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Wer mit dem eigenen Wohnmobilausbau auch einmal abseits fester Straßen fahren will, muss entsprechend ausgerüstet sein. Allradantrieb heißt das Zauberwort. Gut, wenn das Basisfahrzeug den schon ab Werk hat. Wenn nicht, muss man aber nicht verzagen.

Wie man seinen Bus für schlechte Wege rüstet

garin chadwick NImPMBE8m U unsplash 723 274Der Weg ist das Ziel. Und das Abenteuer beginnt oft erst abseits der Straße. Unwegsame Wege und holprige Pisten – für viele ist das der Inbegriff von Freiheit. Aber! Dafür braucht man die richtige Ausrüstung. Nicht nur im Auto, sondern auch das Auto selbst muss entsprechend ausgesta ttet sein. Denn der eigene Wohnmobilausbua muss natürlich geländetauglich sein. Ansonsten ist das Abenteuer schnell vorbei, wenn man sich im ersten Schlammloch festfährt.

Die Natur hautnah erleben – Dank Offroad Wohnmobilausbau

Nicht immer möchte man mit seinem Campingbus auf dem überfüllten Campingplatz stehen. Abseits von Stellplätzen, fernab aller Menschen, richtig in der Natur. Davon träumen viele CamperInnen. Mit einem gut ausgebauten Campingbus ist das Stehen ohne Stellplatz durchaus ein paar Tage möglich. Hauptsache man hat genug Gas und Frischwasser mit an Bord. Mit einer Solaranlage wird es sogar noch komfortabler. Aber, möchte man bucklige Pisten, sandige Untergründe oder gar Flussläufe durchqueren, reicht ein Camper von der Stange nicht aus. Geländetauglich muss das Basisfahrzeug sein. Hat man sich bereits beim Kauf für das Abenteuer entschieden und ein Fahrzeug mit Allradantrieb ausgebaut, ist man fein raus. Was aber tun, wenn man den Ruf der Freiheit erst nach dem Kauf und Ausbau gehört hat?

Vorneweg: ein Allradantrieb hat den Vorteil gegenüber des klassischen Front- oder Heckantriebs, dass er die Kraft des Motors gleichmäßig auf zwei Achsen verteilt. So ist man auf unwegsamen Gelände bestens gewappnet. Aber auch im Winter bei Schnee und Eis bringt der 4x4-Antrieb seine Vorteile bei steilen Auffahrten oder beim Fahren mit Anhänger mit.

Kastenwagen und Busse können nachgerüstet werden für das Offroad Abenteuer

Der Allradantrieb verteilt die Motorkraft wie gesagt auf zwei Achsen. Auf schlüpfrigen Untergründen wie Sand, Matsch oder Schnee kann sich aber schnell ein Rad der Achse festfahren. Das andere Rad bleibt dann einfach stehen. Damit es hilfreich einspringt ist das sogenannte Differenzial notwendig. Das blockiert mit einer Sperre das Ausgleichsgetriebe und ermöglicht einen starren Durchtrieb. Richtige Offroader bieten Speeren für vorne, mittig und hinten an. Differenzialspeeren sind aber auch nützlich, wenn das Fahrzeug stark verschränkt ist oder zwei Räder in der Luft hängen – beim Durchqueren eines Flußlaufes oder in den Bergen durchaus möglich.

Nach- und Ausrüster für Offroad-Busse
Dangel
Seikel
Extrem-Fahrzeuge
Terranger
Iglhaut
Oberaigner
Achleitner
Al-KO/VB Air Suspension
Goldschmitt
ORC Exklusiv
Kastenbus
General Tire
BF Goodrich

Besitzt das eigene Fahrzeug all das nicht ab Werk, muss man nicht verzagen. Zumindest nicht ganz. Man kann sein Fahrwerk dennoch optimieren. Der Tausch der Serienfedern sollte eigentlich immer selbstverständlich sein. Denn die sind dem Gewicht des ausgebauten Transporter s mit Passagieren oft nicht gewachsen. Sie werden stark beansprucht und ermüden schnell, sodass der Federweg schnell schrumpft. Eine Möglichkeit ist hier der Einbau zusätzlicher Spiralfedern. Die werden oft in Verbindung mit kürzeren Anschlagsdämpfern verbaut. Auch stärkere oder Zusatzblattfedern sind eine Lösung – Goldschmitt und AL-KO haben hier für viele Fahrzeuge Lösungen parat. Besonders komfortabel ist die Zusatzluftfederung.

Höher statt tiefer beim Offroad Wohnmobilausbau

Klassische Tuner werden sich kaum ein Offroad Fahrzeug bauen. Denn bei solchen heißt es meist tiefer und breiter. Um Geländetauglich zu sein, braucht man aber mehr Bodenfreiheit, sodass das Zauberwort „Höherlegen“ heißt. Stärkere Federn, Zusatzfedern oder ganze Federbeine stehen hier zur Auswahl. Auch andere Räder sind bei bekannten Spezialisten wie Seikel, Iglhaut oder Achleitner möglich. Damit empfindliche Teile am Unterboden bei den Offroad Abenteuern ausreichend geschützt sind, empfiehlt es sich diese vorsorglich mit einem Unterfahrschutz zu versehen. Ölwanne und Getriebe werden so vor Schäden geschützt. Die Anbieter ermöglichen auch den kompletten 4x4-Umbau.

Modelle mit Werksallrad
Ford Transit AWD
Iveco Daily 4x4
Mercedes V-Klasse/Vito 4Matic
Mercedes Sprinter 4x4
VW Crafter 4Motion
VW T6.1 Motion

Möchte man seinen Wohnmobilausbau zum Offroad Profi machen, gibt es verschiedene Hebel. Federn, Räder, Felgen oder Allradantrieb. Je nach Fahrzeug und Budget ist viel möglich. Kleine Tricks wie die Anpassung des Reifendrucks helfen, im Extremfall, sicher voran zu kommen. Auf schlammigen Terrain sollte man den Reifendruck bspw. um ca. 25 % senken. Spezielle Felgen helfen das Herunterspringen des Reifens zu verhindern. Summa summarum kostet die Geländetauglichkeit aber nicht nur einiges an Geld, sondern auch an Gewicht. Das ganze Fahrzeug muss eine gewisse Festigkeit und Massivität mitbringen. Das und der Umbau schlägt natürlich zu Buche, sodass die Zuladung schrumpft. Spezielle Geländereifen oder weitere Details wie Seilwinden sehen nicht nur gut aus, sondern sind unterwegs auch hilfreich. Ein Kompressor, Schaufel und Sandbleche schaden in der Regel auch nicht. Ebenso wie Zusatzscheinwerfer – die spielen im Dunkeln ihre Vorteile aus. Wer will kann seinen Camper durchaus auch nachträglich Offroadfähig machen. Man muss nur auf das Gewicht und die Kosten achten. Dann steht dem Ruf der Freiheit und des Abenteuers nichts mehr im Wege.