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Das Gierträgheitsmoment GTM beim Wohnwagen

Was sich dahinter verbirgt und welchen Einfluss das GTM hat

tabbert rossini 450 td aussenDer ein oder andere Wohnwagenbesitzer ist vielleicht schon über den Begriff GTM oder auch Gierträgheitsmoment gestolpert. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Die erste Erklärung klingt simpel und logisch: das GTM ist das Trägheitsmoment, welches beim Gieren des Wohnwagens anliegt. So wirklich schlauer wird man hier allerdings nicht.

Was ist das Gieren des Wohnwagens?

Unter dem Gieren des Wohnwagens versteht man die seitliche Drehbewegung des Wohnwagens um seinen eigenen Schwerpunkt. Diese spielt vor allem beim Schleuderverhalten eine wichtige Rolle. Das Trägheitsmoment ist die Kraft, welche weiterwirkt wenn die Drehbewegung ausgelöst worden ist und beeinflusst somit die Schlingerneigung eines Wohnwagens. Ein hohes Gierträgheitsmoment, hat eine verstärkte Schlingerneigung zur Folge und entsteht beispielsweise wenn das Gewicht des Wohnwagens hauptsächlich im Bug und im Heck verteilt ist. Ideal ist es, wenn das Gewicht in der Mitte auf der Achse liegt.

Genaue Definition Gierachse

Unter der Gierachse, auch als Hoch- oder Vertikalachse bezeichnet, versteht man die vertikale Achse eines Luft-, Wasser-, Raum- oder Landfahrzeuges. Das Gieren bezeichnet damit die Drehbewegung um diese Achse. Das Gierträgheitsmoment ist damit eine wichtige Einflussgröße für das Pendeln von Anhängern. Abhilfe schafft hier unter anderem auch eine Anti-Schlinger-Kupplung. Als Beispiel kann eine Hantel aus dem Fitnesssport herangezogen werden: ist die Verbindung zwischen den beiden Gewichten kurz, sind Drehbewegungen mit der Hantel kein Problem. Je länger jedoch die Distanz zwischen den Enden wird, desto höher wird das Risiko das Handgelenk zu verletzen.

Das Gierträgheitsmoment in der Praxis

In der Praxis kann das GTM nur sehr aufwendig mit Hilfe einer Pendelbühne ermittelt werden. Als Maßeinheit wird kg m2 verwendet. Für ein aussagekräftiges Ergebnis sollte das GTM des Wohnwagens im leeren und im beladenen Zustand gemessen werden. Je nach Wohnwagenklasse kann abgeschätzt werden, ob der eigenen Wert über oder unter dem Durchschnitt liegt. Das GTM kann durch eine optimale Beladung optimiert werden – natürlich spielen auch der Grundriss des Herstellers und die dortige Verteilung von Heizung, Wassertanks und Kühlschrank eine entscheidende Rolle. Am besten ist es, große Gewichte über der Achse zu platzieren. Sobald Bug und Heck stark beladen werden, verändert sich das GTM ins Negative und das Fahrverhalten des Wohnwagens verschlechtert sich enorm. Gerade in Verbindung mit weiteren Faktoren wie dem Reifendruck oder der Einhaltung der Stützlast können sich so fatale Situationen ergeben, welche leicht vermieden werden können.

In der Regel haben private Caravanbesitzer nicht die Chance das GTM Ihres Wohnwagens selbst i Erfahrung zu bringen. Wer es genau wissen will, kann im Internet recherchieren und findet sein Modell evtl. bei Wohnwagentests aktueller Modelle. Auf jeden Fall gilt: Wohnwagen richtig beladen, Reifendruck prüfen und am besten ein Fahrsicherheitstraining mit Zufahrzeug und Wohnwagen absolvieren, damit man auf den Ernstfall vorbereitet ist.

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