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Unbeding die Nutzlast beachten

ford transitDie Nutzlast ist ein wichtiger Punkt, den Sie bei der Planung Ihres Ausbaus nicht außer Acht lassen sollten. Für jedes Fahrzeug gibt der Hersteller ein zulässiges Gesamtgewicht an. Das zulässige Gesamtgewicht ist das Gewicht des Fahrzeuges, das sich aus der Summe der Zuladung und des Leergewichts des Fahrzeuges ergibt. Dieses Gewicht kann für jedes einzelne Fahrzeug, das bei einem Hersteller das Produktionsband verlässt, genau berechnet werden. Warum das so wichtig ist? Weil genau auf dieses Gewicht die Bremsanlage und das Fahrwerk des jeweiligen Fahrzeuges abgestimmt sind. Das zulässige Gesamtgewicht können Sie den Fahrzeugpapieren Ihres Basisfahrzeuges entnehmen.

Gesamtgewicht = Leergewicht + Zuladung

Überschreitet man mit einer zu hohen Zuladung das zulässige Gesamtgewicht, kann es zu erheblichen Veränderungen im Fahrverhalten des Fahrzeuges kommen. Ebenso gefährlich ist die Tatsache, dass die Bremsanlage bei einem zu hohen Gewicht nicht mehr richtig greift. Die Bremsleistung ist eingeschränkt, da die Bremsen mehr Gewicht als vorgesehen zum Stehen bringen müssen. Man mag sich nicht vorstellen, was passiert, wenn man auf ein Stauende zurast und die Bremsen nicht mehr funktionstüchtig sind. Darüberhinaus geht das Überschreiten des zulässigen Gesamtgewichtes im Schadenfall fast immer mit dem Verlust des Versicherungsschutzes einher.

Berechnung der Nutzlast

Die Nutzlast nun errechnet sich aus der Differenz des Leergewicht Ihres Fahrzeuges und des zulässigen Gesamtgewicht, das der Hersteller für dieses Fahrzeug veranschlagt hat und entspricht damit der Zuladung. Das heißt, dass die Nutzlast mit jedem Teil, das Sie in Ihrem Fahrzeug verbauen, geringer wird. Daher sind gerade für diesen Punkt Überlegungen im Vorfeld von immenser Bedeutung. Denn Ihr Fahrzeug erhält mit einem überschrittenen zulässigen Gesamtgewicht beim TÜV gewiss keine Zulassung. Es empfiehlt sich bereits in der Planungsphase grob zu überschlagen, wie hoch das Gewicht sein wird, das Sie in Form von Möbeln, Bodenplatte und Hochdach in Ihrem Fahrzeug verbauen wollen. Vergessen Sie nicht, dass auch die Menschen, die mit Ihnen reisen, über ein Gewicht, das angerechnet werden muss, verfügen. Ebenso spielt das Gepäck, das Sie auf Reisen mitnehmen, eine gewichtige Rolle, wenn man sich bereits am Rande der zur Verfügung stehenden Nutzlast befindet.

Nutzlast = Gesamtgewicht - Leergewicht

TÜV-Abnahme nicht vergessen

Bei der TÜV-Abnahme Ihres Campers wird das Fahrzeug vom TÜV-Prüfer gewogen. Hierfür gelten klare Richtlinien. Das Wohnmobil muss beim Wiegen in einem betriebsbereiten Zustand vorgestellt werden. Alle Tanks müssen installiert sein. Der Kraftstofftank sollte sogar komplett gefüllt sein. Ist er es nicht, errechnet der Prüfer anhand des Volumens, das er den Fahrzeugpapieren entnimmt, das Gewicht des gefüllten Tanks. Zu einem betriebsbereiten Zustand eines Fahrzeuges gehört auch, dass sich Dinge, die per Gesetz vorgeschrieben sind wie Wagenheber, Reserverad oder Zweitbatterie beim Wiegen an Bord befinden. Ebenso wird in das Gesamtgewicht Ihres Wohnmobils Ihr eigenes Körpergewicht mit eingerechnet. Die TÜV-Prüfer gehen, ohne Sie selbst zu wiegen, von einem Durchschnittwert von 75 Kilogramm aus. Wenn man alles zusammenrechnet, ist man oft erstaunt, wie viel Gewicht zusammenkommt und wie schnell man sich am Rande des zulässigen Gesamtgewichts aufhält.

Immer wieder wiegen während des Wohnmobilausbaus

Damit Sie keine Gefahr laufen dieses zu überschreiten und die TÜV-Abnahme riskieren, sollten Sie bei dem für Sie zuständigen TÜV nachfragen, ob Sie hin und wieder während der Ausbauphase die Waage des TÜV benutzen dürfen. So gewinnen Sie im weiteren Verlauf des Ausbaus stets einen Überblick über das aktuelle Gewicht Ihres Campers. Die meisten TÜV-Prüfer sind in der Regel in dieser Frage kooperativ. Somit haben Sie die Möglichkeit, wenn Sie sich bereits während des Ausbaus an der Grenze des zulässigen Gesamtgewichts bewegen, entsprechend zu reagieren und den geplanten Ausbau zu überdenken. Denn dann muss wohl oder übel die Einrichtung abgespeckt werden.

Gepäck und Proviant nicht vergessen

Denn es muss bedacht werden, dass, wenn Sie mit Ihrem Camper später auf große Fahrt gehen, Sie Gepäck und Proviant mitnehmen werden. Vielleicht sollen Fahrräder oder das Surfboard ebenfalls mit in den Urlaub. Folglich müssen Sie Gewicht zuladen. Wenn sich das Gewicht Ihres Fahrzeuges jedoch schon an der Grenze zum zulässigen Gesamtgewicht befindet, bleibt nicht mehr viel Gewicht für die Zuladung übrig. Sie sehen, diese Rechenexempel hinsichtlich der Nutzlast sind durchaus sinnvoll während der Ausbauphase, um nicht nach Fertigstellung des Ausbaus feststellen zu müssen, dass das Gepäck per Kurierdienst an die jeweiligen Urlaubsorte gebracht werden muss, weil es im Fahrzeug wegen der Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichtes nicht transportiert werden darf.

Auflastung für mehr Gewicht

Für viele Fahrzeuge besteht die Möglichkeit des Auflastens. Durch das Auflasten bekommt das Fahrzeug zum Beispiel durch den Verbau eines anderen Fahrwerks mehr Gewicht. Das Auflasten ist interessant im Zusammenhang mit den Kfz-Steuern. Wenn das Basisfahrzeug als PKW eingetragen ist, berechnen sich die Steuern nach dem Hubraum des Motors. Lasten Sie nun Ihr Fahrzeug auf und erreichen damit das Gewicht eines LKW, so kann es sein, dass Ihr Finanzamt das Fahrzeug tatsächlich als solchen anerkennt und somit die Besteuerung auf LKW-Niveau gesenkt wird. Doch nicht immer wird die Zustimmung vom Finanzamt erteilt. Bevor Sie also auflasten, sollten Sie sich sowohl beim TÜV als auch beim Finanzamt über die Möglichkeiten informieren.