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Richtige Unterbringung von Wohnmobil und Wohnwagen

Gerade im Winter oder bei längeren Standzeiten

Wohnmobil aus dem Winterschlaf holenWer kennt das nicht, kaum ist die Campersaison vorbei, steht man wieder vor der Frage, wohin mit dem treuen Gefährt. Nicht jeder verfügt über einen eigenen Stellplatz im Garten oder gar einen Carport oder eine Garage. Weiß man sich nicht besser zu helfen, wird das Wohnmobil oder der Wohnwagen schon einmal am Straßenrand in Wohnungsnähe für den Winter abgestellt. Diese Unterbringung ist aber nicht nur nicht optimal für das eigene Gefährt geeignet, sondern kann auch Schwierigkeiten mit dem Gesetz bergen. Wird das Fahrzeug beispielsweise abgemeldet (es besitzt als keine gültigen amtlichen Kennzeichen), darf es nicht auf öffentlichen Plätzen oder Straßen abgestellt werden. Wer hier nicht hört, muss nicht nur mit knackigen Kosten rechnen, sondern wird im Extremfall sogar abgeschleppt. Hinzu kommen evtl. noch Probleme mit der Versicherung. Denn wer zahlt einen Schaden, wenn das Fahrzeug unerlaubt auf einem öffentlichen Platz abgestellt wurde? Sie sehen, es lohnt sich durchaus etwas Gehirnschmalz in die Unterbringung von Wohnmobil und Wohnwagen zu legen und so nicht nur Ärger aus dem Weg zu gehen, sondern dem Campingmobil auch einen ordentlichen Winterunterstand zu bieten.

Wohnmobil und Wohnwagen richtig unterbringen

Die richtige Unterbringung von Wohnmobil und Wohnwagen ist meist leichter gesagt als getan. Empfehlenswert sind Carports oder auch das Unterstellen in einer Scheune o. ä. Wer ausreichend Platz hat, kann sich auch selbst einen Unterstand bauen. Wer auf dem Lande wohnt, kann beispielsweise bei umliegenden Bauern nach einem freien Plätzchen fragen. Gibt es derlei Möglichkeiten nicht, kann man immer noch nach mietbaren Wohnmobil oder Wohnwagen Parkplätzen suchen. Das Internet bietet hier verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Fahrzeug durch die Feuchtigkeit im Winter nicht beschädigt wird. Hier gilt dasselbe wie beim Auto. Wenn eine undurchlässige Folie stramm über das Wohnmobil oder den Wohnwagen gespannt wird, kann es schnell zu einem Feuchtigkeitsbefall und Rost kommen. Denn das eingedrungene Wasser, kann hier nicht mehr ordentlich entwichen.

Die richtige Vorbereitung ist entscheidend

Wird das Campingmobil für den Winter eingemottet, müssen natürlich einige Dinge vorab erledigt werden. Damit verbessert man nicht nur die Überwinterungsbedingungen, sondern macht sich auch die Frühlingsvorbereitungen einfacher. Auf jeden Fall sollte die Wasseranlage entleert, die Leitungen durchgeblasen und alle Ablassventile geöffnet werden. Hier können sich bei einer monatelangen Nichtnutzung nicht nur Keime bilden. Hier läuft man auch Gefahr, das Leitungen oder Armaturen (ebenfalls öffnen) auffrieren und beschädigt werden. Auch der Fäkaltank sollte abgelassen werden. Die Heizung bzw. der Boiler muss ebenfalls entleert und das Frostschutzventil geöffnet werden. Elektrogeräte sollten alle abgestellt werden, die Fahrzeug- und Bordbatterie werden am besten abgeklemmt oder gar ausgebaut. Wer ganz ordentlich sein möchte, kann auch jetzt schon alle Schränke und Stauräume ausräumen und säubern. Dadurch erleichtert sich nicht nur der Frühjahrsputz. Auch die Gefahr von verdorbenen Lebensmitteln wird natürlich verringert. Gut ist auch, wenn das Gefährt regelmäßig gelüftet wird. Für die Sicherheit beim Gas sollten die Gasflaschen abgeklemmt und geschlossen werden, ebenso wie die Gasanlage.

