Wohnmobil teilintegriert

teilintegriertes-WohnmobilDas Wohnmobil teilintegriert unterscheidet sich von der Alkovenform insbesondere durch die Fahrerhaus-Partie. Das teilintegrierte Wohnmobil hat seinen Namen aus gutem Grund. Denn das Fahrerhaus ist in den Wohnraum integriert. Dies hat einen großen Vorteil. Der Wohnraum wird durch das Fahrerhaus erweitert. Dadurch gewinnt man bei dieser Reisemobil Art ungemein viel Platz hinzu, der zusätzlich genutzt werden kann.

Camper-teilintegriertTeilintegrierte Wohnmobile sind ursprünglich für Paare konzipiert worden. Im Heck des Reisemobils befindet sich in der Regel ein recht üppiges Schlafzimmer mit einem Doppelbett. Zwar ist auch bei einem teilintegrierten Wohnmobil über dem Fahrerhaus ein kleiner Alkoven angebracht. Aber anders als beim Alkoven-Reisemobil dient hier der zusätzliche Raum nicht als Schlafplatz, sondern als Raum für die Stehhöhe im Fahrerhaus. Denn das Fahrerhaus wird zwar in den Wohnraum integriert, bleibt aber als Fahrerhaus in seiner Funktion erhalten. Und üblicherweise werden die Basisfahrzeuge, da sie ab Werk einem anderen Verwendungszweck zugedacht sind, im Fahrerhaus nicht mit Stehhöhe ausgeliefert. Folglich ist es sinnvoll, diesen Raum, um ihn schlussendlich als Wohnraum nutzen zu können, mit Stehhöhe zu versehen. Genau diesen Zweck erfüllt der Alkoven in einem teilintegrierten Wohnmobil. Das Fahrerhaus selbst erweitert dann in der Regel den Raum, der zum Wohnen genutzt wird. Die Sitze können komplett umgedreht werden, sodass sie in Verbindung mit einem Tisch einen vorzüglichen Essplatz abgeben. Möchte man die Fahrt fortsetzen, um beispielsweise nach einem noch schöneren Stellplatz zu schauen, so dreht man die Sitze einfach wieder in ihre ursprüngliche Position und klappt den Tisch zusammen. Schon kann die Reise weitergehen. Der große Vorteil bei teilintegrierten Wohnmobilen ist folglich das üppige Raumangebot.

Aber diese Variante von Reisemobilen birgt auch einen Nachteil. Dieser hat wiederum mit dem Fahrerhaus zu tun. Die Basisfahrzeuge, in der Regel sind dies Transporter, werden vom Fahrzeughersteller für andere Zwecke produziert. Transporter sollen in der Regel Lasten von A nach B transportieren. Folglich sind die Fahrerhäuser nicht isoliert. Bei Sonneneinstrahlung wird es sehr schnell sehr warm. Im Gegenzug kann es im Winter im Fahrerhaus mächtig kalt werden. Jeder Verkehrsteilnehmer kennt dies sicherlich, wenn er am Wintermorgen in sein Fahrzeug steigt und ein Zittern kaum unterdrücken kann. Das Fahrerhaus selbst lässt sich jedoch nur schwer isolieren. Man darf beispielsweise die Windschutzscheibe nicht gegen eine doppelt verglaste Scheibe austauschen. Ähnlich verhält es sich mit den Seitenfenstern. Daher hilft im Grunde nur eines – Thermomatten. Diese halten im Sommer die Hitze und im Winter die Kälte draußen. Um den Wohnraum komplett vom Fahrerhaus abzutrennen, gibt es ebenfalls Thermomatten, die dicht schließen und somit gerade im Winter die Wärme im Wohnraum lassen. So ausgestattet ist das Wohnmobil teilintegriert sogar für das romantische Wintercampen geeignet.