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Sicherheit bei Sitzen und Gurten

Denken Sie an die eigene Sicherheit beim Wohnmobilausbau

Wildcamper Bausatz Sport und Sitzbank mit allgemeiner ABEAuch für die Sitze und Gurte, die Sie in Ihr Fahrzeug einbauen, gelten gesetzliche Bestimmungen, da sie der Sicherheit des Campers Genüge tun müssen. Viele Sitzbanksysteme werden vom Hersteller nur an Fachwerkstätten verschickt. Die meisten TÜV-Beamten tragen mittlerweile Nachrüstbänke auch nur ein, wenn der Nachweis erbracht werden kann, dass diese fachgerecht eingebaut worden sind. Grundsätzlich gibt es hier zwei Varianten: die Sitzbank mit integriertem Gurtsystem und die Sitzbank, welche die Originalgurtaufnahme des Fahrzeuges benötigt. Beiden gemein ist, dass Sie eine ABE (allgemeine Betriebserlaubnis) benötigen. Nur wenn die Bank diese hat, kann sie vom TÜV abgenommen und in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Über die Jahre sind die Vorschriften hier immer strenger geworden. Eigenbauer haben in der Regel kaum mehr Chancen eine Eintragung zu erhalten.

Auch viele Sitzbankhersteller mussten reagieren und den gestiegenen Anforderungen nachkommen. Diese Entwicklungskosten schlagen sich nicht selten auf den Preis der Sitzbank nieder. Klar, wer eine Sitzbank entwirft und entwickelt und diese dann prüfen lässt, muss eine Menge Kapital einsetzen, bevor überhaupt eine Bank verkauft werden kann. Die Festigkeitsgutachten und Prüfungen durch den TÜV sind sehr umfangreich und kostspielig, müssen hier doch mehrere Bänke ausgiebig getestet werden. Da eine Sitzbank im Fall der Fälle einen hohe Sicherheitsaspekt hat, sollte man hier nicht sparen. Je nach Fahrzeugtyp erhält man Sitz-Schlafbänke bereits ab 1.790 EUR (für den VW T5 und T4). Allerdings benötigen diese die Originalgurtaufnahmen. Luxuriöser und zudem Kindersitz-geeignet sind Sitzbanksysteme mit integriertem Gurtsystem. Hier ist die gesamte Gurtanlage an der Sitzbank verankert, sodass die Bank komplett mit Dreipunktgurte ausgestattet ist und keine Gurtaufnahme im Fahzreug benötigt.

Sitzbanksysteme mit ABE im Überblick

Sitz-Schlafbank mit integriertem Gurtsystem
Sitz-Schlafbank mit Nutzung der originalen Gurtaufnahmen

 

Wildcamper Sitzbanksysteme

Vorschriften des Gesetzgebers

Die Bestuhlung und die Gurte dürfen in einem Wohnmobil nicht irgendwo angebracht werden. Hier gibt der Gesetzgeber klare Anordnungen. Zum einen hängt die Zahl der Sitze, die während der Fahrt besetzt werden dürfen, zum Beispiel von der Zuladung und dem zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs ab. Die Art der Sicherheitsgurte, die Sie einbauen müssen, hängt wiederum ab vom Baujahr Ihres Fahrzeuges. Für vor 1992 gebaute Fahrzeuge gilt, dass nur bauartgenehmigte Gurte verbaut werden dürfen. Diese müssen an Verankerungspunkten, die ausreichend Festigkeit für die Sitze aufweisen, die keine gepolsterte Abstützmöglichkeit vor sich haben, eingebaut werden. Ebenso müssen geeignete Abpolsterungen für die Plätze vorhanden sein, die quer zur Fahrbahn verlaufen. Für die Plätze, die entgegen der Fahrtrichtung angebracht sind, müssen Kopfstützen angebracht sein. Für Fahrzeuge ab dem Baujahr 1992 sind die Vorgaben ein wenig verschärft. Hier müssen alle Plätze in Fahrtrichtung mit bauartgenehmigten Gurten und gesicherten Verankerungspunkten ausgestattet sein. Die Vorgaben und Anforderungen hier ändern sich beinahe jährlich, daher sollte man sich vorab über die aktuelle Gesetzeslage informieren. Auch die Anforderungen an das Gurtsystem werden ständig verschärft. Mittlerweile dürfen in einem Wohnmobilausbau nur noch Sitzbänke in Fahrtrichtung verbaut werden. Die notwendigen Gurte  hängen dabei von der Zulassung des Fahrzeuges (PKW oder Wohnmobil) und dem Baujahr ab. Wer ein Fahrzeug ab Baujahr 2004 besitzt, muss bei einer PKW-Zulassung jeden Sitzplatz der eingetragen werden soll mit einem Dreipunktgurt ausrüsten. Nur wer eine Wohnmobil-Zulassung besitzt, kann auf Beckengurte zurückgreifen. Da Drei-Punktgurte aber natürlich deutlich sicherer sind als Beckengurte, sollte man die Sitzbank mit mind. einem wenn nicht sogar zwei oder drei Drei-Punktgurten ausstatten. Ein Beckengurt sollte wirklich nur eine Notlösung sein.

