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Gas im Wohnmobil

GasflascheDie meisten Wohnmobile verfügen heutzutage über eine Gasanlage. Sei es um den Absorberkühlschrank wahlweise mit Strom oder Gas zu versorgen, um in der Küche leckere Speisen zuzubereiten oder für wohlige Wärme zur sorgen. Gas ist für viele Wohnmobilisten nicht mehr weg zu denken. Doch auch wenn Gas einige Vorteile hat, sollten die möglichen Gefahren dabei nicht in Vergessenheit geraten. Eine undichte oder nicht sachgerecht verbaute Gasanlage kann schnell zur tödlichen Falle werden. Sei es durch das unbemerkte Austreten von Gas oder bei einem Unfall. Hier ist stets oberste Vorsicht geboten. Im Wohnmobilbereich kommt meist Propan- oder Butangas zum Einsatz, wobei hier ein Betriebsdruck von 30 mbar bei Wohnmobilen vorgeschrieben wurde.

Die eigene Sicherheit – das A und O

Wer bei seinem gekauften Wohnmobil eine Gasanlage besitzt, sollte diese vor Inbetriebnahme gerne einmal auf Dichtigkeit und offensichtliche Mängelüberprüfen oder überprüfen lassen. Auch der Gaskasten sollte einmal unter die Lupe genommen werden. Dieser muss nicht nur ins Fahrzeuginnere abgedichtet sein und über eine dichte Tür verfügen, sondern auch ein ausreichend großes Entlüftungsloch besitzen. Ebenso darf hier keinerlei Elektrik verbaut sein. Wichtig ist auch, dass die Gasanlage über mehrere Sicherheitsstufen verfügt. Hier ist nicht nur ein Ventil an den Gasflaschen (meist im Druckregelgerät enthalten) und am Verbraucher selbst sinnvoll. Ein zusätzliches Ventil in der Zuleitung erhöht die Sicherheit ebenfalls. Eine leicht zu erreichende Hauptabsperrvorrichtung für die schnelle Abschaltung der kompletten Anlage ist Pflicht. Bei der Kochmöglichkeit sollte man heutzutage am besten auf Systeme mit Piezozündung zurückgreifen. Hier wird die Flamme mittels Knopfdruck automatisch erzeugt, sodass das Hantieren mit offenem Feuer nicht mehr nötig ist.

Gasflaschen nachfüllen und entsorgen

Besitzt man keinen Gastank, der außerhalb des Fahrzeuges befüllt werden kann, greift man sicherlich gerne auf die allseits bekannten Gasflaschen zurück. Je nach Gaskasten dürfen hier maximal zwei 11 kg Flaschen untergebracht werden (im Flaschenschacht nur eine 5 kg Flasche). Die Gasflaschen müssen geprüft und zugelassen sein und können an vielen Campingplätzen oder auch Baumärkten getauscht werden. Das bedeutet, dass man seine leere Gasflasche abgibt und dafür eine frisch gefüllte erhält. Natürlich kann man seine Gasflasche an einer Füllstation auch befüllen lassen, hier ist aber wichtig, dass das Prüfdatum der Flasche noch aktuell ist.

Möchte man eine Gasflasche entsorgen, kann diese an vielen Stellen wie Baumärkten meist zurückgegeben werden, wobei das hinterlegte Pfand wieder ausgezahlt wird. Handelt es sich bei den Flaschen um Eigentumsflaschen, müssen diese nicht zurückgenommen, können aber je nachdem zurückgekauft werden. Eine Pflicht die Flaschen zurückzunehmen besteht nicht, oft ist die Rücknahme auch an den vorausgehenden Kauf einer Flasche in diesem Markt gebunden. Hier sollte man sich vorab erkundigen, wie es beim heimischen Baumarkt abläuft.

Eigeninstallation oder Wartung von Gas

Wer seine eigene Gasanlage verbauen oder die bestehende Anlage warten möchte (bspw. sollten die Gasschläuche alle 10 Jahre getauscht werden), sollte über ausreichend Erfahrung mit solchen Anlagen besitzen. Ist man sich unsicher, sollte man lieber einen Fachmann zu Rate ziehen.

Gas beim Wohnmobilausbau

Alternativen zur Gasanlage im Wohnmobil

Kartuschenkocher EvergreenMöchte man in seinem Wohnmobil keine Gasanlage verbaut haben, aus welchen Gründen auch immer, kann diese einfach stillgelegt oder ausgebaut werden. Möchte man dennoch weiterhin Kochen, gibt es zum einen die Möglichkeit Gasflaschen – unter bestimmten Vorschriften – außerhalb des Wohnmobils zu nutzen. Sehr beliebt sind auch sogenannte Kartuschenkocher, die keinen festen Gasanschluss benötigen und mobil eingesetzt werden können. Wer komplett auf Gas verzichten möchte, kann auf Spirituskocher oder elektrisch betriebene Varianten zurückgreifen.

Gefahren bei Gas im Wohnmobil

Wer eine Gasanlage im Wohnmobil nutzt, muss nicht nur für eine ausreichende Belüftung sorgen – auch hier gibt es gesetzliche Vorschriften. Zudem ist das Anbringen von Hinweisschildern, die auf das notwendige Lüften hinweisen und das Heizen mit den Kochstellen untersagen, notwendig. Kommt es zu einem unbemerkten Austreten von Gas lauern hier zwei Gefahren. Zum einen kann es zu Schwindel und Benommenheit bis hin zum Tod kommen. Zum anderen kann sich das Gas entzünden und so schwere Unfälle verursachen. Auch beim Kochen selbst besteht Gefahr. Durch die Verbrennung entsteht Kohlendioxid. Reichert sich die Luft damit an ohne dass gelüftet wird, drohen auch hier Ohnmacht und Vergiftungsgefahr.

Wichtig – regelmäßige Überprüfung

Die Gasanlage muss nicht nur nach dem Einbau (beim eigen ausgebauten Wohnmobil) und nach jeder durchgeführten Veränderung überprüft werden. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Gasprüfung alle zwei Jahre. Diese muss von einem DVFG-anerkannten Sachkundigen durchgeführt werden. Wer diese nicht durchführen lässt, besteht die Hauptuntersuchung des Wohnmobils nicht. Auch der falsche Transport von Gasflaschen kann bereits geahndet werden. Hier liegt dann ein Verstoß gegen die Bestimmungen der Gefahrengutverordnung vor. Weiterer Grund die Gasanlage in den vorgeschriebenen Zeitabständen prüfen zu lassen: bei nicht sachgerechter Führung und Prüfung kann es Probleme mit der Versicherung geben. Ganz abgesehen davon, dass man sich und seine Mitfahrer in unnötige Gefahr bringt.

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