie?
  • Welche technischen Geräte sollen es sein (Heizung, Kocher usw.)?
  • Sollen Fenster oder Dachluken eingebaut werden?
  • Sind weitere Sicherheitsaspekte wie Safe, Fangnetz, Hundebox, Rückfahrkamera o. ä. nötig?
  • Welche Extras sind notwendig (Anhängerkupplung, Fahrradträger usw.)
  • Und schließlich für die Ästhetik: Welche Farbe soll der Innenausbau haben? Welcher Bodenbelag soll verwendet werden? Sollen die Wände verkleidet werden? Sollen Lichter im Dachhimmel integriert werden?

Ein Blick in die Zukunft - Kinderplanung

Gerade bei der Anzahl und auch Größe der Betten sollte ein Blick in die Zukunft geworfen werden. Steht eine Kinderplanung an? Wollen die jugendlichen Kinder noch mitfahren? Danach richtet sich natürlich die Wahl der festen oder umbaubaren Betten. Gerade wer in der Stadt wohnt, sollte die Größe des Basisfahrzeuges gut überdenken. Passt das Fahrzeug auch in kleine Parklücken? Ist ein ausreichend großer Stellplatz vorhanden? Möchte man sein Fahrzeug über dem Kochbereich nur mit ausreichend Stehhöhe ausstatten, sollte man vielleicht über ein Hubdach nachdenken. Wer hingegen Stauraum oder weitere Schlafplätze benötigt und gerne auch im Winter campt, kann sein Fahrzeug mit einem Hochdach ausstatten. Ein solches bietet nicht nur Platz, sondern kann auch mit Isolierung verbaut werden. So ist auch bei kalten Temperaturen für ausreichend Wärme gesorgt. Wer hingegen oft in Tiefgaragen fährt und eher im Sommer unterwegs ist, kann sich auch für ein Schlafdach entscheiden. Mit diesem wird die Fahrzeughöhe bei eingeklapptem Dach nicht schwerwiegend erhöht. Kleiner Nachteil: Schlafdächer können nicht isoliert werden und eignen sich daher eher für wärmere Gefielde.

Stauraum und Energiequellen planen

Besonders wichtig ist, dass ausreichend Stauraum vorhanden ist. Hier spielt nicht nur die Anzahl der Mitreisenden eine Rolle, sondern auch die Länge des Urlaubes. Ebenso entscheidend: reisen Tiere mit und wird extra Spielzeug für die Kleinen eingepackt? Haben auch die Sportgeräte ausreichend Platz? Bei der Küchenplanung sollte darüber nachgedacht werden, ob man vermehrt Campingplätze mit Landstromanschluss anfährt oder lieber autark reist. Danach richtet sich die Wahl der Energiequelle. Abhängig von der Häufigkeit der Küchennutzung, sollte deren Ausstattung (Kühlschrank, Kühlbox, Töpfe, Besteck, Geschirr usw.) gewählt werden - eher spartanisch bei vielen Restaurantbesuchen oder voll ausgestattet bei Eigenversorgern.

Bei der Frage nach dem Wasser- bzw. Strombedarf sollten die eigenen Gewohnheiten berücksichtigt werden. Wird oft im Fahrzeug geduscht? Wird viel Wasser für Kaffee oder Tee benötigt? Wollen Sie im Fahrzeug abspülen? Danach richtet sich die Größe des Abwasser- und Frischwassertankes. Alternativ können auch Kanister verwendet werden. Welche Wasserpumpe eignet sich für den Einsatz am besten? Welche Schläuche und Hähne sind geeignet? Ebenso entscheidend: was wollen Sie neben dem Kühlschrank noch elektrisch betreiben? Einen Fernseher, die Kaffeemaschine, die Beleuchtung? Sammeln Sie am besten alle Stromverbraucher und erstellen Sie eine Verbrauchsübersicht. Am besten berechnen Sie Ihren täglichen Strombedarf und stimmen darauf Ihre Energieversorgung ab.

Hat man alle wichtigen Fragen geklärt, sollte man sich natürlich auch Gedanken darüber machen, welches Farbkonzept man sich für den Ausbau wünscht. Denn schließlich wird man die nächsten Jahre das Interieur im Campingurlaub ständig im Blick haben. Die Ausführungen sind hier so verschieden wie die Camper selbst: die einen mögen es eher schlicht, die anderen stehen auf Farbe. Wenn man sich das Gesmtkonzept vor der Umsetzung überlegt, kann der Wohnmobilausbau super schick werden. Wer beispielsweise Farbe ins Spiel bringt, kann diese auch bei den Vorhängen, oder dem Bodenbelag wieder aufnehmen.

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