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Ein Unternehmen, zwei Fahrzeuge. Der teilintegrierte V60 und der Wohnmobilausbau Cliff 600. Beide Fahrzeuge sind gleichlang und kosten den Camper gleichviel. Wer von beiden hat aber die Nase vorn?

Zwei Fahrzeuge, eine Länge, ein Preis, aber wer liegt vorn

Sunlight Cliff 600 – ein Wohnmobilausbau als besserer Teilintegrierter?Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Warum sollte man das Prinzip nicht auch innerhalb der eigenen Modellpalette umsetzen. Sunlight bietet mit dem V60, einem teilintegriertem Wohnmobil und dem Cliff 600, einem Wohnmobilausbau auf Kastenwagenbasis, zwei Modelle an die einerseits nicht ähnlicher und andererseits nicht unterschiedlicher sein könnten. Beide Fahrzeuge sind gleich lang und haben denselben Preis. Wer aber hat die Nase vorn? Der kompakte Teilintegrierte oder der Campingbus?

Wer die Wahl hat, hat die Qual – soll es der Wohnmobilausbau Sunlight Cliff 600 sein?

Sunlight Cliff 600 – ein Wohnmobilausbau als besserer Teilintegrierter?Oft entscheidet das Bauchgefühl, ob es ein Kastenwagen oder ein aufgebautes Reisemobil sein soll. Klar, beide Bauformen haben ihre Vor- und Nachteile. Campingbusse sind in der Regel handlich und agil, teilintegrierte Wohnmobile punkten dafür mit mehr Platz und Wohnkomfort. Schaut man sich aber einmal die beiden Modelle von Sunlight genauer an, den V60 und den Cliff 600, stellt man sich die Frage, ob die Abgrenzung wirklich so einfach ist. Zwischen beiden Modellen gibt es erstaunliche Parallelen. So sind sie nicht nur gleich lang und gleich teuer, sondern weisen auch noch denselben Grundriss auf.

Schon die Modellbezeichnung V60 erinnert mehr an einen Kastenwagen als an ein klassisches Wohnmobil. Das Unternehmen spricht von einem Van (aus dem englischen entnommen, meint dies einen Transporter mit Blechkarosse). Dieser Begriff hat sich bei den Reisemobilherstellern für besonders schlanke, teilintegrierte Fahrzeuge eingebürgert. So ist der Sunlight V60 gerade einmal 214 cm breit. Die Standard-Modelle, zum Vergleich, kommen auf eine Breite von 232 cm. Rein technisch entspricht der V60 aber den anderen Teilingrierten von Sunlight. So wird der Aufbau in Sandwichbauweise mit einer Styropor-Isolierung umgesetzt. Zudem kommen Holzverstärkungen zum Einsatz. Basis ist ein Citroën Jumper.Fahrgestell.

Beim Sunlight Cliff 600 bildet die Stahlblechkarosserie des Fiat Ducato die Basis. Diese ist noch einmal etwas schmaler. Alles in allem kommen beide Fahrzeuge samt Außenspiegel aber auf eine Breite von 270 cm, sodass die linke Spur auf der Autobahn in Baustellen tabu ist. Beide Wohnmobilausbauten kommen auf eine Länge von 599 cm. Das ist bei manchen Fährpassagen entscheidend. Im Großen und Ganzen spielt die 6-Meter-Grenze im allgemeinen Verkehr aber keine Rolle. Für die meisten Parkplätze ist man nämlich dennoch zu lang. Um eine Aussage bzgl. Handlichkeit treffen zu können, sollte man sich vielmehr den Radstand näher anschauen. Dieser entscheidet nämlich über den Wendekreis. In diesem Fall hat der Van die Nase vorne. Das mag überraschend sein, aber der V60 hat einen kürzeren Achsabstand.

