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Die Motorleistung des Wohnmobils

Westfalia Campingbus auf der StraßeBei der Wahl des Basisfahrzeuges Ihres Wohnmobils spielt die Leistung des Motors eine große Rolle. Hierbei geht es nicht nur um die enorm gestiegenen Kraftstoffpreise und die Frage, ob nun der Diesel- oder der Benzinmotor der bessere ist. Sondern es geht vornehmlich darum, wie Ihr Camper zum Einsatz kommt. Bedenken Sie bitte, dass das Wohnmobil mitunter erhebliche Strecken absolvieren muss. Wer viel unterwegs ist und Geld sparen möchte, kann sich auch ausrechnen, ob sich ein mit Autogasbetriebenes Wohnmobil lohnt.

Wenig Verbrauch mit wenig Hubraum

Ein kleiner Motor verbraucht meist weniger Kraftstoff. Soweit mag das stimmen. Jedoch kann ein Motor mit einem geringen Hubraum hinderlich sein. Wer kennt sie nicht, die Ausbremser auf der Autobahn. Jene Fahrzeuge, die sich selbst die kleinste Anhöhe mühevoll und langsam hinaufquälen und dabei den nachfolgenden Verkehr zwingen, sich der Geschwindigkeit anzupassen. Fahrzeuge mit einem kleinen Hubraum müssen sich in einem hohen Drehzahlbereich aufhalten, um die Leistung abrufen zu können. Das bedeutet, dass nach oben keinerlei Reserven vorhanden sind und somit der Motor viel Kraft aufwenden muss, um vorwärtszukommen. Dies erhöht gleichwohl wiederum den Kraftstoffverbrauch. Sitzt man doch einmal zu Viert statt zu Zweit im Fahrzeug macht sich dies schnell bemerkbar. Ist das Gepäck auch noch mit an Bord kann die Reise je nach Motorleistung sehr mühsam werden. Wer ab und zu einmal einen Wohnwagen mit auf Reisen nehmen möchte, benötigt hierfür einfach eine gewisse Motorleistung. All das muss mit ins Kalkül gezogen werden.

Großer Hubraum und mehr Kraft

Amerikanische Wohnmobile wurden viele Jahre lang mit Motoren mit einem Hubraum von 6 bis 8 Litern ausgestattet. Naturgemäß sind solch große Motoren nimmersatt im Verbrauch. Doch diese Hubräume ermöglichen dem Fahrer, ohne Leistungsverlust im unteren Drehzahlbereich auch die steilsten Berghänge erklimmen zu können. Klar man kommt schneller und bequemer zum Ziel. Das ständige Herunterschalten bei kleinen Anhöhen entfällt und auch ein Wohnwagen kann problemlos angehängt werden. Entscheidet man sich für einen Autogasumbau kann man hier vielleicht sogar noch Geld sparen.

Sie sollten bei der Auswahl der Motorisierung Ihres Basisfahrzeuges also einen Kompromiss eingehen. Denn Sie sparen an der falschen Stelle, wenn Sie einen zu kleinen Motor wählen. Der Motor eines Wohnmobils sollte über einen Hubraum von mindestens 2,0 Litern verfügen. Entscheidend ist nicht die Endgeschwindigkeit, die Sie mit diesem Motor erzielen. Sie spielt bestenfalls auf der Autobahn eine Rolle. Viel wichtiger ist die Motorleistung in Verbindung mit der Übersetzung des Getriebes. Denn mit einer effektiven Kraftübertragung hat sich das holperige Wegkommen von einer Ampel oder einer Kreuzung erledigt und Sie können leichtfüßig anfahren, ohne zum Verkehrshindernis zu werden.