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Ein Rangiersystem für den Wohnwagen - deutlich bequemer

Truma Mover SRMöchte man den Wohnwagen besonders bequem daheim bewegen oder auf dem Campingplatz einparken, kann man auf sogenannte Rangiersystemezurückgreifen. Diese – wie der Name schon sagt – dienen dazu den Wohnwagen einfach, ohne jegliche Muskelanstrengung oder lästiges Rangieren mit dem Zugfahrzeug, perfekt auf dem zugeordneten Stellplatz zu platzieren. Ist ein solches System im eigenen Wohnwagen noch nicht vorhanden, kann es ohne Probleme nachgerüstet werden. Die elektrische Rangierhilfe besteht in der Regel aus zwei starken Elektromotoren, welche die erzeugte Kraft an eine Antriebswalze abgeben. An jedem Rad befindet sich eine solche Antriebswalze, die manuell oder elektrisch auf die Lauffläche des Rades gepresst wird, und den Wohnwagen so in Bewegung setzt. Kurvenfahren wird durch eine unterschiedliche Drehzahl der Motoren ermöglicht. Verfügen diese über einen gegenpoligen Lauf kann der Wohnwagen sogar auf der Stelle gedreht werden. Das Tolle: der Caravan wird wie ein großes Spielzeugauto mittels Fernbedienung bedient.

Bequemes rangieren mit Rangiersystemen

Wenn man ein solches System nicht besitzt, hat man es aber vielleicht schon einmal bei anderen Campern beobachtet. Denn oft stehen die Insassen des Wohnwagens gebannt neben dem eigenen Caravan, welcher sich scheinbar von Geisterhand bewegt und am Ende perfekt eingeparkt ist. Gerade die männlichen Camper finden immer wieder gefallen am „Wohnwagen fahren" und fühlen sich an das Spielen mit ferngesteuerten Autos erinnert. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: mit einem Rangiersystem muss man den Wohnwagen nicht selbst in die Lücke manövrieren – sei es mit Muskel- oder Motorkraft. So können auch Einzelcamper oder Ältere den eigenen Caravan problemlos aufstellen. Zudem ist das zentimetergenaue Einparken und auch Ankuppeln möglich. Die maximale Geschwindigkeit liegt zwischen 0,5 und 1,0 km/h. So bleibt der Wohnwagen beherrschbar und das Getriebe verfügt über ein hohes Drehmoment. Damit sind Steigungen bis zu 15 % machbar. Das Getriebe der Rangierhilfe greift auch bei Gefällefahrten ein: es bremst und verhindert, dass der Wohnwagen unkontrolliert den Berg hinabsaust. Man sollte darauf achten, dass die Antriebswalzen nach getaner Arbeit stets wieder vom Rad entfernt werden. Vergisst man dies und zieht den Wohnwagen mit dem Fahrzeug, riskiert man Schäden an der Rangierhilfe und den Rädern.

Bekannte Hersteller am Markt

Natürlich haben auch Campingzubehörhersteller den Bedarf an Rangiersystemen erkannt und bieten praktische Lösungen an. Besonders bekannt sind hier Produkte von Truma, mit der Mover Rangiersysteme und die Varianten von Reich, Enduro und Al-Ko. Bei der Auswahl der Rangierhilfe sollte man darauf achten, dass diese für die Achsanzahl und das Gewicht des Wohnwagens geeignet ist. Mittlerweile können auch Tandemachser problemlos mit einer Rangierhilfe ausgestattet werden. Preislich liegen die Systeme in der Regel zwischen 820 EUR und 2.300 EUR.  Für einen Zweiachser zwischen 1.900 EUR und 3.800 EUR. Nicht mit eingerechnet sind hier die Kosten für eine Batterie als Stromquelle, mögliche Adaptersätze und der Montageaufwand.

Truma Mover SR FernbedienungNeben dem passenden Antrieb - abgestimmt auf Gewicht und Achsanzahl des Wohnwagens - sollte man aber auch das Gewicht des Antriebes selbst und der nötigen Batterie beachten. Je nach Ausführung kann ein Rangiersystem zwischen 30 kg und 75 kg wiegen. Auch eine Batterie bringt 30 kg bis 40 kg auf die Waage. Dieses zusätzliche Gewicht beeinflusst natürlich die mögliche Zuladung des Wohnwagens.

Installation eines Rangiersystems

Die Rangiersysteme werden elektrisch über eine Fernbedienung bedient. Damit diese also reibungslos funktionieren und für einen angenehmen Urlaubsstart sorgen, muss für eine entsprechende Stromversorgung gesorgt sein. Viele Hersteller bieten hier beispielsweise aufeinander abgestimmte Systeme an, die zusätzlich zu den Rangiersystemen erworben werden können. Darin enthalten sind nicht nur die Batterie und der Ladeautomat, sondern bisweilen auch ein Temperaturfühler und Batterietrennschalter. Weiteres nötiges Zubehör sind Polklemmen und Sicherungen. Wer mit dem Einbau elektrischer Leitungen und Geräte nicht vertraut ist, sollte hier auf einen Fachmann zurückgreifen. Wichtig ist, dass die Batterie für das Rangiersystem geeignet ist. Schlechte Erfahrungen hat man hier in den vergangenen Jahren mit Blei-Säure-Batterien gesammelt. Daher sollte man lieber auf AGM- oder Li-On-Batterien wie beispielsweise von Optima zurückgreifen.

Möchte man nicht auf andere Camper angewiesen sein oder mühselig den Wohnwagen in den Stellplatz schieben oder rangieren, sind Rangiersysteme sicherlich eine spannende Alternative. Einmal installiert kann der Caravan damit einfach per Knopfdruck gesteuert und so bequem eingeparkt werden. Kleiner Tipp: Das Bugrad sollte eine breite Lauffläche haben, damit der Wohnwagen nicht einsinkt.

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