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Kältespeicher für den Kompressorkühlschrank

engel einbaukuehlschrank sb70fUm nicht wegen des Ladevorgangs der Bordbatterie ständig hin- und herfahren zu müssen, bietet sich ein Kompressorkühlschrank mit einem Kältespeicher an. Das Prinzip, das sich dahinter verbirgt, ist recht einfach und doch genial. Es kann den kleinen Nachteil des Kompressorkühlschrankes (im Vergleich zum Absorber) weitestgehend ausgleichen.

Das Prinzip eines Kältespeichers

Das Prinzip ist Energie in Form von Kälte zu speichern, solange diese Energie im Überfluss vorhanden ist. Dies ist dann der Fall, wenn Sie auf einem Campingplatz mit Landstromanschluss stehen, wenn Sie Ihr Fahrzeug bewegen oder wenn Sie alternative Energiequellen wie zum Beispiel eine Solaranlage verbaut haben. In der Zeit des Stromüberflusses wird der Kältespeicher mit Energie in Form von Kälte aufgeladen. Verändert sich nun die Situation und der Strom wird knapp, gibt der Kältespeicher die gespeicherte Energie an den Kühlschrank ab, sodass die Kapazität der Bordbatterie während dieser Zeit geschont wird.

Warum ist ein Kältespeicher nötig?

Der Kompressorkühlschrank kann nicht mit Gas betrieben werden, er läuft ausschließlich mit Strom. Wenn Sie sich gerade auf einem Stellplatz befinden, der über einen Landstromanschluss verfügt, so werden Sie den Kühlschrank sicherlich über die 230-Volt-Anlage laufen lassen. Somit stellt die Stromversorgung für den geregelten Betrieb des Kühlschrankes kein Problem dar. Stehen Sie nun aber auf einem Platz an dem kein Landstrom zu finden ist, müssen Sie notgedrungen den Kühlschrank über die 12-Volt-Batterie betreiben, damit Ihnen die Lebensmittel nicht verderben. Folglich zieht der Kühlschrank während der Standzeit den Strom aus der Bordbatterie. Für ein bis zwei Tage hat diese sicherlich genügend Power, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Danach wird es schwierig. Sie müssen Ihr Fahrzeug wieder bewegen, um die Batterie nachladen zu können. 

Funktionsweise eines Kältespeichers

Der Kältespeicher speichert, wie es der Name schon vermuten lässt, Kälte. Man kann sich das so vorstellen: Sie stehen auf einem Platz mit Landstromanschluss. Der Kühlschrank wird also für die Zeit mit genügend Energie aus der 230-Volt-Anlage betrieben. Für den Moment herrscht kein Mangel an Energie. Diesen momentanen Überfluss an Energie macht sich der Kältespeicher zunutze. Denn in dieser Zeit wird nicht nur der Kühlschrank gekühlt, sondern zeitgleich auch die Speicherplatte des Kältespeichers mit Kälte versorgt. Die Intervallschaltung des Kühlschrankes ist in dieser Zeit ausgeschaltet. Dieser Vorgang dauert in der Regel gut zwei Stunden. Dann ist die Speicherplatte vollständig aufgeladen. Entweder manuell oder durch eine elektronische Regelung wird dann der Ladevorgang der Speicherplatte abgeschaltet. Der Kühlschrank läuft ganz normal in seiner vorgegebenen Intervallschaltung weiter. Fahren Sie nun weiter an einen Standplatz, der keinen Landstromanschluss anbietet, müssen Sie den Kühlschrank über Ihre 12-Volt-Anlage laufen lassen. Dies geht zulasten der Bordbatterie. Hier spielt nun der Kältespeicher seine Trumpfkarte aus. Sie haben ihn bei einem Stromangebot im Überfluss aufgeladen. Nun ist das Stromangebot für den Betrieb des Kühlschrankes knapp, der Kältespeicher aber voll. Er läuft nun ohne Unterlass für einen Zeitraum von etwa 12 Stunden. Während dieser Zeit gibt er seine gespeicherte Kälte an den Kühlschrank ab und hält ihn somit konstant kühl ohne dass der Strom für diese Leistung aus der Batterie entnommen werden müsste.

Im Überblick

Wird der Kühlschrank über Landstrom betrieben, speichert der Kältespeicher gleichzeitig die überschüssige Energie
Die Intervallschaltung des Kühlschrank ist dabei ausgeschaltet (ansonsten wird er völlig normal betrieben)
Nach ca. 2 Stunden ist die Speicherplatte des Kältespeichers vollständig geladen und der Ladevorgang wird abgestellt
Nun läuft der Kühlschrank wieder normal in seiner Intervallschaltung
Müssen Sie nun den Kühlschrank ohne 230-Volt-Anlage betreiben, greift der Kältespeicher und gibt für etwa 12 Stunden seine gespeicherte Kälte ab ohne dass die Bordbatterie genutzt werden muss

Der Vorteil eines Kältespeichers

Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Wenn Strom im Überfluss vorhanden ist, wird der Kältespeicher geladen. Wird dann der Strom knapp, bezieht der Kühlschrank seine Leistung nicht aus dem Bordnetz, sondern aus dem Kältespeicher. Für Sie bedeutet dies, dass Ihnen der Verbrauch des Kühlschrankes keine Sorgen bereiten muss hinsichtlich der Kapazität Ihrer Bordbatterie. Sie wird auch während der Standzeit ohne Landstromanschluss nicht vom Energiebedarf des Kühlschrankes in Mitleidenschaft gezogen. Erst wenn Sie deutlich länger stehen wird die Bordbatterie wieder angezapft - nämlich dann wenn der Kältespeicher leer ist. Doch dank des geringen Energieverbrauchs kann auch die Bordbatterie ausreichend Strom für ein bis zwei Tage bieten. Erst dann müssen Sie Ihr Fahrzeug - sofern kein Landstromanschluss zur Verfügung steht - wieder bewegen um die Bordbatterie und damit auch den Kältespeicher wieder aufzuladen.

Die Entstehung des Kältespeichers

Die Erfindung des Kältespeichers entstand aus einer einfachen Überlegung: Für ein Wohnmobil steht nun einmal nicht immer Strom zur Verfügung. Man muss mit der Kapazität der Bordbatterie haushalten, um den Bedarf aller Stromabnehmer für einen gewissen Zeitraum gewährleisten zu können. Ist die Kapazität der Bordbatterie aufgebraucht, muss sie nachgeladen werden. Der Kompressorkühlschrank ist nun einmal ein Stromfresser gemessen an anderen Stromabnehmern. Folglich belastet der Betrieb dieses Kühlschrankes ganz enorm die Bordbatterie. Um diese Belastung positiv zu verändern, ersann man den Kältespeicher.

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