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Wohnmobil gebraucht kaufen

Wohnmobil im Herbst 2Ein Wohnmobil Gebrauchtwagen bietet gleich mehrere Vorteile. Durch den weitaus geringeren Anschaffungspreis haben sie die extreme Wertminderung des Fahrzeuges auf die Vorbesitzer abgeschoben. Gebraucht bedeutet aber nicht schlecht oder alt. Genaugenommen impliziert ein Gebrauchtfahrzeug nur die Notwendigkeit beim Kauf noch stärker den Zustand des Fahrzeuges zu prüfen, als dies beim Neufahrzeug der Fall ist. Eines sei bereits an dieser Stelle erwähnt: Wohnmobilisten sind sehr ideelle Menschen. Ein Wohnmobil zu fahren bedeutet für die meisten Camper eine Lebenseinstellung. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Großteil der Wohnmobileigentümer sehr sorgsam mit Ihrem Fahrzeug umgehen. Mehrmalige Ganzmobilpflege - oder sollte man sagen Glanzmobilpflege - pro Jahr ist eher die Regel als die Ausnahme. Sind sie deshalb nicht verwundert, wenn Ihnen manches Mobil wie neu entgegen strahlt. Campers Stolz eben. Wie gehen Sie nun vor, wenn Sie ein gebrauchtes Mobil erwerben wollen?

Im Überblick

Besonderheiten beim gebrauchten Wohnmobil

Beim Kauf eines gebrauchten Reisemobils gilt es, die Besonderheiten beim Gebrauchtfahrzeugkauf zu beachten. Selbst bei seriösen Autohäusern kann man mit dem Kauf eines Gebrauchten auf die Nase fallen. Es gibt keine Faustregel an welcher Stelle man am sichersten ein gebrauchtes Auto erwirbt. Viele schwören auf den Kauf von Privat. Eine riesige Auswahl bieten die freien Händler, die es fast an jeder Ecke gibt. Das Internet hält durch diverse, darauf spezialisierte Websites als gute Alternativen zum klassischen Kauf bereit. Das Beste wird sein, Sie verschaffen sich im Vorfeld einen Überblick über die Marktlage und suchen dann gezielt bei vorher ausgewählten Anbietern nach Ihrem Wunschfahrzeug. Nutzen Sie für Ihre Recherche auch das Internet auf den folgenden Seiten finden Sie eine umfangreiche Palette von Privat. Es besteht zudem die Möglichkeit auch ältere Testberichte bei den einzelnen Verlagen anzufordern. Jährlich bringen führende Fachzeitschriften eine CD-Rom mit den gesammelten Ausgaben des letzten Jahres in digitaler Form heraus.

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Gewährleistung beim Gebrauchtfahrzeug

Wichtig zu wissen ist, dass, wenn Sie Ihr gebrauchtes Wohnmobil bei einem Händler oder einem Unternehmer kaufen, Sie per Gesetz einen Gewährleistungsanspruch haben. Dies hat nichts mit einer Garantieleistung zu tun. Der Gesetzgeber sieht vor, dass der Händler verpflichtet ist Ihnen eine Gewährleistung von zwei Jahren einzuräumen. Diese kann auf 1 Jahr gekürzt werden, was jedoch vertraglich festgehalten werden muss. Innerhalb des ersten halben Jahres liegt die Beweispflicht beim Händler, wenn an Ihrem Gebrauchtfahrzeug ein Mangel entsteht. Das heißt, der Händler muss nachweisen, dass dieser Mangel zum Zeitpunkt des Kaufs noch nicht bestand. Nach Ablauf des ersten halben Jahres sind Sie in der Beweispflicht, diesen Umstand nachzuweisen. Verschleißteile wie Reifen und Bremsen fallen nicht in diese Gewährleistungspflicht. Sie sehen also, dass die alte Faustformel „gekauft wie gesehen" nicht länger gilt. Somit hat der Gesetzgeber dubiosen Geschäftemachern im Gebrauchtwagenmarkt einen Riegel vorgeschoben. Durch die gesetzliche Gewährleistung kann man heutzutage etwas sicherer und beruhigter ein gebrauchtes Fahrzeug erwerben.

