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Wohnmobilausbauten sind beliebt. Oft sieht man umgebaute VW T-Busse oder auch Ausbauten auf Fiat Ducato Basis auf den Straßen. Beinahe unbekannt hingegen ist der Hyundai H 350. Schon das Fahrzeug an sich kennen wohl nur eingefleischte Fans. Jetzt hat ein Wohnmobilausbauer beschlossen aus dem ungewöhnlichen Gefährt ein Reisemobil zu machen.

Basisfahrzeug ist der Hyundai H 350 – ein beinahe unbekanntes Wesen

Die Berliner sind schon etwas Besonderes. Das zeigt sich jetzt auch in der Reisemobilbranche. Die Camperliebe-Manufaktur hat sich den Hyundai H 350 geschnappt und ausgebaut. Manch einer wird sich fragen, was ist das denn für ein Basisfahrzeug? Und vielleicht ist das auch Sinn und Zweck. Der Berliner Ausbauer hat mit dem ungewöhnlichen Fahrzeug große Ziele. Der kleine Exot weckt durchaus Erinnerungen, scheint auf unbeschreibliche Art bekannt. Ein wenig Mercedes Sprinter, ein bisschen Ford Transit. Der große Transporter wurde von Hyundai speziell für den europäischen Markt entwickelt. Klar, dass es hier Anknüpfungspunkte geben muss. Gefertigt wird der H 350 in der Türkei bei dem Hersteller Karsan. Die Berliner haben aus dem Lastenesel nun einen schicken Campingbus gebaut. Zu haben ist der sogenannte CL 1 zu einem Preis ab 58.500 EUR. Vergleichbare Fahrzeuge, bspw. auf Basis des Fiat Ducato gibt es schon ab knapp 45.000 EUR. Was also hat der Exot zu bieten? Das Basisfahrzeug an sich ist schon einmal gut ausgestattet. Angetrieben wird es von einem 170 PS starken 2,5 Liter Vierzylinder. Das ist schon keine Selbstverständlichkeit. Der 3,5 Tonner bringt zudem 422 Nm Drehmoment mit und schiebt mit seinem Heckantrieb gut vorwärts. Auf eine Automatik muss man allerdings verzichten. Es bleibt die Sechsgang-Handschaltung. Platz bietet er für insgesamt vier Personen.

Mit umfangreicher Serienausstattung – der Wohnmobilausbau Hyundai H 350

Auch wenn der H 350 sich bisweilen etwas hakelig schaltet, die Schaltwege sind kurz, der Federungskomfort geschmeidig, die Lenkung unterstützt das handliche Fahrgefühl. Serienmäßig mit an Bord sind das Navigationssystem sowie die Rückfahrkamera. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und erinnert an die normalen PKWs von Hyundai. Die Haptik ist gut und zahlreiche Ablagen bieten viel Platz. Auf ein Problem sind die Berliner beim Exoten aber gestoßen: es gab keine Drehkonsolen für die Fahrerhaussitze. Pragmatisch und lösungsorientiert hat der Hersteller diese aber kurzerhand einfach selbst konstruiert. Also ist doch alles typisch Campingbus.

Der Boden des Wohnmobilausbaus Hyundai H 350 fällt vom Fahrerhaus nach hinten hin schräg ab. Der Wohnbereich liegt also unterhalb des Niveaus des Cockpits. Damit man dennoch nicht auf Komfort verzichten muss und seine Füße auf den gedrehten Sitzen sitzend bequem abstellen kann, ist ein erhöhter Tunnel quer am Übergang von Fahrerkabine zu Laderaum installiert worden. Das ist natürlich praktisch, kann im Dunkeln aber auch schnell zur Stolperfalle werden. Mit der Zeit kennt man ja aber sein rollendes Heim und kann sich gut darauf einstellen.

Die Sitzgruppe wird zudem von einer Quersitzbank komplementiert. Die Sitztiefe liegt bei 52 cm, die Sitzbreite beträgt 84 cm. Platz haben hier zwei Personen – in der Theorie. Praktisch ist es für einen Camper bequemer. Um das Fahrzeug dahingehend praxistauglicher zu machen, soll die Bank in der Serienfertigung ausziehbar werden. Der Tisch ist 45 cm breit und 82 cm lang. Er ist mit einer Erweiterungsplatte, die drehbar ist, auf 128 cm vergrößerbar. Damit reicht der Platz auch für vier Camper gut aus. Mitgedacht haben die Berliner auch die Erweiterung kann auch außen am Küchenblock befestigt werden.

Praktisch und gut verarbeitet – der Wohnmobilausbau Hyundai H 350

Die Küche des Wohnmobilausbaus bietet viel Arbeitsfläche. Auch eine Kaffeemaschine kann problemlos aufgestellt werden. So muss man auch im Urlaub nicht auf seinen morgendlichen Kaffee verzichten. Die Klapperweiterung, die zusätzliche Arbeitsfläche bietet ist immerhin 30 cm lang und reicht beinahe bis zum Tisch. Neben einer Spüle gibt es auch einen Zweiflammenkocher, wenn auch ohne Zündhilfe. Der Kompressorkühlschrank hat ein Volumen von 90 Litern und ist der Küchenzeile integriert. Im Heck des Fahrzeuges ist das Bett zu finden. Es Längsdoppelbett ist mit Tellerfedern ausgestattet und ist durchaus bequem. Die Breite von 177 cm und die Länge von 180 bis 195 cm ist für zwei Camper üppig dimensioniert. Unterwegs kann der mittlere Teil des Bettes hochgeklappt werden. So schafft man eine großzügige Laderaumerweiterung und kann auch sperrige Gegenstände einfach transportieren. Insgesamt fünf Hängeschränke gibt es im Schlafzimmer, die das Reisegepäck und die Urlaubsgarderobe aufnehmen. Verzichten muss man dafür auf einen echten Kleiderschrank mit Kleiderstange.
Das Bad des Prototyps hat eine Grundfläche von 66 x 62 cm. Das ist etwas klein. Die Stehhöhe von 190 cm ist zwar großzügig, dafür ist es aber nur mit einem Waschbecken ausgestattet – ohne Ablagen. Dafür kann der Wasserhahn als Duschbrause genutzt werden. Zum Duschen kann die Kassettentoilette unter das linke Bett geschoben werden.

Die Serienfertigung des Wohnmobilausbau Hyundai H 350 hat bereits begonnen. Einige Mankos aus dem Prototyp werden hier noch beglichen. So wird das Bad breiter und besser ausgestattet sein. Das Aufstelldach gibt es serienmäßig. Ebenso wie die Markise. Im Dach finden auf 200 x 137 cm zwei weitere Camper einen Schlafplatz. Betrachtet man die ganzen „Extras“ die bei diesem Fahrzeug schon im Serienzustand enthalten sind, relativiert sich der Preis von 58.500 EUR etwas. Immerhin ist das der Komplettpreis für das Gesamtpaket. Sonderwünsche sind natürlich trotzdem möglich. Für Wärme sorgt zudem eine Gas-Gebläseheizung mit Boiler (Truma Combi 4). Der Frischwassertank fasst 100 Liter. Ebenso wie der Abwassertank. Wer auf der Suche nach einem etwas außergewöhnlichen Basisfahrzeug ist, sollte sich den Wohnmobilausbau Hyundai H 350 mit einer Länge von 619 cm, einer Breite von 203 cm und einer Höhe von 282 cm einmal genauer ansehen.

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