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Platzbedarf und Zuladung beim Wohnmobil

Wohnmobil im Herbst 2Die Zuladung ist ein wichtiges Thema beim Reisen mit Ihrem Wohnmobil. Wie viel Ihr Fahrzeug zuladen darf, sehen Sie bei einem Blick in die Fahrzeugpapiere. Nicht ohne Grund hat der Gesetzgeber veranlasst, Zuladungsgrenzen festzulegen. Denn die Überladung eines Campers führt schnell zu einem nicht mehr sicheren Fahrverhalten des Fahrzeuges. Davon ist insbesondere das Bremsverhalten betroffen. Die Bremswege werden schlicht länger, da das Wohnmobil durch die erhöhte Last von hinten schiebt. Doch auch die falsche Lagerung Ihres Proviantes kann Probleme bereiten. Hiervon betroffen kann das Kurvenfahrverhalten sein, wenn zum Beispiel die Lasten nicht ausgewogen auf die Achsen verteilt wurden.

Im Überblick

Wiegen vor dem Urlaubsstart
Stehhöhe meist unabdingbar
Anzahl der Passagiere entscheidend

Gerade wer seinen Wohnmobilausbau selbst realisieren möchte, sollte hier auf die Zuladung achten. Wie viel wiegt eine evtl. nachgerüstete Sitz-Schlafbank, wie viel bringen die Möbel auf die Waage? Nur so kann ausgerechnet werden, ob man selbst mit dem Gepäck noch mitfahren kann. Wer Gewicht sparen möchte, sollte beim Möbelbau beispielsweise nicht auf schwere Möbelplatten aus dem Baumarkt zurückgreifen. Bei vielen Wohnmobilausbauern bewährt hat sich hier Pappelsperrholz. Dieses ist nicht nur leicht, sondern auch verhältnismäßig stabil und robust und zudem mit verschiedenen Beschichtungen und Dekoren erhältlich.

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Der Platzbedarf im Wohnmobil oder Wohnmobilausbau ist ebenso entscheidend. Hier spielt nicht nur das Ladevolumen eine Rolle. Auch das Vorhandensein von Stehhöhe wird vielen Campern immer wichtiger. Ebenso wichtig: wie viele Personen dürfen im Fahrzeug mitfahren. Nicht jede nachrüstbare Sitz-Schlafbank besitzt eine ABE, kann also vom TÜV in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Nur wer eine geprüfte Sitzbank mit Gurtsystem besitzt kann mehrere Passagiere mitnehmen. Was auch gleich zur nächsten Frage führt: wie viele Schlafplätze muss das Fahrzeug bieten? Klar, im Inneren können in der Regel zwei Personen schlafen - bei Campingbussen. Weiteren Platz bieten nachrüstbare Schlafdächer. Bei Kastenwagen sieht es meist schon anders aus: in einem Ducato können bis zu 5 Sitz- und Schlafplätze realisiert werden.

Wiegen vor dem Urlaubsstart

Bevor Sie in den wohlverdienten Urlaub starten, ist es empfehlenswert mit Ihrem Fahrzeug, dem gesamten Proviant und allen mitreisenden Personen auf eine Waage zu fahren, um das exakte Gewicht bestimmen zu können. So können Sie sicher sein, dass Ihr Camper fahrtüchtig unterwegs ist und brauchen sich keine Gedanken um die Kontrollen auf den Straßen zu machen. Gerade in der Hauptsaison werden Wohnmobile verstärkt kontrolliert, ob das zulässige Gesamtgewicht eingehalten wurde, damit die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet ist. Die Strafen für eine Überladung sind vielfältig und hängen nicht nur vom Maß der Überschreitung, sondern auch vom jeweiligen Land ab. Wer deutlich zu viel auf die Waage bringt, muss damit rechnen, dass er nicht weiterfahren darf. Da heißt es dann überschüssiges Gewicht loswerden.

