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Was bedeutet die Euro-4-Norm beim Wohnmobilausbau?

Bei der Euro-Norm handelt es sich um eine spezielle Abgasnorm für Kraftfahrzeuge. Hierbei werden europaweit Grenzwerte für den Ausstoß an Kohlenmonoxid, Stickoxid, Kohlenwasserstoff und andere Partikel gesetzlich festgelegt. Die Fahrzeuge werden entsprechend ihrem Stand der Technik in Emissionsschlüsselnummern eingeteilt, wonach sich letztlich auch die Höhe der Kfz-Steuer richtet. Fahrzeughersteller sind angehalten, über einen längeren Zeitraum diese Grenzwerte einzuhalten. Aktuell spricht man seit dem 1. September 2009 von der Euro-5-Norm bei Pkw´s, die für alle neu zugelassenen Kraftfahrzeuge gilt. Lastkraftwagen unterliegen ab Januar 2013 sogar der Euro-6-Norm. Fahrzeuge mit Erstzulassung 1. Januar 2006 entsprechen der Euro-4-Norm. Beim Wohnmobilausbau überlegen sicher daher viele Camper, ihr in die Jahre gekommenes Wohnmobil entsprechend einer höheren Euro-Norm aufzurüsten.

Ausnahmegenehmigung für die Zulassung der Basisfahrzeuge mit Euro-4-Motor

Der Umbau eines Basisfahrzeuges mit Euro-4-Motor ist nicht unbedingt sofort erforderlich. Hier gelten zum Glück gewisse Übergangsregelungen. Wohnmobile gehören nach dem Anhang XI der EU-Rahmenrichtlinie 2007/46/EG zu den Fahrzeugen mit einer besonderen Zweckbestimmung. Die Basisfahrzeuge gelten danach als leichte Nutzfahrzeuge, die hierfür eine Typengenehmigung besitzen. Aktuell dürfen Wohnmobile mit vorgenannter Typengenehmigung im Jahr 2011 mit Euro-4-Motor zugelassen werden. Neue Wohnmobile bedürfen ab Januar 2012 der Euro-5-Norm. Basisfahrzeuge mit Euro-4-Motor benötigen dann eine Ausnahmegenehmigung. Erst ab 2013 können Wohnmobile nicht mehr mit Euro-4-Norm zugelassen werden. Angemeldete Reisemobile sind hiervon nicht betroffen, müssen aber mit einer schlechteren Schadstoffklasseneinstufung rechnen, was zur Folge hat, dass hierfür auch höhere Kfz-Steuern zu bezahlen wären. Das gleiche trifft auch für die Euro-4-Motoren zu, wenn sie 2012 mit Ausnahmegenehmigung noch zugelassen werden.

Der Wohnmobilausbau eines Basisfahrzeuges mit Euro-4-Motor

Möchte man sein Euro-4-Norm-Wohnmobil in die aktuelle Euro-5-Norm umrüsten, so müssen meist enorme Investitionen getätigt werden. Hilfreich ist hier die Nachrüstung mit einem geeigneten Partikelfilter, um den Schadstoffausstoß wirksam zu verringern. Um entsprechend der angegebenen Umweltzonen eine grüne Plakette vom Straßenverkehrsamt zu bekommen, ist ein sehr hochwertiger Partikelfilter einzubauen. Die Kosten hierfür liegen meist um die 5.000 Euro. Die Umbauarbeiten sollten von einer Fachwerkstatt vorgenommen werden. Nur hierbei ist sichergestellt, dass auch ein anerkannter Filter verwendet wird, den das Straßenverkehrsamt ohne Probleme akzeptiert.

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Wer ein Wohnmobil mit Euro-4-Motor im Jahr 2012 anmelden möchte, benötigt hierfür eine Ausnahmegenehmigung. Langjährige Besitzer älterer Wohnmobile müssen sich gegebenenfalls mit höheren Kfz-Steuern und einer schlechteren Umweltzoneneinstufung zufrieden geben. Wer die Mühen und Kosten nicht scheut, kann beim Wohnmobilausbau aber auch mit einem entsprechenden Partikelfilter umrüsten. Der Sprung in eine höhere Umweltzonenklasse kann sich bei den Steuern schon lohnen.