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Der Abgasskandal ist mittlerweile gar kein so großes Skandal mehr. Zumindest ist es ruhig darum geworden. Das Problem an sich, besteht natürlich weiter fort. Und jetzt geht es vielleicht dem Sprinter an den Kragen. Immerhin startet das KBA ein Anhörungsverfahren gegen Daimler. Aber was bedeutet das für Wohnmobilausbauten auf Sprinter-Basis?

KBA startet Anhörungsverfahren

Achtung bei Wohnmobilausbauten auf Sprinter-BasisWas bis vor kurzem in jedermanns Munde war, wird aktuell eher tot geschwiegen. Der Abgasskandal. Erst war er Pressethema Nummer eins. Mittlerweile ist es aber ruhig geworden. Die Thematik ist aber natürlich dennoch weiterhin aktuell. So startet das KBA nun ein Anhörungsverfahren gegen Daimler. Wohnmobilausbauern schießt da natürlich die Frage durch den Kopf, ob der Sprinter ggf. von einem Rückruf bedroht wird. Dieselskandal nächste Runde quasi. Auf dem Prüfstand: eine mögliche illegale Abgastechnik. Betroffen sind dabei Sprinter-Modelle bis Baujahr 2016 mit dem OM 651 Motor.

Betroffen: der Vorgänger des aktuellen Sprinters beim Wohnmobilausbau

Das Kraftfahrt-Bundesamt, kurz KBA, hat aktuell ein Anhörungsverfahren gegen Daimler angeregt. Betroffen ist der Vorgänger des aktuellen Sprinters. Die Fahrzeuge wurden bis Baujahr 2016 hergestellt und erfüllen die Euro-5-Abgasnorm. Allerdings werden Gerüchte laut, dass die Fahrzeuge mit einer „unzulässigen Abschaltvorrichtung“ ausgerüstet sein soll. Daimler selbst hat bis zum 11.10.2019 Zeit Stellung zu beziehen. Ob das ein gelungener Start ins Wochenende wird…

Wozu soll eine Schummel-Software gut sein?

samuel foster 6Na9UAy51wY unsplash2Befasst man sich mit dem Thema nicht wirklich, könnte man sich die Frage stellen, wozu eine Schummel-Software überhaupt gut sein soll. Die strengen Vorgaben bzgl. der Abgasnormen müssen von den Herstellern erfüllt werden. Die Abgassoftware soll dafür sorgen, dass die Stickoxid-Grenzwerte eingehalten werden. Allerdings nur bei den gesetzlich vorgeschriebenen Prüfzyklen. Wird das Fahrzeug im Realbetrieb genutzt, ist man also mit seinem Sprinter Wohnmobilausbau im Urlaub unterwegs, würden die Grenzwerte überschritten werden. Der Grenzwert liegt bei 180 Milligramm pro Kilometer. Das zumindest wirft das KBA Daimler vor.

Wie kommt es zu den Vorwürfen?

Zwar wirkt der Vorwurf auf den ersten Blick etwas bei den Haaren herbeigezogen, allerdings könnte es schon Hand und Fuß haben. Der Motor, OM 651, ist nicht nur im Sprinter verbaut. Vielmehr kommt er auch beim Mercedes GLK 220 CDI zum Einsatz. Dem schicken Geländewagen. Auch er wurde nach Euro 5 eingestuft. Allerdings gab es hier bereits im Juni eine Rückrufaktion. Immerhin 60.000 Autos waren davon betroffen. Laut Daimler sei die Funktionsweise aber zulässig. Daher hat das Unternehmen in dem Fall Widerspruch eingelegt.

Sollte es dem Sprinter an den Kragen gehen, wären europaweit ca. 260.000 Fahrzeuge betroffen. Allein in Deutschland laufen davon 100.000 Stück. Einzige Stellungnahme von Daimler bisher ist, dass das KBA nun auch ein Anhörungsverfahren eröffnet hat. Basis: eigene Messungen. So wie es scheint ist der Abgasskandal um die Diesel-Motoren noch nicht vorbei, sondern geht in die nächste Runde. Auch bei Daimler: immerhin wurde dem Unternehmen erst vor ca. 4 Wochen ein Bußgeld verhängt. Und das ist kein Pappenstiel. Es geht um 870 Millionen Euro. Der Grund: Daimler soll seiner Aufsichtspflicht bei der Fahrzeugzertifizierung nicht nachgekommen sein. Wir sind gespannt wie die Geschichte weiter geht und hoffen, dass die Besitzer von Sprinter-Wohnmobilausbauten bald aufatmen können.

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