PKW, Transporter und Vans eignen sich hervorragend zum Wohnmobilausbau. Wer kein Schreiner ist oder vielleicht nicht ausreichend Zeit hat der hat mittlerweile die Möglichkeit auf zahlreiche Campingmöbel-Module zurückzugreifen. Der Ausbau geht so meist schnell und ist deutlich günstiger als der Fertigkauf.

Mit Campingmöbel-Modul wird der Ausbau immer einfacher

Wenn der Campingbus oder der ausgebaute Kastenwagen zu teuer ist, kann man sein Basisfahrzeug auch selbst ausbauen. Wer nicht die Zeit, Lust oder das Know-How hat den Ausbau selbst vorzunehmen, der kann mittlerweile aus einer großen Anzahl Campingmöbel-Module am Markt auswählen. So findet man meist die passende Ausstattung für seine Bedürfnisse. Egal ob Bett, Küche oder Aufbewahrungssysteme. Anbieter gibt es viele. Ququq, Swissroombox und Co. haben sich beispielsweise auf Hochdachkombis und Vans spezialisiert. Besitzer von VW T6, Mercedes Viano oder VW Caddy, können sich hier also gerne umschauen, wenn sie ihr Fahrzeug am Wochenende in einen Camper verwandeln wollen.

Visu Sitka für herausnehmbare Möbelsysteme beim Wohnmobilausbau

Die Forma kommt aus Tschechien und fertig herausnehmbare Möbel für Transporter. Der verwendete Stahlrahmen wird dabei pulverbeschichtet. Das Sperrholz ist mit einem HPL-Laminat versehen. Der Ausbau besteht aus zwei gegenüberliegenden Sitzbänken. Diese bieten im Sitzkasten Stauraum und können natürlich zum Bett umgebaut werden. Das Gewicht des Ausbaus soll bei rund 90 kg. Das schwerste Teil soll aber nur 25 kg wiegen, sodass der Ausbau auch von einer Person ins Fahrzeug gebracht werden kann. Die Liegefläche kommt immerhin auf ca. 185/175 x 150 cm. Die Liegebreite hängt natürlich von der Breite des Fahrzeuges ab. Tagsüber kann zwischen den Bänken ein Tisch herausgeklappt werden. Auf 120 x 43 cm kann man bequem dinieren. Der Wohnmobilausbau für Vans ist im Komplettset ab 2.500 EUR zu haben.

Camp Champ bietet eine herausnehmbare Küche für den Heckausbau

Das österreichische Startup hat eine portable Küche entworfen, die im Heck des Campingbusses untergebracht werden kann. Das Besondere: Sie kann auch als Outdoor-Küche genutzt werden. Das System ist also komplett in die Küche intergiert und vom Fahrzeug unabhängig. Sie ist mit vier Gaskochstellen und ausreichend Stauraum versehen. Töpfe, Pfanne, Besteck und Teller finden hier ebenso einen sicheren Platz wie die Gewürze im eigenen Gewürzregal – die Ausstattung gehört übrigens zur Küche und ist rüttelfest verpackt. Als Material kommt Bootsbausperrholz zum Einsatz. Mit 660 x 540 x 570 im verpackten Zustand ist die Box noch recht handlich. Ausgeklappt ist die Küche 110 cm hoch und 120 cm breit. Sie eignet sich für Vans, Pick-Ups und PKW und ist ab 6.500 EUR zu haben.

Ququq Bos für den PKW-Wohnmobilausbau

Das Campingmogul passt für Hochdachkombis und Busse (Kombi- oder Busbox) und passt bei beiden Fahrzeugtypen ins Heck. Sie ist mit einem Zweiflammenkocher ausgestattet und besitzt zudem zwei 10 Liter Wasserkanister. Mit den Edelstahlschüsseln kann der Abwasch erledigt werden. Die nutzbare Arbeitsfläche reicht um sich auch unterwegs kulinarische Köstlichkeiten zu zaubern. Wer will kann das Modul auch mit einem Teleskopauszug für eine Kühlbox versehen lassen. Wird es nicht gebraucht, ruht das klappbare Bett auf der Küchenbox. Die dreiteilige Matratze kann bei Bedarf über die umgelegten Lehnen der Rückbank gefaltet werden. Immerhin 195 x 110 cm Liegefläche gibt es hier. Als Material kommt Multiplexholz zum Einsatz. Ohne Ausstattung wiegen sie zwischen 50 und 60 kg. Zu haben ist das System ab 2.190 EUR. Es kann in Vans wie dem T5 oder Hochdachkombis wie dem VW Caddy verbaut werden.

Das sind nur ein paar der Anbieter, die es mittlerweile am Markt gibt. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Wer lieber einen klassischen Wohnmobilausbau will, mit Möbelzeile auf der Fahrerseite und Sitzbank in Fahrtrichtung, der kann sich die Wildcamper Bausätze einmal genauer ansehen. Die Ausführung Sport, Style und Nature sind für die gängigen Campingbusse wie den Renault Trafic oder VW T6 erhältlich und werden fest im Fahrzeug montiert. Dadurch ist auch eine Zulassung als Wohnmobil mit dem Basisfahrzeug möglich. Bevor man sich für einen Wohnmobilausbau entscheidet, sollte man sich genau überlegen welche Anforderungen man an den Ausbau stellt. Wann verreist man, wohin, wie lange und mit wie viel Personen? Wie soll das Fahrzeug im Alltag genutzt werden und welche Features sind im Urlaub unverzichtbar? Erst wenn man selbst weiß wonach man sucht, kann man das passende System finden.

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