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Sicherheit auf dem Campingplatz und unterwegs

VWCaddyEdition30 Leider hört man doch immer wieder von Einbrüchen auf Campingplätzen. Was aber tun, um der Gefahr vorzubeugen? Im ersten Schritt sollten Sie, sobald Sie den eigenen Wohnwagen oder das Wohnmobil verlassen, alle Fenster, Dachhauben und Türen ordnungsgemäß verschließen. Ein offenes Fenster oder eine angelehnte Tür macht es den Dieben nur zu einfach. Aber natürlich ist auch das keine Garantie. Befindet man sich auf einem belebten Campingplatz kann man sich vielleicht mit den umliegenden Campern absprechen, sodass man gegenseitig immer ein Auge auf die Wohnmobile und Wohnwagen in unmittelbarer Nähe hat. Genauso wichtig: Geldbörsen und Taschen niemals offensichtlich im Wohnmobil oder Wohnwagen liegen lassen. Anstatt das gesamte Reisebudget an einem Ort zu verstecken, empfiehlt es sich mehrere Verstecke mit verschiedenen Beträgen zu verwenden. Sollte es zu einem Einbruch kommen, wird so die Wahrscheinlichkeit gesenkt, dass das komplette Reisegeld verschwunden ist.

Wem das noch nicht genug ist, kann sich auch eine Alarmanlage in das Fahrzeug einbauen oder einbauen lassen. Hier gibt es verschiedene Ausführungen, die sich hinsichtlich des Prinzips bzw. der Empfindlichkeit des Auslösens unterscheiden. Beim Kauf sollte man darauf achten, wo Kontaktpunkte für die Alarmanlage angebracht werden, wann diese also auslöst. Ist der Alarm an einen Bewegungsmelder im Inneren gebunden, löst er bei Bewegungen aus usw. Alarmanlagen erhalten Sie in jedem gut sortierten Baumarkt oder auch in Kaufhäusern, wobei diese als Möglichkeit angepriesen werden, sich selbst und sein Eigentum vor unliebsamen Besuchern zu schützen. Meist ist der Einbau einer solchen Anlage recht leicht und auch für Ungeübte durchführbar. Für das Wohnmobil oder den Wohnwagen eignen sich solche Alarmanlagen, die mit einem eingebauten Näherungssensor arbeiten. So wird Ihnen gleich gemeldet, wenn jemanden um den Wagen herumschleicht.

Einsatz im Innenraum - Bewegungsmelder und Infrarotsensoren

Den Innenraum können Sie durch Bewegungsmelder oder Infrarotsensoren absichern. Hiermit lassen sich die einzelnen Bereiche wie das Fahrerhaus und der Wohnraum überwachen. Jedoch hat diese Einrichtung den Nachteil, dass Sie die Anlage während der Nacht abschalten müssen, damit Sie nicht selbst den Alarm auslösen, wenn Sie nachts einmal herausmüssen und unbeabsichtigt in den Alarmstrahl laufen.

Im Überblick - Fahrerhaus und Wohnraum sichern
Bewegungsmelder
Infrarotsensoren

Nachts lieber mit Türkontaktsensoren

Für die Kontrolle während der Nacht eignen sich daher Türkontaktsensoren oder Bewegungsmelder, die außen am Fahrzeug angebracht sind, besser. Sinnvoll sind ebenso solche Alarmanlagen, deren Sensoren das Hantieren außen an Ihrem Fahrzeug melden. Dies ist dann der Fall, wenn sich jemand unerlaubt an den Radkappen, den Alufelgen oder der Satellitenschüssel zu schaffen macht. Auch das Vorzelt und die darin befindliche Campingeinrichtung lassen sich mit diesen Alarmsensoren überwachen. Der Alarm löst immer dann aus, wenn sich Personen den gesicherten Gegenständen nähern.

Türkontaktsensoren
Außen angebrachte Bewegungsmelder

Sind Alarmanlagen sinnvoll?