Prüfung der Substanz des gebrauchten Wohnmobil - Auch mit professionellem Rat

Wenn Sie selbst nicht so viel Ahnung haben, ist es empfehlenswert beim Gebrauchtwagenkauf jemanden mitzunehmen, der sich ein wenig besser auskennt. Denn oft sind die Fahrzeuge nach einem Unfall so wiederhergestellt worden, dass bleibende Schäden mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen sind. Spezielle Lackprüfgeräte können helfen anhand der Lackdichte durchgeführte Nachbesserungen zu erkennen. Auch ein Blick auf den Unterboden des Fahrzeuges lässt Mängel erkennen. Wie sieht die Auspuffanlage aus? Gibt es Rost an den Bodenblechen? Werfen Sie einen prüfenden Blick auf die Radaufhängung, die Spurstangen und die Radlager. Sie dürfen kein Spiel aufweisen. Auch eine Prüfung der Holme, Kotflügel und Schweller ist äußerst sinnvoll. Diese tragenden Teile sind Schwachstellen so mancher Baureihen. In der heutigen Zeit arbeitet die Autoindustrie mit Blechen, Verzinkungen und Lackiertechniken, die über Jahre eine gute Korrosionsbeständigkeit aufweisen. In der Vergangenheit kamen oft dünnere Bleche zum Einsatz. Ein italienischer Produzent galt lange Zeit als ein Hersteller mit besonders dünnen Blechen und schlechter Lackierung. Die Fahrzeuge fingen oft schon nach zwei bis drei Jahren an zu rosten. Beim Gebrauchtwagenkauf gilt dem Blechkleid also besondere Aufmerksamkeit. Ist die Substanz des in Auge gefassten Reisemobil gut, kann dies bereits ein Kaufkriterium sein. Selbst, wenn Sie das Fahrzeug von Grund auf neu aufbauen wollen, sollte die Grundsubstanz doch noch einen gewissen Mindeststandard bieten. Unterschätzen Sie nicht den Zeitaufwand und das Know-how für anfallende Schweißarbeiten. Ist die Grundsubstanz in schlechtem Zustand kann ein scheinbar günstiges Gebrauchtfahrzeug sehr schnell zum Eurograb werden. Bedenken Sie, dass eine geringe Laufleistung des Fahrzeugs nicht zwingend auch zu positiven Ergebnissen bezüglich der Substanz führen muss.

Zu beachten
Unfallfahrzeug oder nicht (hier hilft ein Lackprüfgerät weiter)
Unterboden und Auspuffanlage prüfen
Allgemeiner Rostzustand
Radaufhängung, Spurstangen und Radlager betrachten
Auch Holme, Kotflügel und Schweller nicht vergessen

Karosseriezustand beachten

Insbesondere gilt es, die Karosserie zu überprüfen. Der Kugelschreibertest ist ein moderater Test, um zu überprüfen, ob die vorhandene Substanz im Blech noch verwertbar ist oder direkt ausgetauscht werden muss. Besonders an den Achsaufhängungen sollte man kritisch hinschauen. Rütteln Sie kräftig an den Reifen. Haben sie zu viel Spiel, ist die Spureinstellung nicht in Ordnung. Gleichwohl kann aber auch ein Rahmenschaden vorliegen. Dieser tritt bei schweren Unfällen auf und wird als wirtschaftlicher Totalschaden angesehen, da ein Rahmenschaden nicht reparabel ist. Die Profiltiefe kann ein Indiz für die Kilometerleistung des Fahrzeuges sein, wenn nicht gerade für den Verkauf neue Reifen aufgezogen wurden. Alle Reifen sollten von demselben Hersteller stammen und eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern aufweisen (hier eventuell eine Abbildung eines Reifens mit einem Eurostück als Maßstab).

Machen Sie in jedem Fall eine Probefahrt, um das Fahrverhalten des anvisierten Fahrzeuges zu überprüfen. Fällt das Fahrzeug in jedes Schlagloch, sollten Sie die Federn überprüfen. Der Austausch des Fahrwerks ist nämlich eine recht kostspielige Angelegenheit. Ein Gebrauchtfahrzeug sollte vor Kauf kritisch unter die Lupe genommen werden. Sonst läuft man in eine immense Kostenfalle, wenn die Karosserie an den kritischen Punkten von Rost durchfressen ist. Holme und Schweller sind tragende Teile des Autos. Achten Sie auf feine Haarrisse an den Schweißnähten der tragenden Teile. Sind sie aufzufinden, deutet das auf einen Unfall hin. Meist kann man dann von einem Rahmenschaden ausgehen. Gerade diese Mängel werden oft kaschiert, sodass sie für einen Laien kaum zu erkennen sind. Ein Kriterium, das auch ein Laie beurteilen kann, ist der Abstand zwischen Motorhaube und Kotflügel. Verläuft der Spalt regelmäßig, also parallel, so kann ein gravierender Unfall ausgeschlossen werden. Verläuft dieser Spalt hingegen nicht mehr regelmäßig, sondern eher konisch, können Sie davon ausgehen, dass der Rahmen bedingt durch einen Unfall verzogen ist. Sie können das Fahrzeug dann im Grunde nur noch als Ersatzteillager nutzen oder verschrotten lassen. Richten Sie Ihr Augenmerk auf die A-, B- und C-Säule des Gebrauchten. Die Säulen sind ebenfalls tragende Teile ebenso wie die Längsträger. Man kann sich vorstellen, dass der Austausch dieser Teile nicht günstig ist.

