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Bürstner Wohnmobile als feste Größe am Markt

buerstnerJakob Bürstner legte mit seiner Wohnwagen-Entwicklung "Delfin" schon 1958 den Grundstein für das heutige Unternehmen. Der in mühevoller Handarbeit entstandene Wohnwagen entfachte eine Glut der Begeisterung und Reiselust in den Köpfen der Menschen und schon bald hielt die damalige Einzelanfertigung der großen Nachfrage nicht mehr stand. Die eigentliche Unternehmensgründung reicht jedoch bis in das Jahr 1924 zurück, in dem Jakob Bürstner eine Groß- und Bauschreinerei - sozusagen das Vorgänger-Geschäftsmodell - eröffnete.

Große Nachfrage überfordert Herstellung in Einzelfertigung

Anfang der 60er Jahre weitet Bürstner seine Produktion Schritt für Schritt aus, um der gestiegenen Nachfrage Rechnung zu tragen. Als dann 1962 der Caravan Salon (damals noch in Essen) seine Tore öffnet ist Bürstner Messeteilnehmer der ersten Stunde. 1973 wird das Unternehmen eine juristische Person. Bürstner firmiert zur GmbH. Zeitgleich wird das Vertriebs- und Produktionsgebiet auch auf Frankreich ausgeweitet.

Bürstner mit Alkovenmodell

1986 überzeugt Bürstner seine Kunden mit dem ersten Wohnmobil in Alkoven-Bauweise. Teilintegrierte Modelle folgen im Jahr 1988 und festigen den innovativen Ruf des Unternehmens. Mittlerweile beschäftigt Bürstner ca. 1.150 Mitarbeiter an den Standorten Wissembourg (F), Kehl und Etrelles (F). Mit einem jährlichen Ausstoß von 5.000 Caravans, 6.000 Reisemobilien und 1.000 Mobilheime zählt Bürstner zu den wichtigsten Wohnmobil-Herstellern auf dem Markt.

2008 feiert Bürstner 50-jähriges Jubiläum

In den letzten 50 Jahren hat sich das Unternehmen zu einem führenden Hersteller von Wohnmobilen und Wohnwagen entwickelt und in Punkto Design, unzähligen Innovationen und außergewöhnlichen Details ein Zeichen gesetzt. Dabei greift das Unternehmen heute auf modernste Produktionsanlagen und zuverlässige Enwicklungs- und Fertigungsmethoden zurück.

Im Jahr 1958 zeichnete sich der Wunsch nach Autarkie immer stärker ab. Die Menschen wollten in den eigenen vier Wänden Urlaub machen. Das damals sehr beliebte Zelt wollten immer mehr durch ein festes Heim ersetzten, das auch bei Wind, Wetter und Regen ausreichend Schutz und Komfort bieten sollte. Schließlich wurde der Caravan als Urlaubsvehikel in Deutschland entdeckt. Dieses Jahr markiert zudem die Geburtsstunde der Bürstner Caravans. Das Unternehmen Jakob Bürstner gibt es jedoch schon länger.

Ein aufstrebendes Familienunternehmen mit visionärem Geist

Bereits 1924 eröffnete der damals knapp 30-jährige Schreinermeister seine eigene Werkstatt "Jakob Bürstner - Bau- und Möbelschreinerei" im heutigen Kehler Stadtteil Neumühl. Das Geschäft lief gut, doch sollte der Krieg nicht spurlos vorüber ziehen: das Material wurde knapp, es fehlte an Geld. Daher stellt Jakob Bürstner 1955 das Unternehmen um und legte seinen Schwerpunkt von der Bauschreinerei auf Innenausbauten und Möbelfertigung. Dadurch ergatterte er sich umfangreiche Aufträge und konnte durch Verträge mit der Bahn ein gesichertes Auftragsvolumen verbuchen. Auch der Sohn Gerhart war mittlerweile stark in das mittelständische Unternehmen involviert als es die Aufmerksamkeit eines Geschäftsmannes im badischen Renchen erlangte. Die Firma Feuerstein, Hersteller von Transportanhängern, sah sich im Geiste mit der Bürstner Führungsriege verbunden und traf sich mit Vater und Sohn um eine Idee zu besprechen: ein fester und solider Aufbau auf seinen Transportanhängern mit Möblierung. Zwar war die Idee des Wohnwagens nicht neu, die Kombination aus Fahrwerksspezialist und hochqualifizierten Handwerken war aber vielversprechend. Gerhart Bürstner überlegte und entwickelte und fand ein praktikables Konzept mit Möbeln und einem Aufbau aus Resopalplatten, einer Wabenstruktur aus Pappe und Sperrholzwänden im Innenraum. Der Aufbau konnte auf den Transportanhänger gesetzt und befestigt werden, sodass dieser außerhalb der Urlaubssaison für andere Zwecke zur Verfügung stand. Der Trawo-Caravan kostet damals gerade einmal 315 D-Mark. Dank der Mitarbeit von Herbert Hellmuth, einem Schwager der Familie, konnte 1959 ein komplett neu entwickelter Wohnwagen auf dem Caravan Salon in Essen vorgestellt werden.