Stehhöhe im Wohnmobil meist unabdingbar

Für die Wahl des geeigneten Wohnmobils spielt der Platzbedarf eine wesentliche Rolle. Entscheidend ist in erster Linie, wie viele Menschen mit Ihnen reisen werden. Ein weiteres Kriterium ist die Stehhöhe. Denn stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie fahren über einen längeren Zeitraum die schönsten Routen ab und können sich in Ihrem Wohnmobil nicht aufrichten. Die Erfahrung lehrt, dass bei längeren Fahrten die Stehhöhe beim Platzbedarf eine wichtige Rolle spielt. Bei gängigen Kastenwagen wie dem Fiat Ducato löst sich das Problem von selbst. Selbst das Flachdach (H1) reicht hier meist zum Stehen aus. Bei einem Campingbus wie dem VW T5 oder Renault Trafic sieht es schon anders aus. Von Werk ist hier gerade einmal ausreichend Sitzhöhe vorhanden. Wer hier im Fahrzeug stehen möchte, muss über das Nachrüsten eines Sonderdaches nachdenken. Zur Auswahl stehen hier Hochdächer, Aufstelldächer und Hubdächer.

Anzahl der Passagiere entscheidend

Für die Wahl Ihres Basisfahrzeuges stellt sich die Frage wie groß es sein muss, um alle Menschen, die mit Ihnen reisen möchten, bequem zu beherbergen. Für Familien mit Kindern eignen sich LKW zum Ausbau sicher besser als die wesentlich kleineren Kastenwagen, auch wenn diese in der Anschaffung deutlich teurer sind. Doch das Platzangebot wird Sie letztlich überzeugen. Natürlich hängt es aber auch davon ab wie viel Zeit Sie in Ihrem Wohnmobilausbau verbringen. Spielt sich der Urlaub vielleicht mehr im Freien ab? Haben Sie noch ein Buszelt oder Campingzelt dabei? Kleine Familien können ebenso mit einem ausgebauten VW T5 reisen wie Paare mit einem ausgewachsenen Ducato. Es kommt einfach auf die eigenen Anforderungen an.

Sitzplätze mit Gurt

Für den Einbau von Sitzen gelten strenge Richtlinien. Insbesondere wird das Hauptaugenmerk auf die Gurte und damit auf die Sicherheit des Fahrzeuges gelegt. Aber es liegt wohl auf der Hand, das nicht nur der Fahrer- und der Beifahrer, sondern auch die Mitreisenden im Wohnraum des Campers gesichert werden müssen, damit sie bei einem möglichen Crash nicht durch das Wohnmobil geschleudert werden. Wichtig ist, dass alle verbauten Gurte und natürlich die Sitzbank selbst sicher mit dem Fahrzeug verankert sind, damit sie im Notfall ihren Dienst tun können. Hier spielt die ABE - allgemeine Betriebserlaubnis - oder ein Gutachten eine Rolle. Nur wenn eine Bank ein solches besitzt, kann sie vom TÜV abgenommen und in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Und nur wenn die Sitzplätze hier vermerkt sind, ist der Personentransport während der Fahrt zugelassen. Klar, hier steht die Sicherheit der Mitreisenden im Vordergrund.

Für ausreichend Schlafplätze sorgen

Es gilt bei der Wahl des Basisfahrzeuges im Vorfeld zu überlegen, für wie viele Personen es eine Schlafstätte bieten muss. Von dieser Überlegung hängt ab, über welches Platzangebot das Wohnmobil verfügen muss, um allen Reisenden ein gemütliches Bett zu bereiten. Möchte man im Fahrzeug schlafen? Sollen weitere Schlafplätze im Dach geschaffen werden? Geht ein zusätzliches Campingzelt mit auf die Reise? Oder reist man nur alleine oder zu zweit? All das sind Fragen die im Vorfeld geklärt werden sollten, denn nur so kann der Wohnmobilausbau genau an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Auch ein Blick in die Zukunft lohnt: steht die Kinderplanung noch aus? Sind die Kleinen schon flüge?

Auch bei der Zuladung und dem Platzbedarf gibt es einiges zu bedenken beim Wohnmobilausbau. Wichtig: man darf die zugelassene Zuladung auf keinen Fall überschreiten. Nicht nur aufgrund der drohenden Geldbußen oder der Stillegung des Fahrzeuges. Sondern auch aufgrund des hohen Risikos das man für sich und seine Insassen eingeht. Ein verändertes Fahr- und Bremsverhalten sollte man nicht tolerieren. Ebenso wichtig: ausreichend sichere Sitzplätze und die passende Anzahl an Schlafplätzen. Nicht das am Urlaubsziel angekommen ein Familienmitglied ohne Schlafplatz ausgeht. Mit ein wenig Planung ist aber auch diese Hürde beim Wohnmobilausbau machbar.

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