Unterwegs im Wohnmobilausbau Sunlight Cliff 600

Sunlight Cliff 600 – ein Wohnmobilausbau als besserer Teilintegrierter?Die große Schiebetür auf der Beifahrerseite ist typisch Wohnmobilausbau und macht das Lebensgefühl eines Campingbusses aus. Sie bringt Offenheit, aber bisweilen auch etwas Lärm, sollte man beim Schließen etwas zu viel Schwung haben. Der Cliff 600 ist im Inneren überall etwas kleiner als der V60. Sowohl in der Breite, als auch in der Stehhöhe. Der Wohnmobilausbau Cliff 600 kommt nur auf knapp 190 cm. Für größere Camper könnte das schon etwas eng werden. Die haben es aber auch im Bett etwas schwerer, das rein längentechnisch ebenfalls nicht zwanghaft für größere Menschen ausgelegt ist. Hat man Sorge, dass es eng wird, sollte man auf jeden Fall auf die optionalen hinteren Seitenfenster verzichten. Denn die Rollos derer schränken die Liegelänge noch einmal etwas ein. Ein Vorteil: das Bett ist im Gegenzug relativ breit, sodass man zur Not auch etwas quer liegen und sich besser strecken kann. Der Einstieg ins Bett geht leicht. Er ist nicht hoch und dank der kleinen Trittstufe schnell geschafft. Der Schlafbereich an sich ist offen gestaltet. Der Raumeindruck ist hervorragend. Warum? Sunlight verzichtet hier auf einen Kleider- oder Kühlschrank, der sonst oft am Kopfende des Bettes platziert ist und das Raumgefühl entsprechend einschränkt. Einen Kühlschrank gibt es natürlich trotzdem. Dieser ist direkt am Einstieg platziert. So können auch von außen kühle Getränke erreicht werden. Die Küchenarbeitsfläche ist relativ breit, sodass ein bequemes Arbeiten möglich ist. Der Kocher ist sogar mit einer elektrischen Zündung versehen. Die Spüle ist zwar bauartbedingt etwas klein, aber dennoch ausreichend. Eng wird es nur noch einmal, wenn man seine Vorräte aus den Unterschränken holen möchte. Dazu muss man sich bücken, was im schmalen Gang bisweilen zu leichten Schwierigkeiten oder zumindest Verrenkungen führt.

Das Bad ist gegenüber der Küche positioniert. Es hat eine gewisse Größe, sodass eine bequeme Sitzposition auf dem WC realisiert werden konnte. Viele Fächer und ein breiter Waschtisch mit einem stabilen Becken runden das Angebot ab. Einschränkungen bzw. Abzüge in der B-Note gibt es nur für die Dusche. In Verbindung mit dem rund umlaufenden Vorhang kann es hier durchaus etwas eng werden. Wer nicht mit dem an sich klebenden Duschvorhang tanzen möchte, sollte den Besuch eines Sanitärhauses in Betracht ziehen.

Zwar ist für den Preis des Wohnmobilausbaus Sunlight Cliff 600 einiges einfach gehalten. Simpel oder gar lieblos wirkt aber nichts. Ganz im Gegenteil. Viele Details wirken durchdacht. Beispielsweise die Spots, die am Bett und an der Sitzgruppe zu finden sind. Diese können nach Belieben in eine Schiene geklickt werden. Auch der Kleiderschrank, zwar bauartbedingt typisch klein, bietet im Gegensatz zu vielen Konkurrenten die Möglichkeit ein Hemd aufzuhängen. Dank der flexiblen Nutzung des Bettes im Heck, kann der Wohnmobilausbau Sunlight Cliff 600 auch bei kleineren Umzügen den Alltagsheld spielen. Unterwegs ist der Campingbus unauffällig. Dass es sich dabei um ein Urlaubsfahrzeug handelt, dürfte vielen auf dem ersten Blick gar nicht auffallen. Wer also auf der Suche nach einem dezenten Reisefahrzeug ist, das kompakt, einfach aber nicht billig ist, sollte sich den Wohnmobilausbau Sunlight Cliff 600 einmal genauer ansehen. Ob es vielleicht doch der V60 werden soll, muss jeder selbst entscheiden. Denn beide Modelle sind auf ihre Weise ein gutes Angebot. Etwas mehr Wohnraum für sein Geld bekommt man aber beim Van.

Weitere Impressionen

Sunlight Cliff 600 – ein Wohnmobilausbau als besserer Teilintegrierter?
Außenansicht
Sunlight Cliff 600 – ein Wohnmobilausbau als besserer Teilintegrierter?
Innenansicht Durchsicht
Sunlight Cliff 600 – ein Wohnmobilausbau als besserer Teilintegrierter?
Innenansicht Heckbett

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