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Der ein oder andere Camper ist vielleicht schon ins Grümmeln gekommen. Die ganzen Nachrichten und Berichte rund um das Thema Abgasskandal und Dieselfahrverbote lassen bei manchen schon die Alarmglocken klingeln. Wer seinen Wohnmobilausbau schon hat, kann nur hoffen und bangen. Was aber tun, wenn man vor einer Neuanschaffung steht. Gibt es Alternativen zum Dieselantrieb?

Mercedes Benz Sprinter F-Cell mit Brennstoffzelle

Elektrischer Wohnmobilausbau - nur Zukunftsmusik?Dieses Jahr in aller Munde sind die Themen Abgasskandal und Dieselfahrverbote. So manch einer hat vielleicht schon festgestellt, dass der vor ein paar Jahren gekaufte Diesel nun nichts mehr wert ist und mit viel Glück bald nicht mehr in zahlreiche Großstädte einfahren darf. Gerade Wohnmobilisten könnten hier betroffen sein. Die Basisfahrzeuge, egal ob fertig ausgebautes Wohnmobil oder Wohnmobilausbau in Eigenregie, sind mit einem Dieselmotor versehen. Besitzt man ein solches Fahrzeug, kann man aktuell nur Hoffen und Bangen und die Entwicklung weiter beobachten. Möchte man sich aber einen neuen Wohnmobilausbau zulegen, steht man vor der berechtigten Frage: Was tun in Punkto Basisfahrzeug. Wer einen Diesel kauft, kann sich nicht sicher sein, ob er in Zukunft damit überall hinfahren kann. Auch der Wiederverkaufswert in einigen Jahren ist fraglich. Alternativen gibt es am Markt dennoch wenige. Die meisten üblichen Basisfahrzeuge sind nun mal mit Dieselmotoren versehen. Klar, wer viele Kilometer macht, fährt damit in der Regel auch günstiger als mit Benzin. Eine mögliche Alternative könnte der Wohnmobilausbau auf Basis eines Mercedes Benz Sprinter F-Cell mit Brennstoffzelle sein.

Mit Elektro- oder Brennstoffzellenantrieb – der Wohnmobilausbau Mercedes Benz Sprinter F-Cell

Mercedes hat den Elektro-Sprinter bereits vorgestellt. Daneben wird nun der Sprinter mit Brennstoffzelle vorgestellt. Allgemein soll der Elektroantrieb für alle gewerblichen Baureihen verfügbar sein – zukünftig. Gestartet wird dieses Jahr mit dem eVito. 2019 wird der eSprinter nachziehen. Um die eDrive@VANs-Strategie zu ergänzen setzt Mercedes daneben noch auf den Brennstoffzellenantrieb. Dieser hat gerade bei Langstreckenbetrieb große Chancen auf Erfolg – genau das, was viele Camper suchen und brauchen. Der Sprinter F-Cell ist dabei ein Beispiel für ein teilintegriertes Reisemobil und soll alle Vorteile der Brennstoffzelle aufzeigen. Dem eigenen Wohnmobilausbau steht, sobald das Fahrzeug verfügbar ist, aber natürlich ebenfalls nichts im Wege. Damit möchte Mercedes einen Ausblick in die weitere Zukunft geben, neben der Elektrifizierung der Transporter.

Neuer Schwung im Brennstoffzellenbereich – der Wohnmobilausbau Mercedes Benz Sprinter F-Cell

Auch wenn sich die meisten Hersteller auf die Elektrifizierung der Fahrzeuge fokussiert haben und der neue vollelektrische Sprinter noch gar nicht verfügbar ist, zeigt Mercedes schon das nächste Konzeptfahrzeug: mit einer Brennstoffzelle ausgestattet ist der Sprinter damit ideal für Camper, die gerne oft, viel und mit weiten Strecken verreisen. Damit bringt Mercedes wieder etwas Schwung in das Thema Brennstoffzelle. Natürlich ist der F-Cell auch mit einer Antriebsbatterie versehen. Der Ladestrom aber kommt nicht nur aus der Steckdose, sondern nutzt eben auch die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle. Die Technik stammt dabei aus dem Mercedes GLC F-Cell. Für den Transport des Wasserstoffs kommen je nach Bedarf bis zu drei Unterflurtanks zum Einsatz. Diese sind in der Fahrzeugmitte montiert und haben ein Fassungsvermögen von 4,5 kg. Wer noch mehr braucht, kann die Kapazität mit einem zusätzlichen Tank im Heck mit einem Fassungsvermögen von 7,5 kg steigern. Die Reichweite soll damit zwischen 300 und 500 km liegen. Denkt man an die ersten Elektrofahrzeuge mit 100 oder 200 km Reichweite, ist das schon ein Fortschritt, wenn auch ein kleiner.

Mit einer Leistung von 147 kW und 350 Nm Drehmoment bringt die Elektromaschine des Brennstoffzellen-Sprinter ausreichend Leistung mit. Die Antriebsbatterie kann, wie bei Plugin-Hybriden üblich, via Steckdose geladen werden. So kommen noch einmal 30 km Reichweite hinzu. Das Fahrzeug ist, im Gegensatz zum Elektrosprinter, mit einem Heckantrieb versehen. Das F-Cell-Konzept zeigt ein teilintegriertes Wohnmobil mit einem bereits länger üblichen Sprinter-Aufbau von Hymer (MLT). Damit macht Mercedes den Sprinter auch für Camper wieder interessant. Der Elektro-Sprinter ist hier mit einer Reichweite von gerade einmal 150 km eher wenig gefragt. Neben der Reichweite ist die Stromgewinnung für die Wohneinheit ein großer Vorteil der Brennstoffzellentechnik für den Wohnmobilausbau. Heizung, Klimatisierung, Kühlschrank und Wasserpumpe können so betrieben werden. Der Wohnmobilausbau Mercedes Benz Sprinter F-Cell zielt klar auf die Camper-Zielgruppe ab. Im Gegensatz zum gewerblichen Käufer ist diese nicht ganz so preissensibel und setzt den Rotstift weniger an, wenn es um den Fahrzeugpreis geht. Was der Sprinter ab schlussendlich kosten soll, ist noch nicht bekannt. Das Konzept Wohnmobilausbau Mercedes Benz Sprinter F-Cell steht noch ganz am Anfang.

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