Feedback

Was Sie über die Wohnmobil Steuer wissen sollten

Die Wohnmobil Steuer ist immer noch günstiger als die Steuer für das vergleichbare, als KFZ zugelassene, Wohnmobil Basisfahrzeug. Seit 2006 werden Wohnmobile nicht mehr als PKW eingestuft und somit auch nicht mehr nach dem Hubraum des Motors besteuert. Wohnmobile gelten inzwischen als eigene Fahrzeugart und werden nach den Emissionswerten besteuert. Die zu zahlenden Steuern errechnen sich aus dem Gesamtgewicht des Fahrzeuges und dem Schadstoffausstoß. Gestaffelt ist das Gewicht in 200 Kilogramm-Abschnitten.

Wichtig

  • Wohnmobile gelten als eigene Fahrzeugart
  • Besteuerung nach Emissionswerten
  • Berechnugn nach dem Gesamtgewicht und dem Schadstoffverbrauch

Im Überblick

Wohnmobil Steuer nach Schadstoffklassen

Die günstigste Schadstoffklasse ist die Klasse S4. Fahrzeuge mit dem Schadstoffschlüssel S4 stoßen die wenigsten Schadstoffe aus und werden folglich am geringsten besteuert. Geht man von einem Wohnmobil aus, das unter oder bis 2.000 Kilogramm wiegt und in die Klasse S4 eingeordnet wird, so errechnet sich ein Steuersatz von 16 Euro pro 200 Kilogramm. Für ein Fahrzeug, das über 2.000 Kilogramm wiegt, zahlt man 10 Euro pro 200 Kilogramm. Insgesamt darf die Steuerbelastung aber nicht mehr als 800 Euro pro Jahr betragen.

Fahrzeuge mit einem mittleren Emissionsausstoß werden in die Klassen S1 bis S3 eingeordnet. In diesen Klassen bezahlt man für ein Fahrzeug unter oder bis 2.000 Kilogramm 24 Euro pro 200 Kilogramm. Wiegt das Fahrzeug über 2.000 Kilogramm, sind es wiederum nur 10 Euro pro 200 Kilogramm. Für diese Klassen gilt, dass die jährliche Steuersumme nicht mehr betragen darf als 1.000 Euro.

Im Überblick

  • Geringste Besteuerung in der Schadstoffeklasse S4 (jährliche Steuerlast nicht über 800 Euro)
    • Wohnmobil bis 2.000 Kilogramm: 16 Euro pro 200 Kilogramm
    • Wohnmobil über 2.000 Kilogramm: 10 Euro pro 200 Kilogramm
  • Mittlere Schadstoffklassen: S1 und S3 (jährliche Besteuerung nicht über 1000 Euro)
    • Wohnmobil bis 2.000 Kilogramm: 24 Euro pro 200 Kilogramm
    • Wohnmobil über 2.000 Kilogramm: 10 Euro pro 200 Kilogramm

Was ist wenn das Wohnmobil in keine Klasse passt?

Wohnmobile, die in keine dieser Klassen eingeordnet werden können, haben den höchsten Schadstoffausstoß. Dies sind in der Regel ältere Fahrzeuge, deren Abgasgassystem nicht mehr den neuesten Standards entspricht. Folglich ist die Belastung für die Umwelt um einiges höher als bei neueren Fahrzeugen, deren Kats den neuesten Emissionstechnologien angepasst sind. Da diese Fahrzeuge eine höhere Umweltbelastung hervorrufen, werden sie auch höher besteuert. Daraus ergibt sich, dass für ein Wohnmobil ohne Emissionsklasse bis 2.000 Kilogramm pro 200 Kilogramm 40 Euro fällig werden. Von 2.000 bis 5.000 Kilogramm zahlt der Fahrzeugeigentümer 10 Euro pro 200 Kilogramm. Von 5.000 bis 12.000 Kilogramm werden schon 15 Euro pro 200 Kilogramm fällig. Ab einem Gewicht von über 12.000 Kilogramm berechnet der Fiskus 25 Euro pro 200 Kilogramm. Doch auch hier gilt, dass die jährliche Steuersumme nicht mehr als 1.000 Euro betragen darf.

Im Überblick

  • Wohnmobil lässt sich in keine der oben aufgeführten Schadstoffklassen einordnen (meist ältere Fahrzeuge)
  • Folglich werden sie höher besteuert
  • Wohnmobil ohne Emissionsklasse
    • Bis 2.000 Kilogramm: 40 Euro pro 200 Kilogramm
    • Bis 5.000 Kilogramm: 10 Euro pro 200 Kilogramm
    • Bis 12.000 Kilogramm: 15 Euro pro 200 Kilogramm
    • Ab 12.001 Kilogramm: 25 Euro pro 200 Kilogramm

Halter älterer Wohnmobile sind klar im Nachteil

Besitzer älterer Fahrzeuge mit weniger leistungsstarken oder vielleicht sogar ohne Katalysatoren, müssen mit einer höheren Steuer rechnen. Jüngere oder neue Wohnmobile hingegen werden steuerlich begünstigt. Der Grund liegt auf der Hand: Neufahrzeuge oder junge Gebrauchte sind mit der neuesten Technik ausgerüstet. Die Belastung durch den Schadstoffausstoß wird dadurch immer geringer. Gerade der CO2-Ausstoß wird heftig diskutiert. Ältere Fahrzeuge, die einen ungeregelten oder vielleicht sogar noch gar keinen Kat verbaut haben, gelten als umweltschädigend. Die Technik hat hinsichtlich des Umweltschutzes große Fortschritte gemacht. Das Ziel, die Umwelt zu schonen, kann damit erreicht werden. Um dies zu unterstützen, müssen alte Fahrzeuge ohne eine moderne Abgasreinigungsanlage daher eine höhere Wohnmobil Steuer zahlen.