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Steuer und Versicherung beim Wohnmobil

Nissan Primastar Ansicht HintenNatürlich müssen Sie nach dem Umbau Ihres Wohnmobils dafür sowohl Steuern als Versicherungsbeiträge bezahlen. Das liegt auf der Hand. Wie viel Sie allerdings zahlen, hängt davon als was Ihr Fahrzeug bei der Abnahme durch den TÜV in die Papiere eingetragen wurde. Und zu zahlenden Beträge können hier immens auseinander gehen. Ist Ihr Ausbau als PKW, LKW oder Sonder-KFZ Wohnmobil zugelassen?

Wann ist ein Wohnmobilumbau ein Wohnmobil?

Wenn Sie einen kompletten Wohnmobilumbau ausgeführt haben, so werden Sie kaum Probleme damit bekommen, die TÜV-Prüfer davon zu überzeugen, dass Sie das Wohnmobil ausschließlich als zweite, fahrbare Wohnung nutzen wollen. Denn dieser Eindruck der Wohnlichkeit ist ausschlaggebend für den TÜV, ein Wohnmobil auch als Wohnmobil anzuerkennen.

Als Wohnmobil zulassen

Wer sein rollendes Heim nur als Wohnmobil zulassen möchte, hat hier nicht so strenge Kriterien wie bei der steuerlichen Anerkennung. Damit das Wohnmobil als solches zugelassen werden kann, müssen folgende Punkte erfüllt sein:

Sitzgelegenheit mit Tisch
Schlafplatz mit einer Fläche von mind. 1,8 x 0,7 m und ebener Liegefläche
Kücheneinrichtung mit Spüle, Kocher und Abwasserführung
Schrank oder Stauraum

Die Einrichtung muss fest mit dem Fahrzeug verbunden sein. Eine Abnahme bei einer ausbaubaren Einrichtung liegt im Ermessungsspielraum des abnehmenden TÜV-Beamten.

Steuerliche Anerkennung als Wohnmobil

Wer sein Fahrzeug zusätzlich auch steuerlich als Wohnmobil anrechnen lassen möchte und somit bares Geld sparen kann, muss neben den bereits genannten Kriterien folgende Punkte erfüllen:

Eindruck der Wohnlichkeit (Bodenfläche des Wohnteils muss den überwiegenden Teil der Fahrzeugnutzfläche einnehmen)
Mindeststehhöhe von 1,70 m im Bereich der Kochgelegenheit und Spüle - dieser Punkt wurde 2014 gelockert
Fest eingebaute Kochstelle

Ebenso musste ein Wohnmobil, um als solches eingetragen werden zu können, bislang über die Mindeststehhöhe von 1,70 Metern verfügen. Seit dem Jahr 2014 soll es hier aber eine Lockerung gegeben haben. Die Mindeststehhöhe soll nun nicht mehr zwingend erforderlich sein. Eine fest eingebaute Kochstelle muss vorhanden sein. Dies sind gesetzliche Vorgaben, nach denen der TÜV den Camper bei der Hauptuntersuchung überprüft. Denn, wenn Ihr Fahrzeug tatsächlich als Wohnmobil in die Fahrzeugpapiere eingetragen wird, ergeben sich daraus für Sie unter Umständen erhebliche finanzielle Vorteile. Ebenso entscheidend ist der ladungssichere Einbau des gesamten Bausatzes. Auch die Schränke müssen über formschlüssige Verriegelungen verfügen. Im möglichen Aufprallbereich von Insassen sind scharfkantige Teile nicht zulässig. Zudem ist auf eine ausreichende Belüftung zwischen Wohn- und Fahrteil zu achten. Gerade bei gasbetriebenen Geräten müssen genügend Lüftungsmöglichkeiten vorhanden sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann hier einmal beim TÜV oder der Zulassungsstelle nachfragen.

Günstigerer Tarif bei Wohnmobilversicherungen

Die meisten Versicherungen bieten sogenannte Wohnmobilversicherungen an. Diese Versicherungen sind in der Regel deutlich günstiger als die für PKW. Denn die Versicherungswirtschaft geht davon aus, dass ein PKW, der zu einem Wohnmobil umgebaut wurde, weit weniger häufig bewegt wird als das Fahrzeug, das als Basis diente. Daher wird positiv unterstellt, dass die Gefahr einen Unfall zu verursachen oder in einen Unfall verwickelt zu werden, deutlich geringer ist.

Unbedingt Versicherungsanbieter vergleichen

Da es aber auch Preisunterschiede gibt, lohnt ein Vergleich der einzelnen Versicherungsgesellschaften in jedem Fall. Holen Sie bei den verschiedenen Versicherungsgesellschaften Angebote ein und vergleichen Sie die Konditionen. Auch wenn die Wohnmobilversicherungen von Haus aus schon günstiger sind, so lassen sich trotzdem noch durch einen direkten Vergleich unter Umständen ein paar Euro sparen.

Steuer für das Wohnmobil - Umweltbelastung als Berechnungsgrundlage

Die Besteuerung eines Wohnmobils richtete sich viele Jahre nach dem Hubraum des Motors und dem Gesamtgewicht des Fahrzeuges. Seit 2006 gilt eine andere Regelung. Denn nun spielt der Hubraum keine Rolle mehr. Stattdessen wird nun sowohl das Gesamtgewicht als auch der Schadstoffausstoß des Fahrzeuges als Bemessungsgrundlage herangezogen. Somit spielt nicht länger die Leistung eines Fahrzeuges eine Rolle bei der Berechnung der Steuern, sondern die Umweltbelastung, die durch das Fahrzeug hervorgerufen wird.

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Ältere Wohnmobile zahlen mehr

Folglich schneiden ältere oder alte Basisfahrzeuge nunmehr deutlich schlechter ab, da sie höher besteuert werden als Fahrzeuge mit einer modernen Abgasreinigungsanlage. Der Grund dafür liegt aber auch auf der Hand. Weltweit wird hitzig über den Klimawandel diskutiert. Viele Wissenschaftler und Klimaforscher sehen den Verursacher in dem weltweiten CO2 Ausstoß. Folglich soll dieser reduziert werden. Ebenso verhält es sich mit den Rußpartikeln, die ein Diesel aus dem Auspuff wirft. Somit reagieren die Regierungen der EU Länder auf die Forderung der Reduzierung der Emissionen mit diesen Schadstoffregelungen. Es macht also durchaus Sinn, sich ein paar Gedanken zum Basisfahrzeug zu machen – nicht nur hinsichtlich des eigenen Geldbeutels, sondern auch im Sinne der Umwelt.

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