Es stellt sich natürlich die Frage, ob Alarmanlagen in Wohnmobilen und Wohnwagen überhaupt Sinn machen. Denn sicher ist, dass auch die Alarmanlage im Wohnmobil keinen Einbruch verhindern kann. Mit viel Glück schreckt das Getöne der Alarmanlage einen Dieb davon ab, in Ihr Fahrzeug einzusteigen. Wenn dieser Langfinger jedoch über ein paar Tage Ihr Verhalten studiert und herausgefunden hat, dass ihm ein paar Minuten Zeit bleiben während Ihrer Abwesenheit, so wird ihn die Alarmanlage kaum vom Einbruch in Ihren Camper abschrecken. Er wird in der kurzen Zeit genügend Wertsachen einsammeln und stehlen können.

Wer erfährt vom Alarm?

437620 infrarot innenraumueberwachungDie Frage ist, wem die Alarmanlage den Alarm, der ausgelöst wurde, meldet. Um sein Zuhause abzusichern, kann der Alarm direkt an die Polizei weitergeleitet werden. Dies ist bei einem Wohnmobil mit verschiedenen Aufenthaltsorten natürlich nicht möglich. Folglich wird die Alarmanlage in erster Linie Ihnen den Alarm melden. Mit etwas Glück bekommen vielleicht auch noch Ihre unmittelbaren Nachbarn das Getöne der Alarmanlage mit. Doch es stellt sich die Frage, was es Ihnen nützt, wenn Sie wissen, dass sie überfallen werden. Spätestens, wenn die Tür aufgebrochen wird, wissen Sie es auch ohne Alarmanlage. Haben Sie einen Vorteil durch diesen kleinen zeitlichen Vorsprung? Eher nicht. Sicherlich mag man sich eine solche Situation kaum vorstellen. Doch wenn man sich einmal gedanklich auf dieses Wagnis einlässt, muss man sich ehrlich die Frage stellen, ob man überhaupt rein konstitutionell in der Lage ist, einen Angreifer abwehren zu können.

Sollte man den Eindringling stellen?

Jemand, der einbrechen will, nimmt auch die Gefahr in Kauf, sich unter Umständen wehren zu müssen. Das ist für Diebe ein kalkuliertes Risiko. Wenn denn der Angreifer gar keine Skrupel hat und durchaus über ein gewisses Gewaltpotenzial verfügt, wird Ihnen die Alarmanlage kaum etwas nützen sich gegen den Eindringling zur Wehr zu setzen. Man kann sicherlich in einer solchen Situation auf die Hilfe der Nachbarn hoffen. Doch es ist allgemein bekannt, dass es mit der Zivilcourage bei vielen Leuten nicht so gut bestellt ist. Viele haben einfach Angst, in eine solche Situation hineingezogen zu werden und das eigene Leben zu riskieren. Einige schauen aber einfach nur gleichgültig weg.

Alarmsignale sind mittlerweile schon Gewohnheit

Heutzutage ist fast jedes Fahrzeug mit einer Diebstahlwarnanlage ausgestattet. Folglich hört man das Geräusch, dass diese Anlagen erzeugen, sehr oft. Meist dann, wenn der Besitzer des Autos noch nicht so gut mit der Fernbedienung, die den Alarm steuert, umgehend kann. Man wird also ob dieses Tons müde und hält dann vielleicht gerade das Anspringen Ihrer Alarmanlage für einen Fehlalarm, wie er sehr oft am Tage vorkommt.

