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Alternative Energien beim Wohnmobil

Das eigene Wohnmobil verfügt von Werk aus meist eine Gas- und Stromanlage für die Energieversorgung. Damit können in der Regel Kühlschrank, Licht, Fernseher und Co. ausreichend versorgt werden. Was aber, wenn man mehr Wert auf Unabhängigkeit legt? Oder man der Natur etwas Gutes tun möchte? Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten weitere Energiequellen im Wohnmobil unterzubringen.

Im Überblick

aBrennstoffzelle: die Entwicklung schreitet hier weiter voran. Mittlerweile gibt es hier verschiedene Hersteller, die unterschiedliche Modelle anbieten, sodass für jeden Einsatzzweck die passende Brennstoffzelle verfügbar sein sollte.

bDiesel- und Benzingenerator: Klar, das ist keine neue Erfindung, aber warum sollte man denn nicht altbekanntes für seinen Campingurlaub nutzen. Eine autarke Stromversorgung ist damit auf jeden Fall möglich. Nachteil: die Lautstärke.

cGasgenerator: Wer bereits eine Gasanlage in seinem Wohnmobil hat, der kann natürlich die Vorteile eines Gasgenerators nutzen und damit sein 12-Volt-Bordnetz, sprich die Bordbatterie, mit ausreichend Strom versorgen.

dPhotovoltaikanlagen: Durchaus "neuer" bei den Wohnmobilen sind Photovoltaikanlagen. Sind sie mittlerweile schon auf vielen Hausdächern zu finden, muss man beim Wohnmobil abwägen ob sich die Montage rentiert.

Die Brennstoffzelle – heute effizient und kompakt

EFOY BrennstoffzelleDie Entwicklung von Brennstoffzellen schreitet immer weiter voran. Bekannte Hersteller bringen immer wieder Modelle auf den Markt und punkten heutzutage auch mit einer verbesserten Effizienz und Geräuscharmut. Die Brennstoffzelle ist neben der Stromgewinnung aus dem Sonnenlicht wohl einer der Energieversorger der Zukunft. Schon heute werde Sie in PKW als Antrieb getestet. Wer eine Brennstoffzelle in seinem Wohnmobil verbauen möchte, sollte sich – wie fast immer – erst einmal einen umfassenden Marktüberblick verschaffen. Welche Anbieter und Modelle gibt es, wie unterscheiden sich diese hinsichtlich ihrer Lautstärke, der Effizienz, der Maße und der Leistung.

Die Funktionsweise einer Brennstoffzelle

Bei einer Brennstoffzelle wird chemische Energie durch die umgekehrte Wasserelektrolyse direkt in elektrische Energie umgewandelt. Das bedeutet, dass in der Brennstoffzelle die kalte Verbrennung von Wasserstoff und Sauerstoff stattfindet. Der Prozess beginnt an der Anode an welcher der Wasserstoff in seine Bestandteile – Elektronen und Protonen – gespalten wird. Die Elektronen (negativ geladen) werden zunächst elektrischen Verbrauchern zugeführt, bevor sie zur Kathode gelangen. Die Protonen hingegen wandern direkt zur Kathode (durch einen Elektrolythen). Hier reagieren die Protonen und Elektronen mit den Sauerstoffmolekülen zu Wasser in einer exothermen Reaktion (Wärmefreisetzung). Wichtig ist, dass bei Brennstoffzellen, welche in Wohnmobilen eingesetzt werden, statt Wasserstoff Methanol, ein Alkohol, eingesetzt wird.

Der Wirkungsgrad von Brennstoffzellen liegt meist zwischen 40 und 65 %. Zudem weisen sie geringste Schadstoffemissionen und einen breiten Leistungsbereich auf. Bekannter Hersteller von Brennstoffzellen in Deutschland ist SFC mit ihrer EFOY-Brennstoffzelle, welche mit Methanol arbeitet. Auch Truma hat dieses Jahr auf dem Caravan Salon das Brennstoffzellensystem VeGA vorgestellt. Das System arbeitet mit Flüssiggas.

