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Nicht vergessen: Gas, Wasser und Elektrik planen

frischwassertank im wohnmobilAuch im eigenen Wohnmobil benötigen Sie, wie in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung auch, Anschlüsse für Gas, Wasser und Elektrik. Ihre Wohnung werden Sie mit der entsprechenden Verkabelung bereits bezogen haben, beim Ausbau Ihres Campers sind Sie nun selbst gefragt. Denn ohne Strom funktioniert sämtliche Elektrik an Bord nicht. Ohne Zufuhr von Frischwasser und Ablauf von Abwasser können Sie die Spüle nicht betätigen. Ohne den Einbau von Gasleitungen wird der Kocher kalt und die Heizung aus bleiben.

Möglichkeiten durchgehen und skizzieren

Damit Sie am Ende nicht kopf- und komplett ratlos vor dem Gewirr an Strippen, Schläuchen, Kabeln und Rohren stehen, gehen Sie vor Beginn der Verlegung der Leitungen gedanklich alle Möglichkeiten durch. Wenn Sie die für Sie bestmögliche Verlegung gefunden haben, skizzieren Sie diese auf einem Blatt Papier. Die Zeichnung muss nicht der eines technischen Zeichners entsprechen. Doch sie hilft Ihnen beim Einbau der Leitungen den Überblick zu behalten.

Zur Erinnerung und Fehlersuche

Ebenso können Sie noch Jahre später nachschauen, wo Sie was in welcher Länge verbaut haben. Auch bei der Fehlersuche hilft diese Skizze weiter, wenn einmal etwas nicht mehr oder nicht richtig funktioniert. Bei einer guten Vorplanung ist die Verlegung der Leitungen für Gas, Wasser und Elektrik vielleicht immer noch kein Kinderspiel, aber dennoch erleichtert Sie Ihnen die Arbeit.

Alle Eventualitäten durchspielen bei der Elektrik

Wichtig: damit die Leitungsverlegung geplant werden kann, muss klar sein, was im Wohnmobilausbau umgesetzt und wo es platziert wird. Wer seinen Kühlschrank auf der Fahrerseite positioniert benötigt keine Anschlüsse hinter dem Beifahrersitz. Ebenso entscheidend: wie viel Energie wird benötigt. Soll der nötige Strom wirklich komplett von der Bordbatterie gezapft werden oder ist es doch besser eine eigene, unabhängige Aufbaubatterie zu integrieren. Der Vorteil: die Aufbaubatterie wird während der Fahrt ebenfalls geladen und versorgt alle angeschlossenen Verbraucher. Sollte man aber einmal längere Standzeiten haben und die Batterie nicht nachladen, muss man keine Angst haben, dass man nicht mehr vom Fleck kommt. Die Aufbaubatterie arbeitet autark und wenn diese leer ist, kann das Fahrzeug mit der Bordbatterie wie gewohnt gestartet werden. Möchte man eine Solaranlage verbauen muss auch das mit eingeplant werden. Hier geht es nicht nur um Durchbrüche für die Leitungen und deren Verlegung. Oft müssen auch spezielle Batterien oder Ladegeräte eingebaut werden. Und wer schließlich auch das Stromangebot auf dem Campingplatz nutzen möchte, kann sich Gedanken über einen Landstromanschluss machen - natürlich besonders edel mit Außensteckdose.

TÜV-Vorgaben beim Gas beachten

Zwar greifen heutzutage immer mehr Camper auf Alternativen zur klassischen Gasanlage zurück, dennoch werden noch viele Kocher mit einer festverbauten Gasanlage betrieben. Hier gibt es aber einiges zu beachten. Die Gasflasche muss in einem luftdichten, separaten Fach verstaut sein, welches zudemüber eine Lüftungsöffnung verfügen muss - damit austretendes Gas nicht zur Gefahr wird. Elektrikleitungen im Gaskasten sind tabu. Und auch bei der Verlegung der Gasleitungen gibt es einiges zu beachten. Außerhalb des Gaskastens müssen feste Leitungen wie beispielsweise Kupferrohre verwendet werden. Nur im Gaskasten darf ein flexibles Stück Schlauch verbaut werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt die Gasanlage von einem autorisierten Fachbetrieb einbauen. Aber Achtung: nicht jede Werkstatt darf Gasanlagen verbauen. Daher sollte man sich unbedingt über die Qualifikationen erkundigen. Im Idealfall kommt der TÜV ins Haus und nimmt die verbaute Anlage gleich ab. So hat man keine Schwierigkeiten und muss sich nicht ärgern. Die TÜV-Beamten werden hier immer sensibler für das Thema Gasanlage und Wohnmobilausbau. Klar, immerhin stehen Sie mit Ihrer Unterschrift für die Sicherheit des Fahrzeuges und wollen sich daher so gut wie möglich selbst absichern. Bei der Planung sollte also vorab mit der Werkstatt besprochen werden wo die Verbraucher sitzen und wie die Leitungen verlegt werden. Danach richtet sich dann die Elektroinstallation.

Fließend Wasser - ganz simpel

Beim Wohnmobilausbau kann die Sache mit dem fließenden Wasser recht leicht gelöst werden. Gerade wer nicht unbedingt Warmwasser benötigt kann hier auf eine einfache Wasserkanisteranlage zurückgreifen. Hier wird ein Kanister mit Frischwasser gefüllt und mit einer Tauch- oder Druckpumpe bestückt. Betätigt man den Wasserhahn hat man fließendes Wasser. Der Abfluss des Waschbeckens mündet dann ebenfalls wieder in einem Kanister, welcher das Abwasser aufnimmt. So ist nicht nur die Installation recht einfach. Auch das Auffüllen des Behälters geht leicht von der Hand: dieser kann ja schließlich einfach herausgenommen und befüllt werden. Ebenso simpel: das Entleeren des Abwasserkanisters. Über die ideale Größe der Wassertanks scheiden sich die Campergeister. Die einen schwören auf normale 19 Liter Kanister, da sie hier stets frisches Wasser in Verwendung haben, die Tanks nicht zu schwer sind und leicht gereinigt oder auch einmal ausgetauscht werden können. Andere setzen lieber auf größere Tanks, die auch einmal unterflur angebracht werden, damit sie auch längere Zeit im Urlaub autark leben können. Egal für welche Größe man sich entscheidet: die Reinigung der Kanister und das Frischhalten des Wasser ist entscheidend.

Was am Anfang vielleicht als kleiner Punkt abgetan wird, kann je nach Größe des Wohnmobilausbaus doch auch etwas umfangreicher werden. Die Planung der Gas- und Elektrikleitungen will gut durchdacht sein - auch in Hinblick auf später anfallende Reparaturen. Möchte man nicht nur kaltes Wasser im Campingbus haben, muss man zudem über den Einbau einer Therme (erhitzt Wasser im Durchfluss) oder eines Boilers (besitzt einen Tank und speichert Warmwasser) und natürlich den Betrieb nachdenken - auch wenn dies bei kleineren Ausbauten eher selten der Fall ist. Je nachdem für was man sich entscheidet, gilt es auch hier wieder die gesetzlichen Vorschriften zu beachten.

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