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Alternativen zu einer fest installierten Gasanlage

Kartuschenkocher Evergreen 2Sicherlich ist eine fest installierte Gasanlage eine feine Sache. Sie müssen sich im Grunde im späteren Gebrauch nur noch um das Nachfüllen des Energielieferanten kümmern. Doch eine solche Gasanlage muss alle zwei Jahre komplett überprüft werden. Diese Pflicht ist für Sie natürlich mit Kosten verbunden. Sollten Sie anstreben Ihren Camper nicht als Wohnmobil, sondern als PKW anzumelden, muss der Verzicht auf eine fest installierte Gasanlage in die Überlegungen mit aufgenommen werden.

Im Überblick

Herausnehmbarer Gasofen mit Fehlflammensicherunggas

Um in der Küche weiterhin kochen zu können, gibt es als Alternative einen herausnehmbaren Gasofen. Wie auch bei fest verbauten Gasverbrauchern dürfen auch hier nur solche Geräte eingebaut werden, die zündgesichert sind. Zündgesichert bedeutet, dass wenn die Flamme des Kochers ausgeht, das Gerät selbstständig die Gaszufuhr unterbricht. Somit kann das Gas, welches dann nicht verbrannt wird, nicht weiter austreten. Wenn Sie Ihr Wohnmobil als PKW anmelden möchten, müssen Sie einen leicht demontierbaren Kocher einbauen, für dessen Ausbau Sie keinerlei Werkzeug benötigen. Dies ist eine Vorschrift des TÜVs. Zusätzlich müssen Sie dafür Sorge tragen, dass die Gasleitung beim Herausnehmen des Kochers sicher getrennt wird. Dies erreichen Sie dadurch, dass Sie den Zuleitungsschlauch mit einer Sicherheitskupplung mit Schnellverschluss von der Gasleitung trennen.

Der Spirituskocher

Der Spirituskocher, lange Zeit Stiefkind im Wohnmobilbereich, erlebt ein Revival. Er ist eine gute Alternative zum fest eingebauten Kocher in der Küche eines Wohnmobils. Zum einen muss man sich durch den Einbau eines Spirituskochers nicht mit dem komplizierten Regelwerk zum Einbau einer Gasanlage befassen. Zum anderen kann dieser Kocher, wenn er nicht gebraucht wird, schnell demontiert und außerhalb des Wohnraums aufbewahrt werden. Zusätzlich brauchen Sie diesen nicht auf Vorrat im Wohnmobil mitzuführen. Denn anders als in der Versorgung mit Propangas, ist Spiritus weltweit in ausreichenden Mengen verfügbar. Sie können diesen bald an jedem Ort auf der Welt kaufen und müssen nicht den gesamten Bedarf für den Urlaub vor Reisebeginn einpacken

Anmeldung als PKW

Auf jeden Fall ist es mit dem Einbau eines Spirituskochers möglich, Ihr Wohnmobil als PKW anmelden zu können. Denn die TÜV-Vorschrift besagt, dass ein Wohnmobil nur dann als PKW angemeldet werden kann, wenn der Kocher leicht, also ohne Werkzeug, demontiert werden kann.

Nachteile eines Spirituskochers

Gleichwohl hat aber der Spirituskocher auch Nachteile. Spiritus hat die negative Eigenschaft, recht streng zu riechen. Daher wird es kaum möglich sein, den unangenehmen Spiritusgeruch aus dem Wohnraum herauszubekommen. Es ist empfehlenswert, eine Kartusche abzufüllen und diese zum Kochen einzusetzen. Nach Möglichkeit sollten Sie vermeiden, einen Vorrat an Spiritus im Wohnraum mitzuführen. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Flamme, die durch Spiritus erzeugt wird, nicht immer ganz rußfrei abbrennt. Bei einer hellen oder gar weißen Decke in der Küche wird sich dies schnell durch Rußflecke bemerkbar machen. Mit der Zeit setzt sich mit der aufsteigenden warmen Luft der Ruß an der Stelle ab, an der er auftrifft.

Achtung bei der Lagerung

Achten Sie bitte darauf, dass Sie die Spiritusflaschen an einem aufprallsicheren Ort lagern. Ebenso sollten Sie die Flaschen vor einer zu hohen Aufheizung schützen. Glasflaschen sind für die Aufbewahrung von Spiritus nicht geeignet. Nehmen Sie stattdessen lieber Kunststoffflaschen.

Wenn man auf die Vorzüge einer fest installierten Gasanlage verzichten möchte, eignet sich ein Spirituskocher hervorragend als Energielieferant für die Zubereitung der Mahlzeiten an Bord Ihres Campers.

