Wer schon öfter mal mit dem Wohnmobil oder Wohnmobilausbau beim Campen war, wird es wissen. Je nach Außentemperatur bringt das mobile Heim einige Vor- und Nachteile mit sich. Ist man im Winter unterwegs, braucht man eine gute Isolierung und eine noch bessere Heizung. Zumindest wenn man warme Füße will. Im Sommer hingegen können die Temperaturen im Inneren schnell zu warm werden. Aber was tun gegen den Hitzestau?

Hitzestau vermeiden – cool bleiben

Was tun im Hochsommer im WohnmobilausbauDer Sommer kommt oder ist da und der Urlaub steht vor der Tür. Die Freude könnte kaum größer sein. Man packt alles in seinen Wohnmobilausbau, schnappt sich Frau und Kegel und los geht’s. Doch oft merkt man schon während der Fahrt, dass die heißen Temperaturen außen, auch für äußerst warme Temperaturen im Inneren des Fahrzeuges sorgen. Gerade wenn man auf dem Campingplatz angekommen ist und seinen Wohnmobilausbau abstellt und alles aufbaut. Die vielleicht vorhandene Klimaanlage des Basisfahrzeuges kann dann nur noch schwer genutzt werden… Aber was kann man tun, um trotzdem cool zu bleiben? Gerade tagsüber und in Südeuropa sollte man besonders darauf achten, dass das Wageninneren kühl bleibt. Ist die Hitze einmal drin, ist es nur schwer wieder für Abkühlung zu sorgen. Wir haben ein paar Tipps für Sie gesammelt, wie auch Sie Ihren Wohnmobilausbau im Hochsommer kühl halten.

Das Timing ist entscheidend für einen kühlen Wohnmobilausbau

Was tun im Hochsommer im WohnmobilausbauDer Ansatz des Lüftens, um das Fahrzeug abzukühlen oder kühl zu halten ist an sich nicht verkehrt. Allerdings nutzt es nichts die Fenster den ganzen Tag über geöffnet zu halten. Wichtig ist hier das Timing. Denn nur wenn es draußen kühler ist als drinnen, sollte gelüftet werden. Am besten öffnet man die Fenster als von spätabends bis frühmorgens. Kommen die ersten Sonnenstrahlen und damit die warmen Temperaturen muss man die Fenster und Luken schließen. Innenliegende Rollos helfen leider nur wenig, um das Ansteigen der Temperatur im Inneren zu vermeiden. Zwar sollen silber-folierte Außenseiten die Wärme abhalten, allerdings nutzt das nichts, wenn diese schon im Inneren des Fahrzeuges ist. Am besten sind also Schutzmatten, die außen am Fahrzeug angebracht werden, sodass die Wärme gar nicht erst ins Wageninnere gelangen kann. Campingbusse und Kastenwagen heizen sich in der Regel stärker auf als Wohnmobile. Weht draußen ein Lüftchen kann man Fenster und Türen öffnen. Zwar wird dadurch die Temperatur nicht real gesenkt, dafür wird es aber erträglicher.

Mit der richtigen Ausstattung zu kühlen Temperaturen im Wohnmobilausbau

Wer will oder kann, der kann sich auch eine Ventilator-Dachhaube verbauen. Anbieter gibt es hier viele. Beispielsweise von Fiamma die Turbo Vent und Turbo Vent Premium. Diese passt in Ausschnitte mit einer Größe von 36 x 36 cm oder 40 x 40 cm und hat zwei Laufrichtungen sowie eine stufenlose Drehzahlregulierung. Auf diese Weise kann man kühle Außenluft ins Fahrzeug zuführen oder heiße Innenluft nach außen abführen. Ohne Elektrik geht es bei der Air-Quad Dachhaube zu. Diese soll aufgrund ihrer Bauart mehr Wind einfangen als jede andere Dachhaube. Ein Strömungsleitelement soll den Wind, egal aus welcher Richtung er kommt, ins Innere führen. Für die Regulierung ist die Kuppel höhenverstellbar.

Was immer hilft – stellen Sie sich in den Schatten mit dem Wohnmobilausbau

Hat man die Möglichkeit ist es natürlich besonders hilfreich, wenn man sich mit seinem Wohnmobilausbau in den Schatten stellt. Dort sind die Temperaturen an sich schon deutlich niedriger als in der prallen Sonne, sodass sich das Fahrzeug weniger aufheizen kann. Bäume auf dem Campingplatz helfen hierbei. Kleines Manko: so manche Satellitenschüssel wird – abgeschirmt durch das Geäst – dann keinen Empfang mehr haben und somit kein Bild auf dem TV auswerfen. Das gilt zumindest für festverschraubte Varianten am Fahrzeug. Wer eine mobile Schüssel hat, kann diese natürlich so aufstellen, dass der Empfang weiterhin gegeben ist.

Weitere Möglichkeit für Schatten, zumindest für die Camper selbst: eine Markise oder ein Sonnendach. Greift man auf Planen mit UV-Blocker zurück werden das Fahrzeug und die Camper geschützt. Die Auswahl am Markt ist hier vielfältig, ebenso wie die Kosten. Hier muss jeder selbst sondieren und entscheiden was das Richtige für den Urlaub, das Fahrzeug und den Geldbeutel ist.

Ebenfalls hilfreich sind natürlich Schutzmatten für Fenster, Luken und vor allem das Fahrerhaus. Passgenaue Ausführungen sind für viele Fahrzeuge vorhanden. Ansonsten kann man auch selbst Hand anlegen.

Hält man sich an ein paar wenige Maßnahmen, können die Temperaturen schon deutlich angenehmer sein im Wohnmobilausbau. Schatten, Schutzmatten und richtiges Lüften machen hier schon viel aus. Hilft alles nichts können Kühlmatten für schnelle Abkühlung sorgen. Gerade wer mit dem Vierbeiner unterwegs ist und diesem etwas Kühlung verschaffen will, weiß die Gelkissen zu schätzen. Reist man öfter in das Land und möchte man den warmen Temperaturen entfliehen helfen auch nachrüstbare Klimaanlagen. Am effektivsten sind hier stromgespeiste Anlagen, die auf dem Dach montiert werden. Spätestens dann bleibt man auch bei heißen Temperaturen richtig cool im Wohnmobilausbau.

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