Im Überblick

  • Anzahl der besetzbaren Sitze von der Zuladung und dem zulässigen Gesamtgewicht abhängig
  • Art der verbauten Sicherheitsgurte abhängig vom Baujahr
    • Baujahr vor 1992: nur bauartgenehmigte Gurte
      • Einbau an Verankerungspunkten mit ausreichend Festigkeit
      • Abpolsterungen für quer zur Fahrbahn verlaufende Sitzplätze
      • Kopfstützen für Sitzplätze entgegen der Fahrtrichtung
    • Baujahr ab 1992: Vorgaben verschärft
      • Alle Sitze in Fahrtrichtung mit bauartgenehmigten Gurten und Verankerungspunkten
  • Zwei- oder Dreipunktgurt abhängig von der Zulassung und dem Baujahr
    • Baujahr ab 2004 mit PKW-Zulassung
      • Hier muss jeder Sitzplatz der eingetragen werden soll mit einem Dreipunktgurt ausgestattet werden
    • Baujahr ab 2004 mit Wohnmobilzulassung
      • Hier sind Beckengurte weiterhin zulässig (Dreipunktgurte sind dennoch empfehlenswert)

Vorn müssen 3-Punkt-Gurte eingebaut sein. Hinten reichen Beckengurte aus. Für die ab Oktober 1999 zugelassenen Wohnmobile gelten wiederum nochmals verschärfte Bedingungen. In diesen Fahrzeugen müssen 3-Punkt-Automatikgurte sowohl für die vorderen äußeren als auch für die hinteren äußeren Sitze angebracht sein, soweit das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeuges nicht über 2,5 Tonnen liegt. Sie sehen, es hängt vom Baujahr Ihres Campers ab, welche gesetzliche Regelung letztlich für Sie in Kraft tritt. Um nichts falsch zu machen, informieren Sie sich am besten vor Einbau der Bestuhlung und der Gurte bei dem TÜV oder der DEKRA in Ihrem Ort.

Im Überblick

Vorne: 3-Punkt-Gurte
Hinten: Beckengurte
Ab Oktober 1999 zugelassen Wohnmobile: 3-Punkt-Automatikgurte für die vorderen und hinteren äußeren Sitze

Wichtig: unbedingt vor dem Einbau der Bestuhlung informieren

Gurtverankerungen und Befestigungspunkte

Es liegt auf der Hand, dass Gurte verankert werden müssen an dafür geeigneten Befestigungspunkten. Jeder kennt die Crashtests, bei denen die Personen, welche nicht angeschnallt waren, ungebremst durch den Innenraum schießen. Eine solche Situation möchte wohl niemand real erleben. Wenn Sie ein Basisfahrzeug erworben haben, dass vorher als PKW zugelassen war, sollten die Verankerungspunkte bereits vorgegeben sein. Hier können Sie problemlos die Verankerungen für die Gurte anbringen. Möchten Sie zum Beispiel ein anderes als das durch das Basisfahrzeug vorgegebene Sitzbanksystem einbauen, so muss beim TÜV ein sogenannter Zugversuch erfolgen. Bei diesem Versuch wird ein Frontalcrash mit 50 km/h simuliert. Die Gurte müssen bei diesem Test die Insassen sicher halten. Dann gelten sowohl die Verankerungen als auch die Befestigungspunkte als sicher.

Drehsitze für mehr Komfort

Heutzutage ist es angesagt, in der Fahrerkabine statt der unbeweglichen Vordersitze schicke Drehsitze einzubauen. Sicherlich müssen diese Sitze den Bestimmungen entsprechen. Doch sie bieten einen hohen Komfort. So können Sie nach Beendigung der Fahrt den Sitz drehen und sich problemlos in die gute Stube Ihres Campers begeben, ohne sich um die Mittelkonsole herumschlängeln zu müssen. Aber auch hier gilt: Vorgaben beachten, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Zwar gibt es die Drehkonsolen noch nicht für alle Fahrzeuge, aber doch für viele. Gerne fragen wir für Sie die Verfügbarkeit für Ihr Fahrzeug ab.

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