Fest installierte Gasanlage oder nicht

GasflascheSicherlich haben Sie sich mit den Bestimmungen und Vorschriften, die beim Einbau einer fest installierten Gasanlage als Energielieferant für ein Wohnmobil gelten, auseinandergesetzt. Dabei haben Sie wohl festgestellt, dass es erheblich viele Dinge gibt, die Sie berücksichtigen müssen. Aber was spricht nun für und was gegen eine feste Gasanlage?

Gefahren einer festen Gasanlage

Dazu gehört die stete Wartung der Gasanlage. Dies macht aber auch Sinn, denn eine nicht gewartete Anlage wäre viel zu gefährlich für Leib und Leben der Insassen des Campers. Tritt Gas an undichten Stellen aus und wird nicht bemerkt, kann dies zu erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen führen. Gibt es nicht genügend Belüftungsmöglichkeiten im Wohnraum des Campers, kann es passieren, dass durch die Verbrennung des Gases sich der Kohlenmonoxidgehalt in der Atemluft so dramatisch erhöht, dass es geradezu gefährlich für das Leben der Passagiere wird. Man kann also festhalten, dass diese Maßnahmen durchaus ihren Sinn haben. Hinzu kommt, dass die fest eingebaute Gasanlage alle zwei Jahre auf ihre Sicherheit hin überprüft werden muss. Auch dies ist gesetzlich vorgeschrieben.

Erstabnahme und weitere Prüfung - der Gas-TÜV

Bei der Erstabnahme des Wohnmobils übernimmt der TÜV diese Prüfung und bescheinigt sie in schriftlicher Form. Diese Bescheinigung muss immer mitgeführt werden. Nach dieser Abnahme muss sich der Fahrzeughalter aber selbst um die Intaktheit und damit Sicherheit kümmern. Für die Überprüfung der Gasanlage gibt es Fachwerkstätten, welche die geforderte Prüfung durchführen und wiederum bescheinigen. Manch ein Camper erachtet diesen Aufwand als zu hoch. Aber wenn das Wohnmobil vielleicht nur zu Kaffeefahrten in die nähere Umgebung oder zu Ausflügen benutzt wird, tut der Einbau einer kompletten Gasanlage vielleicht auch gar nicht not.

Alternativen zur fest installierten Gasanlage

In solchen Fällen empfiehlt sich der Verbau eines herausnehmbaren Herdes oder eines Spirituskochers. Sie verzichten dann zwar auf die Annehmlichkeiten wie Gasheizung oder Warmwasserbereitung, doch zum Kaffeekochen reicht diese Alternative durchaus aus. Beide Varianten bedürfen nicht der zweijährlichen Prüfung durch TÜV oder Fachwerkstätten. Somit reduzieren Sie deutlich die laufenden Kosten für Ihren Camper.

Gasanlage bei längerem Urlaub und Reisen mit Kindern

Wenn Sie hingegen mit Familie über längere Zeiträume reisen möchten, so ist die Art des Kochens sicherlich nicht empfehlenswert. Doch dann sind die Ansprüche, die man an sein Wohnmobil stellt, auch schlichtweg andere. Wenn Kinder mitfahren, sollte für eine angenehme Temperatur im Wohnraum gesorgt werden können. Dies können Sie nur durch den Einbau einer Gasheizung sicherstellen. Auch sollte warmes Wasser zur Verfügung stehen, damit die Kleinen sich nicht mit kaltem Wasser die Händchen oder das Gesichtchen waschen müssen. Dies kann nur durch einen Wärmebereiter oder eine Therme, beides natürlich gasbetrieben, gewährleistet werden. Während einer dreiwöchigen Reise wird höchstwahrscheinlich viel mehr gekocht werden müssen als bei einer Tagesfahrt an den nächstgelegenen See. Folglich brauchen Sie einen Kocher, den Sie jederzeit benutzen können, ohne erst umständlich Gaskartuschen wechseln zu müssen.

In solchen Fällen kommt man nicht umhin, eine fest installierte Gasanlage, auf die jederzeit zurückgegriffen werden kann, einzubauen. Die Ansprüche, die an das Wohnmobil gestellt werden, haben folglich einen großen Einfluss darauf, welche Anlage im Wohnmobil verbaut werden muss. Reicht Ihnen ein kleiner Spirituskocher aus, um sich den Ausflug in die nähere Umgebung mit einem Tässchen Kaffee zu versüßen, bedarf es sicherlich keiner kompletten Gasanlage. Nächtigen Sie eher selten im Camper, werden Sie auch kaum eine Heizung brauchen. Denn durch die Verwendung eines herausnehmbaren Herdes oder eines Spirituskochers entfällt der Gas-TÜV.

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