Der drei Meter lange und 1,9 Meter breite Wohnwagen Rekord wurde allerdings nicht zum Verkaufsschlager, wurde er doch gerade zweimal im Folgejahr hergestellt. 1961 wurde erneut ein Caravan entwickelt, der den Grundstein für den späteren Erfolg legen sollte. Der Delphin wog 380 kg und konnte somit von einem VW Käfer gezogen werden. Der Caravan zum Wohlfühlen, ohne Bremsen war mit Echtholzmöbeln ausgestattet und besaß ein ausgesprochen luxuriöses Interieur. Damit traf Bürstner den Geschmack der Kunden und konnte 1962 schon 11 Caravans fertigen. Schon damals wurde Kundenservice ganz groß geschrieben: wenn Kunden ihren Wohnwagen bei Bürstner abholten konnten sie die erste Nacht auf einer Wiese hinter dem Gelände campieren und wurden am nächsten Morgen mit Frühstück geweckt. Schon ein Jahr später konnte Bürstner die Grenze von 100 Fahrzeugen überschreiten: 109 Caravans wurden gebaut in Neumühl. In diesem Jahr kam auch erstmals Styropor als Isolierung zum Einsatz. Im Jahr 1965 konnten bereits 203 Delphin Modelle verkauft werden und das Auftragsvolumen stieg weiter.

Umbau der Werkstätten für eine Caravan-Produktion

Begrenzt war Anzahl der gefertigten Wohnwagen vor allem durch die eigenen Kapazitäten. Der Auftragsbestand war immens und so entschied sich Gerhart Bürstner dafür 1966 die Werkstätten umzubauen und komplett auf die Herstellung von Wohnwagen auszurichten. Die Hingabe zur Holzverarbeitung ist bis heute erhalten: mehr als 200 Mitarbeiter (von rund 1.140) arbeiten in der Möbelschreinerei. In diesem Jahr bot Bürstner drei verschiedene Modelle an: den Delphin 290, 320 und 380. Die Bezeichnung orientierte sich an der Aufbaulänge. Die Absatzverteilung war deutlich: das größte Modell wurde doppelt so oft gekauft wie die beiden kleineren Varianten zusammen. In diesem Jahr konnte Bürstner 324 Caravans an den Mann bringen. Die Erfolgsgeschichte ging weiter: Maße und Außendesign wurden angepasst. War Bürstner doch der erste Hersteller der Farbe bekannte und dem Delphin einen bordeauxroten Streifen verpasste. Neben den bereits bestehenden Partnerschaften mit Fachhändlern in Berlin und in der Schweiz konnten nun zwei weitere Handelsvertretungen gewonnen werden (Wohnwagen-Schmidt in St. Wendel und Willi Gérard in Peißenberg).

Die Bürstner Wohnwagenwerk GmbH entsteht

Im Jahr 1967 wurde aus der Möbelschreinerei offiziell die Bürstner Wohnwagen GmbH. Der Brand in den Betriebsgebäuden 1968 konnte den Erfolg nicht bremsen und 1968 wurden bereits 833 Wohnwagen verkauft. Mit dem zweiten Werk in Neumühl konnte man den Ausfall der alten Fertigungshallen weitgehend ausgleichen. Und das war auch gut so, begann in diesem Jahr dich auch die europäische Karriere von Bürstner in Frankreich. 1969 konnten 1.244 Wohnwagen abgesetzt werden. Zwei Jahre später konnte die Verkaufszahl verdoppelt werden. Um den geänderten Anforderungen am Markt nachzukommen, wurde die Delphin Baureihe ergänzt. Das neue Modell war leichter und günstiger, aber von gleicher Qualität, nur die Mäbeö wurden einfacher gestaltet. Die Baureihe Flipper war geboren. Der Verkauf 1975 schlug ein wie eine Bombe. Von 5.891 verkauften Caravans 1973 stieg die Zahl 1975 auf 8.358. Aufgrund der gesteigerten Nachfrage wurde 1976 in Wissembourg (Frankreich) die Bürstner SA gegründet. Hier wurden zunächst die Baureihen Club, City und Lux gefertigt. 1980 kam der Delphin wieder auf den Plan: als Luxuscaravan mit Vollsandwichaufbau. 1985 konnten bereits 17.000 Fahrzeuge produziert werden. Zudem wurden Mobilheime ins Programm mit aufgenommen, welche gleich 350 mal verkauft werden konnten.