Andere Schutzmaßnahmen für die eigenen Sicherheit ergreifen

Um im schlimmsten Fall jedoch notfalls gewappnet zu sein, sollten Sie darüber nachdenken, für Schutzmaßnahmen für sich und Ihre Familie zu sorgen. Eine Gegenwehr bei Räubern, die mit Schusswaffen bewaffnet sind, ist lebensgefährlich. Verabschieden Sie sich in einem solch üblen Fall lieber von Ihren Wertgegenständen, um Ihr Leben zu schützen. Kleine Gelegenheitsganoven hingegen lassen sich vielleicht durch Pfefferspray abschrecken. Tränengas ist im Übrigen auch sehr wirkungsvoll, um Angreifer abzuwehren. Das Geräusch, das eine Trillerpfeife hervorbringt, ist markerschütternd, gerade, wenn man nicht damit rechnet. Sollten Sie wirklich einmal überfallen werden, hilft Ihnen vielleicht schon die Trillerpfeife, die Langfinger in die Flucht zu schlagen. Denn mit diesem Geräusch rechnen sie nicht und es fährt ihnen erst einmal durch alle Knochen. Möglicherweise ergreifen sie daraufhin geschockt die Flucht. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Auch ein Handy kann abschreckende Wirkung haben. Es muss noch nicht einmal aufgeladen sein. Denn der Einbrecher kann, wenn er das Handy sieht, denken, dass Sie mithilfe einer Tastenspeicherung die Polizei rufen könnten. Vielleicht schreckt einen Einbrecher auch der Anblick des Küchenmessers ab. Durchaus empfehlenswert ist es auch, sich auf solche Situationen zumindest zu einem gewissen Maß vorzubereiten. Am besten lernt man soetwas in dem man bereits ähnliche, natürlich nur gestellte Übungen absolviert. Hier kann zum Beispiel ein Selbstverteidungskurs oder gar eine Kampfsportausbildung helfen. Doch auch hier muss man abwägen wie gut die eigenen Chancen stehen. Und sollte das Gegenüber bewaffnet sein, gibt man doch lieber seine Wertsachen, als das eigene Leben her.

Schutzmaßnahmen
Pfefferspray
Tränengas
Elektroschocker
Trillerpfeife
Handy für den Polizeiruf
Selbstverteidigungskurs

Man kann solche Situationen nicht üben. Vertrauen Sie einfach auf Ihren Instinkt, der Ihnen Ihre Reaktion in einem solchen Moment vorgibt. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt meist eh nicht. Halten Sie sich aber immer an die Regel, nicht zum Held werden zu wollen, wenn Sie bewaffneten, skrupellosen Straßenräubern gegenüberstehen. Leisten Sie auf keinen Fall Widerstand. Wichtig: gerade die ersten drei Schutzmaßnahmen dürfen nicht einfach so mitgeführt oder gar benutzt werden. Hier ist in Deutschland der kleine Waffenschein gesetzlich vorgeschrieben. Dieser berechtigt zur Mitführung von Pfefferspray und Co. (solange man sich nicht auf öffentlichen Veranstaltungen bewegt). Gegen eine Gebühr kann dieser von der zuständigen Gemeinde ausgestellt werden (Höhe abhängig von Gemeinde, ca. 70 EUR).

Fazit der Alarmanlagen im Wohnmobil und Wohnwagen

Alarmanlagen können durchaus Sinn machen. Zumindest aber beruhigen sie die Nerven. Sie vermitteln den Eindruck des relativen Schutzes, ohne den man wahrscheinlich recht unruhig ins Bett gehen würde. Bei aller Schlechtigkeit auf der Welt muss man aber auch nicht an jedem Ort davon ausgehen, direkt überfallen zu werden. Vielleicht hilft es weiter, wenn Sie sich während der Vorbereitung Ihrer Reise im jeweiligen Land nach der Verbrechensstatistik erkundigen. Diese kann Ihnen weiterhelfen, eine Route zu planen, die relativ sicher ist, indem Sie Orte oder Landstriche vermeiden, in denen bereits Überfälle stattgefunden haben.

Alarmanlagen machen im Grunde nur dann Sinn, wenn der Alarm Sie warnen soll und wenn Sie dann auch noch eine Möglichkeit hätten, darauf zu reagieren. Eine Anlage, die Sie warnt, wenn die Wohnmobiltür schon angehebelt ist, ist herausgeschmissenes Geld, weil sie Ihnen keine Möglichkeit lässt, auf den Einbruch zu reagieren.

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