Wohnmobil und Wohnwagen richtig entlasten

Wer sein Wohnmobil oder seinen Wohnwagen nur über kurze Zeit abstellt, kann Standplatten beispielsweise durch einen erhöhten Reifendruck und regelmäßigem Bewegen während der Standzeit vorbeugen. Wenn das Fahrzeug wirklich länger steht, empfiehlt es sich die Reifen zu entlasten. Beim Wohnwagen kann dies natürlich recht einfach mit Hilfe der Stützbeine geschehen. Beim Wohnmobil sieht das schon anders aus. Hier können beispielsweise alte Wagenheber helfen, die als Unterstützung neben die Räder gespannt werden. Auch Unterstellböcke tun ihren Dienst. Diese können natürlich auch beim Wohnwagen verwendet werden.

Die Meinungen der Camper gehen beim Entlasten bzw. Aufbocken von Fahrzeugen meist weit auseinander. Die einen schwören auf die Haltbarkeit der speziellen Campingreifen, die dank einer Verstärkung der Seitenwände auch einer leichten Überlastung ohne Probleme und Schäden standhalten und bocken nicht auf. Andere erhöhen den Reifendruck und bewegen ihr Wohnmobil oder ihren Wohnwagen alle vier Wochen ein wenig um Standplatten zu vermeiden. Einige sind sogar der Meinung, dass das punktuelle Aufbocken des Fahrzeugrahmens zu Verwindungen und damit zur verfrühten Undichtigkeit führt. So manch einer hatte schon Standplatten und stellt sein Wohnmobil nur noch aufgebockt ab. Die eine Lösung gibt es also nicht. Hier muss wohl jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln und sich seine eigene Meinung bilden.

Unterbringungscheckliste für längere Standzeiten

Fahrzeugvorbereitungen

  • Reifendruck um etwa 1,0 Bar erhöhen (besser ist noch das Aufbocken, um Standplatten zu verhindern)
  • Bremsen nicht anziehen, beim Wohnmobil Gang einlegen bzw. beim Wohnwagen Unterlegkeile anbringen
  • Beim Wohnwagen: Stützen herunterkurbeln und Reifen entlasten
  • Beim Wohnmobil: Kraftstofftank volltanken (wegen Rost)
  • Türschlösser ölen/fetten
  • Fenster und sonstige Gummidichtungen mit Talkum, Glycerin o. ä. behandeln
  • Batterie ausbauen, aufladen und frostfrei lagern (nicht wenn Solarpanelle installiert sind)
  • Gasflaschen schließen
  • Wasser ablassen, alle Wasserhähne öffnen und die Leitungen leerblasen
  • Sitzpolster so hinlegen, dass sie unterlüftet werden können (besser: herausnehmen und im Haus lagern)
  • Schränke öffnen (Durchlüftung)
  • Kühlschrank öffnen (Geruchsbildung)
  • Lebensmittel mit flüssigem Inhalt unbedingt ausräumen
  • Zwangsentlüftungen nicht verschließen, dennoch gelegentlich Durchlüften
  • Raumluftentfeuchter aufstellen (Wanne mit Granulatbeutel oder Eimer mit Salz )
  • Fahrzeug nur mit einer Plane abdecken, wenn mindestens 10cm Platz zur Hinterlüftung
  • Wohnwagen und Wohnmobil leicht schräg stellen, dass Regenwasser ablaufen kann
  • Eisplatten vorsichtig lösen

Bei Wohnmobilen am Motor zu erledigen

  • Kühlwasser auf Frostfestigkeit prüfen, sowie Öl und Filter wechseln
  • Dieselfilter wechseln, zumindest Wasser ablassen
  • Scheibenwaschwasser mit frostfesten Zusätzen winterfest machen (verhindert das Einfrieren der Pumpe)
  • Bei einem Diesel: Winterdiesel tanken (verhindert Kondenswasserbildung)
  • Bei einem Benziner: Zündkerzen wechseln
  • Luftfilter saubermachen bzw. wechseln
  • Konservierungsspray laut Anleitung in den Motor einbringen (Motor während der Standzeit nicht anlassen)

Hält man sich an diese allgemeinen Vorbereitungen und findet noch ein schönes Plätzchen zur Unterbringung von Wohnmobil und Wohnwagen, kann der treue Gefährte den Winter gut überstehen und ist im Frühling schnell wieder einsetzbar. So kann es dann gleich wieder in die nächste Campingsaison gehen.

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