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Es hat sich einiges getan bei der Straßenverkehrsordnung. Die 2017 in Kraft getretenen Neuerungen gelten nicht nur für PKW, sondern auch für den Wohnmobilausbau, Motorradfahrer und Biker. Beachtet man die neu geregelten Punkte ist man aber sich im Straßenverkehr unterwegs. Falls nicht, muss man teils mit erhöhten Bußgeldern und Straßen rechnen.

Auf was man ab dieses Jahr auf den Straßen achten sollte

Das neue Jahr ist bereits angelaufen und mit dem Jahreswechsel sind auch zahlreiche Änderungen in der Straßenverkehrsordnung in Kraft getreten. Von Ampeln über Gebühren bis hin zur Rettungsgasse – es hat sich einiges getan. Und das ist nicht nur mit dem Alltags-PKW interessant, sondern auch für Wohnmobile, Wohnwagen und Wohnmobilausbauten. So ist man nicht nur sicher unterwegs, sondern umgeht auch das ein oder andere Bußgeld. Wir haben Ihnen die wichtigsten Änderungen zusammengefasst.

Änderungen in der Straßenverkehrsordnung auf deutschen Straßen

Gilt auch für den Wohnmobilausbau - Änderungen in der Straßenverkehrsordnung 2017Die Rettungsgasse sollte mittlerweile jedem ein Begriff sein. Klar ist, man muss bei stockendem Verkehr oder Stau ausreichend Platz für Rettungsfahrzeuge machen. Bei zwei Spuren ist es meist noch klar, wer wo hin muss. Ab drei Spuren wird das Ganze schon schwieriger. Wichtig ist auf jeden Fall: Rettungsgasse freimachen. Im Ernstfall kann das Leben retten und im schlimmsten Fall hängt sogar das eigene Leben von der Rettungsgasse ab. Müssen die Einsatzkräfte erst warten oder die Gasse gar anleiten, gehen entscheidende Sekunden oder gar Minuten verloren. Seit dem 01. Januar 2017 gibt es für die Rettungsgasse eine neue Regel. Diese soll die Bildung der Gasse erleichtern. Bei stockendem Verkehr oder Stau auf Straßen mit mind. 2 Fahrbahnspuren gilt nun: die Gasse muss zwischen dem ganz linken und dem unmittelbar rechts danebengelegenen Fahrstreifen gebildet werden. Das bedeutet. Fahrzeuge auf der ganz linken Spur, fahren nach links, alle anderen Spuren müssen sich rechts orientieren.

Hände ans Steuer – nicht ans Handy

Auch wer noch immer mit dem Handy am Steuer unterwegs ist, sollte aufpassen. Denn zur Diskussion steht die Erweiterung des Handyverbotes auf weitere Geräte wie Tablets oder E-Books. Auch die Bußgelder selbst werden noch einmal erhöht. Daher sollte man während der Fahrt einfach auf Smartphone und Co. verzichten und zur Not eine Freisprecheinrichtung benutzen.

Motorradfahrer aufgepasst

Gilt auch für den Wohnmobilausbau - Änderungen in der Straßenverkehrsordnung 2017Ist man nicht nur Camperfan sondern auch Motorradanhänger sollte man seit dem 01. Januar aufpassen. Neue Motorräder und Kleinkrafträder müssen nun den Schadstoffvorgaben der Euro 4 entsprechen. Das gilt nicht nur für fabrikneue Fahrzeuge. Auch Motorräder eines älteren Baujahres, die bislang noch nicht zugelassen waren, sind betroffen. Beim Kauf heißt es daher nun genau aufpassen. Sucht man beim Händler, sollte das Fahrzeug, sofern die Euro 4 Norm nicht erfüllt ist, auf jeden Fall eine Tageszulassung haben. Ansonsten wird der Gang zur Zulassungsstelle umsonst sein. Auch Lärm-Liebhaber sollten ein offenes Ohr haben. Motorräder über 175 Kubik dürfen nur noch einen maximalen Geräuschpegel von 80 dB aufweisen. Dies gilt nur für Erstzulassungen, alte Maschinen sind hiervon nicht betroffen und fallen in die jeweiligen Regelungen (abhängig vom Baujahr). Wer sich also jetzt eine Maschine kauft, sollte den DB-Killer lieber verbaut lassen.

Führerschein und HU – alles wird teurer

Wer erst dieses Jahr einen Führerschein machen möchte, und sei es der B96 für das Ziehen eines Wohnwagens, der muss sich auf höhere Kosten einstellen. Die theoretische Fahrprüfung soll 90 Cent teurer werden (11,90 EUR), die Prüfung am PC soll 10,60 EUR kosten und für die praktische Prüfung muss man jetzt 91,50 EUR (PKW) bzw. 121,38 EUR (Motorrad) berappen. Dem nicht genug, auch die Hauptuntersuchung wird teurer. Die Gebühr liegt je nach Bundesland nun zwischen 34,99 EUR und 54,86 EUR.

An Ampeln aufgepasst

Gilt auch für den Wohnmobilausbau - Änderungen in der Straßenverkehrsordnung 2017Wer seine Fahrräder beim Wohnmobilausbau dabei hat, muss nun aufpassen. Seit diesem Jahr müssen sich Radfahrer komplett an die Ampeln des Fahrverkehrs halten – zumindest solange es keine speziellen für den Radverkehr gibt. Eine Orientierung an Fußgängerampeln ist somit nicht mehr zulässig. E-Bike Fahrer hingegen können sich freuen: läuft das eigene Rad nicht mehr als 25 km/h kann man auf ausgewiesenen Radwegen nun auch diese für eine sichere Fahrt nutzen. Ein entsprechendes Verkehrszeichen wurde neu eingeführt. Ist man mit seinen Kleinen unterwegs, darf man zukünftig mit auf dem Gehweg fahren (solange die Kinder es noch dürfen). Eltern und Aufsichtspersonen müssen also nicht mehr getrennt, daneben auf der Straße fahren. Kinder unter 8 haben sogar die Wahl ob sie den Gehweg oder den baulich getrennten Radweg nutzen möchten.

Ein Urlaubstag geschenkt

2017 bietet einen Sonder-Feiertag. Zum 500. Luther-Jubiläum ist der 31.102.107 ein Feiertag. Wer hier seinen Urlaub plant, sollte also vermehrt mit Staus rechnen.

Beachtet man die Neuerungen der Straßenverkehrsordnung auf deutschen Straßen ist man sicher unterwegs und spart sich das ein oder andere Bußgeld. Wer mit seinem Wohnmobilausbau auch ins Ausland reist, sollte in den Niederlanden und in Italien auf erhöhte Bußgelder vorbereitet sein. Gerade das Telefonieren am Steuer wird in Italien verstärkt bestraft: wer erwischt wird soll den Führerschein für 15 Tage bis zwei Monate abgeben müssen. Für Ausländer heißt das im Klartext: Fahrverbot in Italien. Nimmt man sein Motorrad mit dem Wohnmobilausbau nach Frankreich mit, muss man seit dem 20.11.2016 der Handschuhpflicht nachkommen. Alles in allem dienen die Neueren der eigenen Sicherheit und der der anderen Verkehrsteilnehmer. Beachtet man die Änderungen, kann man beruhigt mit seinem Wohnmobilausbau in den Urlaub starten.

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