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Fenster und Türen im Wohnmobil

VW T4 Ansicht SeiteTrotz der heute möglichen Fertigungsweisen und Weiterentwicklung von Fenstern, bilden gerade diese immer noch einen Schwachpunkt im Wohnmobil und beeinträchtigen die Wärmeisolierung der Aufbauten. Auch sind sie oft der perfekte Anlaufpunkt für Einbrecher und Diebe.

Verschiedene Fensterarten

Insgesamt gibt es verschiedene Arten von Fenstern, die alle ihre Vor- und Nachteile haben und sich vor allem durch ihren Einbau und ihr Öffnen unterscheiden. In der Regel kommen beim Wohnwagen dieselben Fensterarten zum Einsatz und auch beim Wohnmobilausbau können die Campingbusse und Kastenwagen mit einigen Fensterarten ausgestatet werden.

Ausstellfenster

Der Gegenspieler zum Schiebefenster ist das Ausstellfenster. Diese wird wie der Name vermuten lässt nicht aufgeschoben, sondern eben ausgestellt. Der Vorteil: sollte es einmal regnen, kann das Wasser nicht sofort ins Wageninnere dringen, sondern am Fenster ablaufen. Ein kleines Manko: Das Öffnen ist manchmal etwas umständlich und auch die Lüftungsöffnung ist bisweilen kleiner als beim Schiebefenster. Bekannter Hersteller ist auch hier Seitz.

Dachhauben

Um den Luftaustausch im Inneren des Wohnmobils zu gewährleisten sind doppelschalige Dachhauben von entscheidender Bedeutung. Im Wohnbereich sind es meist große Hebe-Kippfenster, im Bad oder Schlafbereich hingegen kleinere ausstellbare Dachhauben. Bei besonders durchdachten Wohnmobilen kommt im Bereich der Küche eine Dachhaube mit Elektroventilator zum Einsatz, sodass entstehende Küchengerüche gleich nach draußen transportiert werden.

Rahmenfenster

Rahmenfenster verfügen, wie der Name schon sagt, über einen Rahmen, welcher das Kunststoff-Isolierglas umgibt. Der Rahmen schließt bündig mit der Außenwand ab, während das Fenster meist ausstellbar ist. Rahmenfenster sind im Gegensatz zu vorgehängten Fenstern in der Regel eleganter und machen auch optisch mehr her. Insgesamt besitzen sie eine höhere Stabilität. Genau diese Vorteile machen das Rahmenfenster aber auch deutlich teurer.

Schiebefenster

Wenn ausstellbare Fenster Gefahr laufen mit benachbarten Türen kollidieren zu können, werden gerne oft Schiebefenster eingebaut, um die Gefahr zu bannen. Sie bestehen meist aus Kunststoff-Isolierglas und haben in etwa die gleichen Isolationseigenschaften wie ihre Gegenstücke zum Aufstellen.

Vorgehängte Fenster

Diese Fenster besitzen keinen Rahmen, sind somit also rahmenlos und bestehen aus Kunststoff-Isolierglas. Die Befestigung erfolgt durch eine außen, oberhalb des Fensterausschnittes montierte Führungsschiene, in welche die Fenster eingehängt werden. Meist sind die vorgehängten Fenster aufstellbar, können also unten nach außen ausgestellt werden. Der Vorteil: die Fenster haben meist gute Isolationswerte und sind recht günstig zu haben. Bedenken sollte man allerdings, dass diese – bauartbedingt – sehr leicht aufgehebelt werden können und so eine willkommene Anlaufstelle für Einbrecher darstellen.


Abdunkelung und Moskitoschutz

Die gängigen Wohnmobilfenster werden in der Regel mit Hilfe von Rollos und Vorhängen verdunkelt. Oft handelt es sich dabei um kombinierte Rollos, die auch gleichzeitig als Insektenschutz dienen. Auch das Verschrauben von Innen vor die Fensteröffnungen ist möglich. Hier werden beide Rollos von oben nach unten gezogen. Bei hochwertigeren Modellen sind die Verdunkelungs- und Insektenschutzrollos im Rahmen integriert. Daher tragen diese Varianten nach innen kaum auf. Häufig kommt hier der Verdunkelungsrollo von oben, der Insektenschutz hingegen von unten – beide können in der Mitte zusammengeschlossen werden.

Die verwendeten Vorhänge sind in der Regel mehr Dekoelemente als wirkliche Möglichkeit zur Verdunkelung. Meist bestehen sie aus Dekostoffen und besitzen Falten, welches zwar ein enges Zusammenschieben ermöglicht, aber den Wohnraum nicht wirklich abdunkelt.

Türen und Klappen im Wohnmobil

In der Regel haben Wohnmobile, wie auch Wohnwagen, ihre Eingangstür auf der rechten Seite. Auch diese besteht aus Sandwichmaterial und ist meist an die 50 cm breit und etwa 170 cm hoch. Oft wird auch ein Insektenschutz oben oder seitlich integriert. Meist hat man die Wahl ob man eine Tür mit oder ohne Fenster möchte, auch wenn diese selten zu Öffnen sind. Komfortable Wohnmobile besitzen eine Trittstufe in der Tür, wodurch das Ein- und Aussteigen aus dem Fahrzeug erleichtert wird.

Auch Wohnmobile besitzen in der Regel neben möglichen Garagen Stauräume, welcher über Service- oder Außenstauklappen zugänglich sind. Gutes Beispiel sind hier seitlich angebrachte Rahmenklappen, die den Zugriff auf den Stauraum unter dem Bett oder der Sitztruhe ermöglichen.

So viele Vorteile Fenster, Türen und Co. auch haben mögen, sie bringen auch entscheidende Nachteile mit sich. Sie sind nicht nur wahre Kältebrücken und Einstiegsstellen für Diebe, sondern stellen natürlich auch eine Schwächung der Wand dar. Nichtsdestotrotz sind sie natürlich unverzichtbar, sowohl beim Wohnmobil als auch beim Wohnwagen und Wohnmobilausbau. Dank vieler Innovationen und Weiterentwicklungen werden die Fenster natürlich immer besser und auch sicherer, sodass auch das Nachrüsten beim eigenen Campingbus die bessere Wahl ist - im Vergleich zu starren Serienfenstern aus Glas.

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