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Zulassung nach dem Wohnmobilausbau

Opel Vivaro Ansicht Vorne Nachdem nach vielen, vielen Arbeitsstunden endlich der Ausbau Ihres Wohnmobils fertiggestellt ist, folgt nun die letzte Hürde: die TÜV-Abnahme und die Zulassung des Fahrzeuges. Denn durch die Umbauten, die Sie vorgenommen haben, ist die Allgemeine Betriebserlaubnis des Basisfahrzeuges erloschen. Folglich muss eine Hauptuntersuchung erfolgen, die im Idealfall mit der Zulassung des nun aufgebauten Fahrzeuges endet. Wenn das Fahrzeug die Zulassung erhält, bekommt es automatisch eine neue Allgemeine Betriebserlaubnis und darf somit wieder im Straßenverkehr bewegt werden.

Neuklassifizierung hinsichtlich Fahrzeug- und Aufbauart

Das Basisfahrzeug, das Sie erworben hatten, um es zu einem Wohnmobil auszubauen, war vorher als PKW oder LKW in den Fahrzeugpapieren eingetragen. Dafür besaß das Fahrzeug die Allgemeine Betriebserlaubnis. Durch den Ausbau ist es in eine andere Fahrzeugart übergegangen. Ebenso ist die Betriebserlaubnis erloschen.

Vom PKW zum zu Wohnzwecken umgebauten Fahrzeug

Nun ist das Basisfahrzeug nicht länger ein PKW oder LKW, sondern ein zu Wohnzwecken umgebautes Fahrzeug. Daher sieht der Gesetzgeber vor, dass das Fahrzeug nun einer Neuklassifizierung hinsichtlich der Fahrzeug- und Aufbauart unterzogen werden muss. Da sich durch den Umbau nicht nur die Klassifizierung, sondern auch die Gesamtabmessungen des Fahrzeuges in Bezug auf Länge, Breite und Höhe sowie das Leergewicht oder auch die Nutzlast geändert haben können, werden auch diese Daten in die Prüfung einbezogen.

Die Höhe zum Beispiel ändert sich immer dann, wenn Sie ein Hochdach verbauen. Auch die Anzahl der Sitze wird überprüft. Waren im Basisfahrzeug lediglich die zwei vorderen Sitze eingebaut, wird sich die Anzahl der Sitzplätze erhöht haben, da Sie beim Ausbau wohl auch den Wohnraum mit weiteren Sitzgelegenheiten bedacht haben. Daraus ergeben sich Regeln für die Neuklassifizierung von Wohnmobilen.

Eine wichtige Regel der Neuklassifizierung

Eine dieser Regeln besagt, dass, wenn in das Fahrzeug eine festinstallierte Wohneinrichtung verbaut wurde, das Fahrzeug als Soder-Kfz-Wohnmobil, also als Sonderkraftfahrzeug Wohnwagen, eingestuft wird. Als solches wird es dann in die Fahrzeugpapiere eingetragen. Ist eine herausnehmbare Wohneinrichtung installiert, spricht man von einer Wechselnutzung. Dann bleibt das Fahrzeug in seiner Ursprungsform als PKW oder LKW erhalten. In den Papieren des Fahrzeuges kann in einem solchen Fall die ursprüngliche Nutzungsart stehen bleiben. Es wird dann lediglich an einer gesonderten Stelle in den Papieren der Zusatz erfolgen, dass das Fahrzeug wahlweise als Sonderkraftfahrzeug geführt werden kann. Ebenso eingetragen werden dann die geänderten Fahrzeugdaten. Fahrzeuge, die eine geringere als die für Wohnmobile vorgeschriebene Mindestausstattung haben, bleiben von dieser Regelung unberührt. Dies ist zum Beispiel bei Kombis der Fall, die lediglich mit einer ganz einfachen Schlaf- oder Kochgelegenheit ausgestattet wurden. Die Fahrzeug- und Aufbauart spielt also eine elementare Rolle dabei, als was Ihr Wohnmobil schlussendlich zugelassen wird.

Fahrzeug- und Aufbauart für die Zulassung entscheidend

Sonderkraftfahrzeug Wohnwagen bei festinstallierter Wohneinrichtung (Eintrag in Fahrzeugpapiere)
Wechselnutzung bei herausnehmbarer Wohneinrichtung (Ursprungsform bleibt erhalten, nur Vermerk in Fahrzeugpapieren)
Keine Berücksichtigung bei Fahrzeugen, die eine geringere Austattung als die vorgeschriebene Wohnmobilmindestausstattung besitzen

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