Diesel- und Benzingenerator – mehr Autarkie im Urlaub

Auch wenn ein diesel- oder benzinangetriebener Generator zuverlässig für eine Stromversorgung und damit das Aufladen der Bordbatterie sorgt, hat er jedoch einen entscheidenden Nachteil: die Lautstärke. Auf vielen Campingplätzen ist eine derartige Geräuschkulisse nicht erwünscht. Wer jedoch autark campen möchte und niemanden in unmittelbarer Nähe hat, der sich an dem Geräuschpegel stören könnte, sind spritbetriebene Generatoren eine durchaus interessante Alternative. Das Funktionsprinzip eines Generators gleicht dem eines Fahrraddynamos. So befinden sich im Generator ein Motor und ein Anker. Letzterer wird vom Motor angetrieben und befindet sich in einem Magnetfeld, welches durch die Bewegung in Schwingung versetzt wird. Dadurch fließen die Elektronen vom Plus- zum Minuspol und erzeugen so eine elektrische Spannung. Wer sich alternative Energien für sein Wohnmobil ansieht, um der Umwelt etwas Gutes zu tun, ist mit einem Diesel- oder Benzingenerator jedoch schlecht beraten. Zwar sind diese selbst leicht und verbrauchen weniger Sprit als das laufende Wohnmobil. Dennoch werden sie mit einem endlichen Brennstoff betrieben und haben hohe Emissions- und Rußausstoße.

Gasgenerator als praktische Ergänzung

Wer sich für einen Gasgenerator entscheidet, kann diesen entweder unterflur, also unterhalb des Wohnmobils verbauen oder eben im Fahrzeuginneren. Durch den Anschluss an die bereits vorhandene Gasanlage kann die Unabhängigkeit und Flexibilität erhöht werden. Durch die Nutzung des Gases kann der Generator Strom erzeugen und so das 12-Volt-Bordnetz, die Bordbatterie also, versorgen. Das Prinzip gleicht dem von Diesel- oder Benzingeneratoren. Einziger Unterschied ist, dass hier der Strom – wie er Name schon sagt – mittels Gas als Antriebsstoff hergestellt wird. Besitzt man bereits eine Gasanlage ist ein Gasgenerator sicherlich eine praktische Ergänzung, wenn man unabhängig von Stromanschlüssen reisen möchte. Großes Manko: die teilweise hohe Geräuschentwicklung der Geräte.

Photovoltaikanlagen – bei der Umwelt punkten

Wohnmobilausbau 12 Volt SteckdoseWer der Umwelt etwas Gutes tun möchte, kann sich auch eine Photovoltaikanlage auf das Wohnmobildach bauen – und so wie daheim – seinen eigenen Strom mit Hilfe des Sonnenlichtes erzeugen. Landläufig wird diese auch als Solar oder Solaranlage bezeichnet, wobei hier eigentlich nur die Erzeugung von warmem Brauchwasser bezeichnet ist. Mittlerweile sind hochwertige Paneelen bereits zu erschwinglichen Preisen zu haben. Wer sich den Einbau nicht selbst zutraut, findet hier auch genügend Fachwerkstätten, die einem die Arbeit abnehmen. Mit Hilfe des erzeugten Stroms kann die Bordbatterie geladen und damit die einzelnen Verbraucher mit ausreichend Energie versorgt werden. Die einzelnen Solarmodule setzen das Sonnenlicht in Spannung um, welche dann eben in der Bordbatterie gespeichert wird. Wichtig ist, dass es zwei Arten von Modulen gibt: die kristalline Zelltechnologie, welche aufgrund der hohen Fertigungszahlen in der Regel günstiger sind und die amorphe Dünnschicht-Solarzellen, die meist teurer sind. Aber auch hier gilt: Preise vergleichen. Neben den offensichtlichen Vorteilen wie die erhöhte Autarkie, die Kraftstoffeinsparung, die geringere Emission, die kostenlose Nutzung des Sonnenlichts und der nicht vorhandenen Geräuschbelastung, hat eine Photovoltaikanlage auf dem Wohnmobil aber auch Nachteile: so wird die Leistung durch äußere Umstände bisweilen stark beeinflusst. Man ist nicht nur vom Wetter und der Intensität der Sonnenstrahlen abhängig, sondern hat bereits beim Parken im Schatten Leistungsverluste zu verbüßen. Zudem sind die meisten Anlagen aufgrund Ihrer Größe nur für kleinere Stromabnehmer geeignet. Mit dieser alternativen Energiequelle erweist man der Umwelt aber sicherlich einen guten Dienst.

Möchte man sein Wohnmobil mit alternativen Energien versorgen, hat man wie so oft die Qual der Wahl. Auch hier gilt: jeder muss selbst wissen, was ihm liegt und was für seine Reisezwecke am besten geeignet ist. Sicher ist: mit alternativen Energien kann man die Unabhängigkeit und Flexibilität im Campingurlaub erhöhen und so längere Zeit auf das Ansteuern eines Campingplatzes mit Landstromanschluss verzichten.

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