Die Erfindung des Teilintegrierten

1986 stellte Bürstner das erste Reisemobil in Alkovenbauweise vor - auf Fiat Ducato Basis. Im darauffolgenden Jahr vergrößerte Bürstner das Werk in Wissembourg und siedelte sich zudem im Kehler Hafen an. Bereits 1988 stellte Bürstner das erste Reisemobil in teilintegrierter Form vor. Die T-Modelle gingen als Trio an den Start: T 550, T 610 und T 620 - und waren ein voller Erfolg. Auch mit der neuen Caravan Baureihe Holiday konnte das Unternehmen Erfolge einfahren. Damals gab es vier Wohnwagen Baureihen: die Einsteigerserie Club, den komfortablen City, den innovativen Holiday und die Lux-Modelle. Die konjunkturelle Schwäche zwang Bürstner aufgrun erster Umsatzeinbrüche zum Handeln: Das Unternehmen orientierte sich in Richtung Europa.

1989 war das Unternehmen Marktführer im Bereich Caravan mit einem Marktanteil von 20 % in Frankreich und 12 % in Deutschland. Damals (1990) auch sehr beliebt: das E-Modell als Konkurrenz zum T3 California. Zwar war das Wohnmobl clever und durchdacht, jedoch preislich zu hoch angesetzt, sodass die Modelle bald wieder aus den Preislisten verschwanden. Doch der Preis war hoch: das Unternehmen war zahlungsunfähig und fand nur nach langer Suche einen Investor. Bürstner stand nun mehr nicht mehr unter der Führung der Familie. 1992 übernahm Dr.-Ing. Otto Happel das Caravaning-Unternehmen. Um wieder Fahrt aufzunehmen sollten neue Modelle entwickelt werden. Die Innovationskraft des Unternehmens war aber verschwunden. Da erinnerte man sich an den ehemaligen Mitarbeiter Klaus-Peter Bolz. 1984 war er zur Konkurrenz gegangen, dem Karriereruf folgend und kehrte schließlich 1995 als Geschäftsführer zu Bürstner zurück. Dieser brachte mit seinem Geschäftsführerkollegen neuen Schwung ins Hause Bürstner: er konnte Mitarbeiter für Neuerungen begeistern und externe Spezialisten gewinnen. Die Expertin für Wohnkultur Elke Steinlein, Innenarchitektin, ging mit an Bord. Gemeinsam gingen sie 1996 auf Deutschlandtournee und konnten das Vertrauen der Kundschaft wiedergewinnen. Grund: der neue Wohnwagen der Ambiente Baureihe. Weiterer Erfolg in diesem Jahr: die Vorstellung des ersten integrierten Wohnmobils in Straßburg. Alles wurde nun auf den Standort in Kehl konzentriert.

Neuer Schwung für die Caravan Branche

War es einst der Flirt Wohnwagen oder der Flirt II - Bürstner wich konsequent vom traditionellen Wohnraumdesign ab und schaffte es neuen Wind in die Caravan Branche zu bringen. Die Verkaufszahlen stiegen und selbst mit dem Fernen Osten kam man ins Geschäft. Auch in China, Australien und Neuseeland wurden Kontakte geknüpft. 1998 übernahm nach mehreren Gesprächen und Verhandlungen die Hymer AG das Unternehmen Bürstner GmbH. Weitere Innovationen und Modelle folgten und die Erfolgsgeschichte konnte fortgeführt werden.

Heute arbeitet pro industria, ein externes Designstudio mit bei der Formenfindung und Farbgebung der Bürstner Reisemobile und Caravans. Natürlich in enger Abstimmung mit der Bürstner Geschäftsleitung, dem Marketing, dem Vertrieb und der Konstruktion - damit die Wohnmobil- und Wohnwagenmodelle auch zukünftig mit ihrem durchdachten und frischen Design punkten könnten. Ebenfalls ein Thema: die aerodynamische Optimierung von Reisemobilen. Damit will Bürstner auch seinen Beitrag in Hinblick auf den Treibstoffverbrauch, das Abgasverhalten und die CO2-Emissionen leisten. Auch in Punkto Leichtbau wird viel getan, sodass das Reisen mit Bürstner Wohnmobilen und Wohnwagen auch zukünftig möglich sein wird.

Die Bürstner-Geschichte im Überblick

  • Einzelfertigung von Wohnwagen im Jahr 1958
  • Gründung der Bürstner GmbH (1973)
  • 1976: Erweiterung der Produktionskapazitäten (Zukauf von Gebäuden/Anlagen in Wissembourg, Frankreich)
  • 1986: Start des Reisemobilbaus (Alkoven)
  • Fertigung der ersten teilintegrierten Wohnmobile (1988)
  • Zusammenlegung der deutschen Produktionskapazitäten im Kehler Hafen (1998)
  • Höchstmarke beim Jahresumsatz mit 200. Mio. EUR im Jahr 2002
  • Einweihung des neuen Servicecenters in Neumühl (Gründungsstandort) und des Transportcenters im Kehler Hafen (2004)
  • 2008: Bürstner wird 50 Jahre
  • Präsentation des ersten Caravans mit Hubbett auf dem Caravan Salon in Düsseldorf (2009)
  • 2013: Bürstner feiert 55-jähriges Jubiläum mit der fifty-five Edition

 

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