Hilfe bei der Beurteilung des Zustands

Nehmen Sie jemanden mit beim Kauf eines gebrauchten Camper. Man kann sich nicht mit allem auskennen. Auch die Fahrt zu einem Gutachter oder zum TÜV ist empfehlenswert, wenn man selbst nicht sicher ist in der Beurteilung des Zustands eines Gebrauchtfahrzeuges. Sicherlich entstehen dadurch Kosten, doch die sind gut angelegt. Denn somit sparen Sie im Endeffekt immense Kosten durch einen kompletten Neuaufbau des Fehlkaufs.

Kaufvertrag beim gebrauchten Wohnmobil

Vor Abschluss des Kaufvertrages sollten Sie folgende Punkte klären. Prüfen Sie genau, ob die Fahrgestellnummer mit der Nummer, die in den Papieren eingetragen ist, übereinstimmt. Nicht, dass Sie versehentlich ein gestohlenes Fahrzeug erwerben. Stimmt der Verkäufer mit dem Halter überein? Ist dies nicht der Fall, lassen Sie sich in jedem Fall eine Vollmacht des Halters vorlegen, die aussagt, dass der Verkäufer berechtigt ist, in seinem Namen das Fahrzeug zu verkaufen. Eine häufig angewandte Methode den Tachostand zu schönen, ist diesen zurückzudrehen. Werden Sie bei einem besonders niedrigen Tachostand daher besonders sensibel und überlegen den Kauf dieses Fahrzeuges noch einmal genau. Je mehr Vorbesitzer das Fahrzeug hatte, um so größer die Gefahr der Abnutzung. Denn Kupplung und Getriebe zum Beispiel sind in solchen Fällen von mehreren Fahrern benutzt wurden. Dies führt zu einem schnelleren Verschleiß. Lassen Sie die Finger von einem Fahrzeug, dessen Verkäufer nicht mit Hilfe von Rechnungen und Kundendiensten nachweisen kann, ob der Kilometerstand der Tatsächliche ist. Ebenso wichtig ist ein Scheckheft. Hierin werden die regelmäßigen Inspektionen, die ein Fahrzeug absolviert hat, eingetragen. Lesen Sie sich, wenn Sie sich zum Kauf eines bestimmten Fahrzeuges entschlossen haben, in aller Ruhe den Kaufvertrag durch, insbesondere die AGB, wenn Sie bei einem Händler kaufen. Hier hat man schon die dubiosesten Geschichten gehört. Diese sind jedoch rechtlich meist nicht haltbar, da per Gesetz eine Gewährleistungspflicht besteht. Dennoch sparen Sie sich durch einen Vorabcheck eine Menge Unannehmlichkeiten.

Wichtig
Stimmen die Fahrgestellnummern überein?
Ist der Verkäufer auch der Halter?
Ist der Tachostand realistisch oder wurde vielleicht manipuliert? (Kilometerstand muss nachweisbar sein)
Wie viele Vorbesitzer hat das Fahrzeug?
Ist das Scheckheft vorhanden? Wie gepflegt ist es?
Lesen Sie den Kaufvertrag in Ruhe durch!

Kaufvertragvordruck

Es gibt sogenannte Musterverträge. Diese erhält man im Netz und kann sie sich bequem ausdrucken. Hierin sind alle wichtigen Details sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer enthalten. Hier werden alle für den Kauf relevanten Daten wie Kilometerstand, Kennzeichen, Kaufsumme und die Übergabe der Schlüssel und Papiere festgehalten. Mit diesen Vordrucken kann man nichts falsch machen und ist immer auf der sicheren Seite.

Rücktritt vom Kaufvertrag

Innerhalb einer Woche kann man von jedem Vertrag, also auch vom Kaufvertrag eines Fahrzeuges, ohne Angabe von Gründen zurücktreten. Wenn Sie nach Ablauf dieser Frist trotz der eingehenden Prüfung des Gebrauchtfahrzeuges erhebliche Mängel feststellen, so müssen Sie dem Verkäufer die Möglichkeit der Minderung zugestehen. Das bedeutet, der Händler hat die Chance die Mängel zu beseitigen. Schafft er dies nicht im ersten Anlauf, so darf er ein zweites Mal nachbessern. Sind die Mängel dann immer noch nicht behoben, haben Sie nun das Recht zur Wandlung. Sie sind dann in der Lage, vom Kaufvertrag zurückzutreten. Ihnen steht frei, das Fahrzeug umzutauschen oder Ihr Geld für das gebrauchte Wohnmobil zurückzubekommen.

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