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Der Mercedes Sprinter ist schon seit 25 Jahren auf dem Markt. Er hat von seinen Vorgängern gelernt und geht auch heute mit der Zeit. Assistenzsysteme für mehr Komfort und Sicherheit finden immer wieder den Weg in das Basisfahrzeug. Auch eine elektrisch-betriebene Variante ist bereits auf dem Markt. Aber wo geht die Reise hin?

Der beliebte Kastenwagen mit Stern seit 1995

Mercedes Sprinter für den Wohnmobilausbau schon seit 25 JahrenMan mag es kaum glauben, aber der Sprinter ist erwachsen. Und das schon geraume Zeit. Immerhin gibt es ihn schon seit 25 Jahren. Das erste mal trat er 1995 auf. Schnell war klar, dass er die Herzen der Camper erobern kann. Und bis heute setzen Ausbauer, egal ob Wohnmobilhersteller, Wohnmobilausbauer oder Selbstausbauer auf den beliebten Kastenwagen mit Stern. Gerade die neuen Features machen den Sprinter zu einem festen Bestandteil in der Campingbranche. Von den Straßen und den Campingplätzen wegzudenken ist er nicht mehr. Aber was ist das Geheimnis seines Erfolges?

Beliebt bei Campern, Lieferdiensten, Handwerken und mehr – der Mercedes Sprinter

Seine breite Zielgruppe ist mit Sicherheit ein Teil seines Erfolges. Denn nicht nur Wohnmobilhersteller und Camper setzen auf den schicken Boliden. Auch Lieferdienste, Handwerker oder die Feuerwehr setzen auf den beliebten Kastenwagen. Ein weiterer Teil seines Erfolgs liegt in seiner Geschichte.

Schon im Jahr 1955 brachte Mercedes den L319 auf den Markt. Das war ein Schnell-Laster unter 7,5 Tonnen. Die Konstruktion des Nutzfahrzeuges war vergleichsweise einfach. Damit blieb das Fahrzeug flexibel und variabel. Eigentlich sollte sich der Laster vom Pkw abgrenzen. Dennoch setzte Mercedes auf denselben Motor. Mit 4,2 Tonnen Gesamtgewicht und gerade einmal 43 PS war der L319 damit kein schnelles Fahrzeug. 12 Jahre später wurde er dann vom L309 abgelöst. Sein Spitzname: Düsseldorfer. Er war im Grunde ein optimierter 319. Er wurde mit Komfortaspekten versehen und das Cockpit wurde ergonomischer gestaltet. Gut ablesbare Instrumente, leicht zu erreichende Bedienelemente, eine große Glasfläche. Auch längere Fahrten waren mit dem L309 deutlich angenehmer. Ihn gab es ihn zwei Varianten: als Kastenwagen für den Transport von Waren oder als Omnibus mit Platz für Passagiere. Es hieß, entweder oder.

Mehr Flexibilität beim Mercedes Sprinter für den Wohnmobilausbau

1977 kam der Nachfolger T1 heraus. Hier musste man sich nicht mehr entscheiden. Denn der Transporter war nun als Kombi erhältlich. Sein Spitzname: der Bremer. Sein Einsatz: oftmals bei der Deutschen Post. Bei vielen ist der Bremer daher als gelbes Fahrzeug in Erinnerung. Die Ausstattung wurde immer moderner und sicherer. Beheizbare Spiegel, Klimaanlage und ABS. Im Jahr 1995 war es dann soweit. Die Transporter-Sparte war in der Daimler AG geboren. Und von nun an gab es auch den Mercedes Sprinter mit Scheibenbremsen, ABS und Fahrerairbag ab Werk. All die Jahre vorher haben die Entwickler genutzt und Schwachstellen ausgemerzt und Potenziale ausgeschöpft. Dadurch wurde es im Cockpit deutlich leiser, mehr Pkw-ähnlich. Und so wurde die erste Generation des Sprinters rund 1,3 Millionen mal verkauft. Um den Erfolg weiter anzukurbeln wurde der Transporter immer wieder innen und außen aufgefrischt und mit einem neuen Motor und ESP versehen.

Die zweite Sprinter-Generation kam 2013 auf den Markt. Der NCV 3. Zahlreiche neue Assistenzsysteme, ein umfangreicheres ESP und vor allem neue Aufbauhöhen und Radstände zeichneten den Kastenwagen für den Wohnmobilausbau nun aus. Die nun mehr dritte und neueste Generation kam 2018 vom Band und wird in Düsseldorf gefertigt. Erstmals gibt es das Fahrzeug nun mit Frontantrieb (Triebkopfvariante). Das macht ihn für Reisemobil- und Campingbushersteller besonders attraktiv.

Gerade der neueste Sprinter kommt dank seiner Triebkopfvariante gerne als Wohnmobil oder Basisfahrzeug für den Wohnmobilausbau zum Einsatz. Auch neue Assistenzsysteme und die Möglichkeit das Fahrzeug zu vernetzen mit dem Infotainment-System MBUX machen den Sprinter so beliebt. Namhafte Ausbauer wie Westfalia hauchen dem Kasten somit den Campergeist ein. Der James Cook mit Heck-Slide-Out macht nicht nur eine gute Figur, sondern hat auch einiges zu bieten. Dennoch ruht sich Mercedes auf dem bisherigen Erfolg nicht aus. Um mit der Zeit zu gehen gibt es den Sprinter seit 2019 nun auch als elektrisch-betriebene Variante. Mit einer Ladung kommt man immerhin bis zu 150 km weit. Das ist für wahr Camper zwar nicht üppig, macht den Sprinter aber als Startfahrzeug für den Alltag durchaus interessant. Aber das wird noch längst nicht das Ende der Geschichte sein. Nach den letzten 25 Jahren, werden sicherlich noch viele erfolgreiche Jahre des Mercedes Sprinters als Wohnmobilausbaufahrzeug folgen. Einem beeindruckenden Siegeszug auf den Straßen und in der Wohnmobilbranche steht bislang nur der Preis im Wege. Im Vergleich zur Konkurrenz ist er doch häufig deutlich teurer. Aber lassen wir uns überraschen, wo die Reise noch hingeht.