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Für die eigene Sicherheit sorgen beim Wohnwagen

fendt saphir 515 skm aussenDie Gefahren beim Ziehen eines Wohnwagens werden oft unterschätzt. Doch gerade wenn Carvans nicht über eine ausreichende Sicherheitsausrüstung verfügen, sind die Fahrsicherheit und die -stabilität stark beeinträchtigt. Abhilfe schaffen hier zwei bewährte Stabilisierungssysteme, die das Wohnwagengespann sicherer machen und bspw. das Aufschwingen verhindern sollen.

Mechanische Schlingerdämpfer

Das wohl wichtigste Utensil für die Sicherheit beim Wohnwagen ist die mechanische Schlingerdämpfung. Hier wird die freie Beweglichkeit des Anhängers durch Reibung gehemmt. Dadurch wird die Schlingerneigung verringert und die kritische Fahrgeschwindigkeit (Marke bei welcher sich ein ins Schlingern geratenes Gespann nicht mehr von alleine beruhigt) erhöht. Mechanische Reibkupplungen sind beispielsweise von AL-KO (AKS 1300 und AKS 3004) oder Winterhoff (WS 3000) erhältlich. Oft sind diese Schlingerdämpfer sogar ab Werk am Wohnwagen vorhanden oder können günstig durch ein Ausstattungspaket erworben werden. Auch die nachträgliche Ausrüstung ist möglich. Der Einfluss eines mechanischen Schlingerdämpfers auf die Fahrsicherheit sollte nicht unterschätzt werden. Diese Systeme erhöhen die kritische Fahrgeschwindigkeit in der Regel um 20 km/h wodurch im Normalbetrieb das gefürchtete Pendeln nicht mehr auftritt. Aber Achtung: hier sollte der Kupplungskopf nicht eingefettet werden, da sonst die Reibbeläge zerstört werden, welche durch den Hebelgriff vorne und hinten an die Kupplungskugel gedrückt werden.

Zweck von mechanische Schlingerdämpfern (von Werk oder nachgerüstet):
    Verringerung der Schlingerneigung
    Erhöhung der kritischen Fahrgeschwindigkeit

Elektronisches Stabilisierungssystem

Elektronische Stabilisierungssysteme dienen als Ergänzung zu Schlingerdämpfern und sind am Markt gerade erst am kommen. Auch diese sind oft ab Werk verfügbar oder können im preislichen Rahmen nachgerüstet werden. Hier kommt es darauf an, auf welchem Chassis der Wohnwagen sitzt. AL-KO und Hobby-Chassis können mit dem AL-KO Trailer Control ATC ausgestattet werden. Hierbei handelt es sich um vollelektronische Sensoren. Sie werden achsnah installiert und registrieren feinfühlig die Hängerbewegung. Diese Werte werden an die auswertende Elektronik weitergegeben, welche im Notfall einen Elektromotor startet, der am Bremsgestänge zieht.

BPW-Chassis sind mit dem iDC und LEAS kompatibel. Das LEAS kann beinahe an jedem Wohnwagen ob neu oder alt nachgerüstet werden.

Das Prinzip ist einfach: ein elektro-mechanischer Sensorlenkt bei auftretendem Pendeln eine Metallkugel in einem Rohrbogen, welche das Signal zum Abbremsen gibt. Eine an der V-Deichsel montierte Einheit mit motorisch vorgespannter Feder löst im Ernstfall aus und zieht am Bremsgestänge. Je nach Gewichtsklasse und Bauart, also Anzahl der Achsen, gibt es verschiedene elektronische Stabilisierungssysteme die eingesetzt werden. Alle benötigen jedoch ein Dauerplus in der Anhänger-Anschlussdose.

Ohne derartige Sicherheitssysteme kommen Wohnwagengespanne bzgl. der Fahrstabilität gerade beim Erreichen der kritischen Geschwindigkeit oft an ihre Grenzen. Je schneller man unterwegs ist, desto höher ist die Gefahr, dass der Wohnwagen zu pendeln beginnt und sich aufschwingt. Ist das der Fall, muss richtig reagiert werden: nämlich mit einem festen Tritt auf das Bremspedal um die Geschwindigkeit rasch zu reduzieren. Um jedoch eine solche Situation zu vermeiden, sollte man lieber vorab die verfügbaren Sicherheitssysteme nutzen, welche dem Fahrer dieses Bremsen abnehmen, und die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten einhalten.

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